Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Getränke, Regierungen

BERLIN - Braucht es mehr Kontrollen oder sogar ein Alkoholverbot in Kneipen? Manche Gastronomen und auch ihre Gäste sind es inzwischen leid, sich an die strengen Auflagen in der Corona-Krise zu halten.

11.08.2020 - 14:56:04

Zwischen Sorge und Überdruss - Gastronomie ringt mit Krisenfolgen. Vielerorts stehen die Tische wieder eng beieinander. Masken sieht man seltener und Kunden tragen falsche Namen und Adressen in die Kontaktlisten der Wirte ein - sofern diese überhaupt noch verteilt werden.

Berlin - Braucht es mehr Kontrollen oder sogar ein Alkoholverbot in Kneipen? Manche Gastronomen und auch ihre Gäste sind es inzwischen leid, sich an die strengen Auflagen in der Corona-Krise zu halten.

Vielerorts stehen die Tische wieder eng beieinander. Masken sieht man seltener und Kunden tragen falsche Namen und Adressen in die Kontaktlisten der Wirte ein - sofern diese überhaupt noch verteilt werden.

Dieses Verhalten hat vor allem in Berlin dazu geführt, dass der dortige Landesverband des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga zu mehr Kontrollen des Ordnungsamts in den Betrieben aufgerufen hat - «mit Augenmaß», wie Geschäftsführer Thomas Lengfelder stets betont, also ohne gleich Bußgelder zu verhängen. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) brachte jüngst sogar ein Alkoholverbot für Kneipen ins Gespräch.

In anderen Städten gibt es dem Dehoga-Bundesverband zufolge ähnliche Diskussionen. «Deshalb geht erneut der dringende Appell an alle Unternehmer, Mitarbeiter und Gäste, die Schutzmaßnahmen umzusetzen», sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges der Deutschen Presse-Agentur. «Eine zweite Welle gilt es mit allen Kräften zu verhindern. Am Ende zählt, dass wir uns an das halten, was die Politik auf Basis der Expertise der Wissenschaft jeweils beschließt.» Für die Akzeptanz sei es wichtig, dass die Regelungen «klar, nachvollziehbar und verhältnismäßig sind.»

Schließlich ringt die Branche nach wie vor mit den Folgen der ersten Hochphase der Corona-Pandemie. Zwar haben inzwischen rund 93 Prozent der Betriebe wieder geöffnet, wie aus einer aktuellen Branchenumfrage des Verbands hervorgeht. Rund 60 Prozent der befragten Betreiber von Gaststätten und Hotels in Deutschland fürchten demnach dennoch um ihr wirtschaftliches Überleben.

Noch im Juli verzeichnete die Branche Umsatzeinbußen von mehr als 43 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt gingen die Erlöse seit Anfang März demnach um mehr als 60 Prozent zurück. «Denn die Krise ist noch längst nicht vorbei», teilte Dehoga-Präsident Guido Zöllick mit. «Die Angst vor dem Winter ist groß.» Noch immer fehlten Touristen aus dem Ausland und Geschäftsreisende. Messen, Kongresse und Tagungen sind nach wie vor abgesagt. Sämtliche damit verbundene Hotel- und Gastronomieumsätze fielen aus.

Als besonders dramatisch gilt die Lage für Diskotheken und Clubs, die vielerorts weiter geschlossen haben. Sie verzeichnen der Umfrage zufolge mit die größten Umsatzrückgänge.

Auch Schauspielerin Jessica Schwarz warnte deshalb am Dienstag vor einer zweiten Welle. Die 43-Jährige betreibt zusammen mit ihrer Schwester ein Hotel in Hessen. «Wir müssen abwarten, wie wir durch den Herbst und Winter kommen. Ein weiterer Lockdown wäre auch für alle Angestellten sehr schwierig.»

Immerhin: Aufgrund von Kurzarbeit mussten nur wenige Betriebe der Umfrage zufolge bislang Beschäftigte entlassen. 80 Prozent der Befragten gaben an, sie beantragt zu haben. «Mittlerweile konnten 67,0 Prozent der Betriebe einen Teil ihrer Mitarbeiter wieder aus der Kurzarbeit holen», heißt es in der Untersuchung.

Angesichts des warmen Wetters dürften auch die Gäste ein Interesse daran haben, dass die Gastronomie weiterhin öffnen darf. Ein Großteil der Betriebe gab an, dass die Maßnahmen und Regeln bei ihren Kunden auf Verständnis stoßen. Doch scheinen viele Wirte selbst die Sinnhaftigkeit anzuzweifeln. Mehr Kontrollen durch das Ordnungsamt könnten der Disziplin aus Sicht des Dehoga Berlin wieder auf die Sprünge helfen. Von einem Alkoholverbot allerdings hält Geschäftsführer Lengfelder wenig. «Wir alle sind mündige Bürger und müssen selbst entscheiden können», sagte er. Auch ein solches Verbot müsse zudem kontrolliert werden.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

US-Regierung will Flüchtlingsaufnahme weiter begrenzen. Im Wirtschaftsjahr 2021 (Oktober 2020 bis September 2021) sollen höchstens 15 000 Menschen einen Schutzstatus im Rahmen des US-Flüchtlingsprogramms erhalten, wie aus einer Mitteilung des Außenministeriums von Mittwoch hervorging. Der Kongress muss den Vorschlag der Regierung bestätigen. WASHINGTON - Die Regierung von US-Präsident Donald Trump will die ohnehin schon historisch niedrige Aufnahmegrenze für neue Flüchtlinge abermals senken. (Wirtschaft, 01.10.2020 - 22:31) weiterlesen...

Ex-Staatssekretär widerspricht Vorwürfen gegen Scheuer. BERLIN - Bei der Aufklärung der geplatzten Pkw-Maut hat der frühere Verkehrsstaatssekretär Gerhard Schulz zentralen Vorwürfen gegen Ressortchef Andreas Scheuer (CSU) widersprochen. Ein Angebot der Betreiberseite, mit der Unterzeichnung der Verträge bis zum Urteil des Europäischen Gerichtshof (EuGH) zu warten, habe es seiner Erinnerung nach bei einem Treffen am 29. November 2018 nicht gegeben, sagte Schulz am Donnerstagabend im Untersuchungsausschuss des Bundestags. Es sei nicht eingeladen worden, weil mehr Zeit benötigt wurde. "Wir waren uns sicher, dass der EuGH uns Recht geben wird." Ex-Staatssekretär widerspricht Vorwürfen gegen Scheuer (Boerse, 01.10.2020 - 21:41) weiterlesen...

Regierungschefs setzen EU-Sondergipfel mit Abendessen fort. Die Teilnehmer seien nun zum Abendessen übergegangen und diskutierten über die Lage in der Konfliktregion Berg-Karabach im Kaukasus, schrieb ein Sprecher von EU-Ratschef Charles Michel auf Twitter. Auch die Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny sei Thema. BRÜSSEL - Die Staats- und Regierungschefs der EU haben am Donnerstagabend nach einer rund eineinhalbstündigen Pause ihre Beratungen beim Sondergipfel in Brüssel wieder aufgenommen. (Wirtschaft, 01.10.2020 - 21:26) weiterlesen...

USA verlängern Kreuzfahrt-Verbot bis Ende Oktober. Die Gesundheitsbehörde CDC verlängerte ihre "No Sail Order" am Donnerstag (Ortszeit) bis Ende Oktober. Die jüngsten Datenauswertungen von Kreuzfahrten im Ausland zeigten, dass die Infektionsgefahr an Bord der Schiffe hoch bleibe, selbst bei verminderten Passagierzahlen, erklärte die CDC. WASHINGTON - Kreuzfahrten von US-Häfen aus bleiben aufgrund der weiterhin kritischen Corona-Lage verboten. (Boerse, 01.10.2020 - 20:46) weiterlesen...

Fachjournal wirft US-Arzneimittelbehörde FDA Nachlässigkeit vor. Die Behörde kontrolliere die meist von Pharmakonzernen in Auftrag gegebenen Studien, etwa Zulassungsstudien von Medikamenten an Menschen, lasch, langsam und verschwiegen, heißt es in der am Donnerstag veröffentlichten Recherche. Verstöße blieben zunehmend ohne Konsequenzen. WASHINGTON - Mitarbeiter der renommierten US-Fachzeitschrift "Science" haben der amerikanischen Lebens- und Arzneimittelbehörde FDA (Food and Drug Administration) bei der Überwachung klinischer Studien Nachlässigkeit vorgeworfen. (Boerse, 01.10.2020 - 20:34) weiterlesen...

Umfrage zu Bundestagswahl: Union bleibt vorn, Grüne gewinnen dazu. An zweiter Stelle lägen weiter die Grünen mit 21 Prozent, gefolgt von SPD (15 Prozent), AfD (10), Linke (8) und FDP (6). Im Vergleich zu den Werten von Anfang September würden CDU/CSU einen Prozentpunkt und die SPD zwei Punkte verlieren. AfD und FDP blieben unverändert, während die Grünen zwei Prozentpunkte und die Linke einen Punkt hinzugewännen. KÖLN - Bei einer Bundestagswahl am kommenden Sonntag bliebe die Union mit weitem Abstand stärkste Kraft: 35 Prozent der Wahlberechtigten würden für sie votieren, wie der jüngste, am Donnerstag veröffentlichte ARD-Deutschlandtrend ergab. (Wirtschaft, 01.10.2020 - 19:54) weiterlesen...