Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

trading-house Börsenakademie

Gemeinsam erfolgreich

MARKETSX
Produktion, Absatz

BERLIN / BRASÍLIA - Wegen der starken Zunahme von Regenwald-Rodungen in Brasilien will das Bundesumweltministerium die Förderung von Projekten zum Schutz von Wäldern und Artenvielfalt in dem Land stoppen.

11.08.2019 - 14:18:25

Amazonas-Abholzung: Umweltministerium setzt Brasilien-Projekte aus. "Die Politik der brasilianischen Regierung im Amazonas(-Gebiet) lässt Zweifel aufkommen, ob eine konsequente Reduzierung der Entwaldungsraten noch verfolgt wird", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) dem Berliner "Tagesspiegel" (Samstag). Erst wenn darüber wieder Klarheit herrsche, könne die Projektzusammenarbeit fortgeführt werden.

Konkret geht es der Zeitung zufolge um einen Betrag von rund 35 Millionen Euro aus der internationalen Klimaschutzinitiative des Ministeriums. Aus dieser Initiative wurden demnach 2008 rund 95 Millionen Euro bereitgestellt. Bestehende Projekte würden vorerst fortgeführt, geplante neue auf Eis gelegt, teilte ein Sprecher des Umweltressorts am Samstag mit. Darüber hinaus rege man eine Überprüfung der weiteren Zusammenarbeit mit Brasilien im Amazonasfonds an. In diesen Fonds hat die Bundesregierung bisher 55 Millionen Euro einbezahlt, zuständig ist das Entwicklungsministerium.

Brasiliens Umweltminister Ricardo Salles hatte am Mittwoch im Parlament eine Reform des Fonds angekündigt. Der Lenkungsausschuss, in dem neben Vertretern der Bundesregierung und der Bundesstaaten auch Repräsentanten der Zivilgesellschaft sitzen, solle in Zukunft nur noch eine beratende Funktion haben, das operative Geschäft künftig von einem Exekutivausschuss geführt werden, sagte er.

Der Amazonasfonds mit einem Volumen von knapp 800 Millionen Euro wird von Norwegen und zu einem kleinen Teil auch von Deutschland finanziert. Mit dem Geld sollen die Abholzung des Regenwaldes gestoppt, Aufforstungsprojekte finanziert und die indigene Bevölkerung unterstützt werden. Zuletzt hatten Pläne des neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro für Ärger gesorgt, die Mittel auch für die Entschädigung von Bauern zu verwenden.

Salles verbat sich zudem die Einmischung der Geldgeber in die Mittelverteilung. Es sei das Recht Brasiliens, über die Nutzung des Amazonasgebiets zu entscheiden.

Der Umweltschutz gehört nicht zu den Prioritäten des rechtsgerichteten Bolsonaro. Er will keine weiteren Schutzgebiete ausweisen, mehr Rodungen zulassen und die Amazonasregion wirtschaftlich stärker nutzen. Nach kritischen Worten von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Abholzung des Regenwaldes in seinem Land sagte er im Juni, Deutschland könne beim Umweltschutz noch viel von Brasilien lernen. Zahlen der Überwachungsbehörde seiner eigenen Regierung, wonach sich die Abholzung des Amazonas im Mai auf einen neuen Höchststand beschleunigte, nannte Bolsonaro "Lügen".

@ dpa.de

Weitere Meldungen

G7/GESAMT-ROUNDUP: Macron will Trump beim Gipfel in Biarritz ausbremsen. Die Liste ist lang: Waldbrände im Amazonas, Konjunkturschwäche, Handelskrieg der USA mit China, Brexit, Iran, Klimaschutz und Gleichberechtigung. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will als Gastgeber einen Neuanfang für G7 versuchen - der Staatenclub ist seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump gespalten. BIARRITZ - Trotz massiver Differenzen wollen die sieben wichtigen Industriestaaten (G7) bei ihrem Gipfel im französischen Biarritz gemeinsam nach Lösungen für Krisen und Konflikte suchen. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 17:47) weiterlesen...

Niederlande fordern energischen Kampf gegen Waldbrände in Brasilien. Das stünde "einfach im Interesse der ganzen Welt", sagte Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag. Den Haag wolle Brasiliens Präsidenten Jair Bolsonaro gemeinsam mit anderen EU-Staaten dazu drängen, erklärte Rutte nach Angaben der niederländischen Nachrichtenagentur ANP. DEN HAAG - Die Niederlande haben Brasiliens Regierung aufgefordert, energischer gegen die Brände im Amazonas-Regenwald vorzugehen. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 17:36) weiterlesen...

US-Präsident Trump will noch an diesem Freitag auf China-Zölle reagieren. "Ich werde an diesem Nachmittag auf die China-Zölle reagieren", schreibt Trump auf dem Kurznachrichtendienst Twitter am Freitag. "Das ist eine große Chance für die USA." Die USA bräuchten China nicht, so Trump. WASHINGTON - US-Präsident Donald Trump will noch an diesem Freitag auf die kurz zuvor von China angekündigten Vergeltungszölle antworten. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 17:32) weiterlesen...

Frederiksen sprach mit Trump nach Grönland-Kontroverse. Das Gespräch am Donnerstag sei "konstruktiv" verlaufen, bestätigte das Büro der Regierungschefin in Kopenhagen, ohne weitere Einzelheiten zu nennen. Laut Nachrichtenagentur Ritzau ging es auch um die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit einschließlich Sicherheitsfragen. Trump hatte am Dienstag einen für Anfang September geplanten Staatsbesuch in Dänemark abgesagt und dies damit begründet, dass Frederiksen nicht über einen Verkauf Grönlands reden wolle. Von welcher Seite der Anruf am Donnerstag kam, wurde nicht bekannt gegeben. KOPENHAGEN - US-Präsident Donald Trump hat nach der Kontroverse um Grönland mit der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen gesprochen. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 17:27) weiterlesen...

Menschenkette in Hongkong erinnert an Freiheitsbewegung der Balten. Vor der erleuchteten nächtlichen Skyline der Stadt hielten sie sich am Freitag an den Händen, verlangten auf Schildern US-Unterstützung für ihre Forderungen, schwenkten ihre Handys und sangen, um sich Mut zu machen. Für das Wochenende werden in Hongkong wieder Massenproteste erwartet. HONGKONG - Tausende Demonstranten haben nach dem Vorbild des "Baltischen Wegs" von 1989 eine kilometerlange Menschenkette in Hongkong für mehr Demokratie gebildet. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 17:17) weiterlesen...

G7/Deutsche Regierungskreise: Ungewöhnliches Format ist Chance. Es werde ein innovativer und insgesamt nicht leichter Gipfel, hieß es am Freitag in deutschen Regierungskreisen in Berlin. Das Treffen könne aber viele Maßnahmen gemeinsam mit den Gästen aus Afrika, Australien, Indien und Chile hervorbringen. Man könne etwa besser mit statt über Afrika reden, wenn Vertreter des Kontinents mit am Tisch säßen. BERLIN - Die Bundesregierung sieht im G7-Gipfel von Biarritz mit ungewöhnlich vielen Gästen und Nebendebatten die Chance für eine Öffnung des Formats und konkrete Ergebnisse. (Wirtschaft, 23.08.2019 - 16:48) weiterlesen...