Verkehr, Bahn

Berlin - Bahnchef Richard Lutz hat mit seinem Brandbrief zur desolaten Lage des Staatsunternehmens für Verärgerung im Aufsichtsrat und beim Bund als Eigentümer gesorgt.

15.09.2018 - 09:08:24

«Unternehmen beschädigt» - Verärgerung bei Bund und Aufsichtsrat über Bahn-Brandbrief

«Ich halte nichts davon, solche Briefe zu schreiben», sagte der Bahnbeauftragte der Bundesregierung, Verkehr-Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU), der «Welt». «Richard Lutz muss sich darüber im Klaren sein, dass er damit das Unternehmen in der Öffentlichkeit beschädigt hat.» Das Blatt zitierte ein nicht genanntes Aufsichtsratsmitglied mit den Worten: «Es überrascht uns, von einem solchen Brief aus der Presse zu erfahren. Ich hätte erwartet, über das Ausmaß der Probleme vorab informiert zu werden.»

Die Bahn macht immer mehr Schulden, hat ein Dauerproblem im Schienengüterverkehr und im ersten Halbjahr im Regional- und Fernverkehr einen Gewinnrückgang zu verzeichnen. Lutz hatte in einem Brief an seine Topmanager zahlreiche Schwächen benannt und einen Kurswechsel angekündigt.

Ferlemann stellte das Rabattsystem der Bahn infrage. «Es ist nicht nur für die Kunden schwer, da den Überblick zu behalten, sondern die Bilanz zeigt auch, dass sich mit diesem Preismodell die Kosten nicht decken lassen.»

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Neue Strecke Berlin-Köln - Bahnkonkurrent Flixtrain will mehr Züge fahren lassen. Eine Strecke aber hat sich der Bahnrivale abgeschminkt. Sie sind grün, oft nicht mehr die jüngsten, aber günstig: Züge von Flixtrain werden Reisende bald etwas häufiger sehen, nicht nur in Deutschland. (Wirtschaft, 23.02.2019 - 08:48) weiterlesen...

Bahn kann 733 Lokführer-Stellen nicht besetzen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Die Antwort liegt auch der Deutschen Presse-Agentur vor. Insgesamt arbeiten bei der Bahn 18 000 Lokführer. FDP-Wirtschaftsexperte Hagen Reinhold warf dem Bundesverkehrsministerium Tatenlosigkeit vor. Der Lokführermangel bestätige, dass sich der «Mangel mehr und mehr als Bremsklotz der Bahn erweist», sagte der Bundestagsabgeordnete dem RND. Berlin - Der Deutschen Bahn fehlen in diesem Jahr 733 Lokführer. (Politik, 23.02.2019 - 05:52) weiterlesen...

Bahnkonkurrent Flixtrain plant Expansion. «Wir schauen uns das grundsätzlich an», sagte Flixmobility-Chef André Schwämmlein der dpa. «Wenn es möglich ist, wollen wir es gerne 2020 machen.» Etwaige Länder oder Verbindungen nannte Schwämmlein noch nicht. Auch in Deutschland soll das Angebot des einzigen Fernverkehrsrivalen der Deutschen Bahn wachsen. Im Frühling kommt Berlin-Köln neu auf den Fahrplan. Auf der bestehenden Strecke Köln-Hamburg soll ein dritter täglicher Zug fahren. Vor einem Jahr hatte der Regelbetrieb von Flixtrain begonnen. Berlin - Der Bahnkonkurrent Flixtrain erwägt den Schritt ins Ausland. (Politik, 23.02.2019 - 04:56) weiterlesen...

Schienennetz und Bahnhöfe - Bahnkunden brauchen Geduld: Bis zu 800 Baustellen pro Tag. Das werden die Fahrgäste spüren - in diesem Jahr besonders auf einer der wichtigsten Strecken. Das Bahnnetz ist in die Jahre gekommen, die DB kämpft gegen einen milliardenschweren Sanierungsstau. (Wirtschaft, 20.02.2019 - 10:58) weiterlesen...

Schienennetz und Bahnhöfe - Bahn baut an bis zu 800 Stellen gleichzeitig. In Spitzenzeiten werde es 800 Baustellen gleichzeitig geben, kündigte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla an. Neben Instandhaltungsvorhaben würden allein rund 50 Neu- und Ausbauprojekte geplant oder umgesetzt. Berlin - Bahnkunden müssen auch in diesem Jahr mit zahlreichen Baustellen im deutschen Netz rechnen. (Wirtschaft, 20.02.2019 - 07:05) weiterlesen...

Nach Zugunfall bei Basel: Bahn fährt wieder durch. Das teilte die Deutsche Bahn mit. Die Fernverkehrszüge aus Deutschland könnten dann wieder in die Schweiz durchfahren. Auf dem kurzen Abschnitt zwischen Basel Badischer Bahnhof und Basel SBB war am Sonntag ein Waggon eines ICE aus Berlin aus den Gleisen gesprungen. Der Betrieb war seitdem unterbrochen. Die 240 Menschen an Bord blieben unverletzt. Die Unglücksursache ist noch nicht ermittelt. Basel - Die wegen eines entgleisten Intercityexpresszugs aus Deutschland gesperrte Bahnstrecke bei Basel in der Schweiz wird von diesem Mittwoch an wieder befahren. (Politik, 20.02.2019 - 04:56) weiterlesen...