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Vermischtes, CARE Deutschland e.V.

Berlin - Armut, extreme Wetterbedingungen und politische Instabilit?t: Nirgendwo auf der Welt leiden laut dem Weltern?hrungsprogramm mehr Menschen unter chronischer Unterern?hrung als in Burundi.

12.01.2021 - 12:07:36

Im Schatten der Corona-Pandemie: CARE-Bericht Suffering in Silence zeigt zehn humanit?re Krisen, die 2020 keine Schlagzeilen machten / Burundi auf Platz 1 / Zus?tzliche Bedrohung durch COVID-19

Berlin - Armut, extreme Wetterbedingungen und politische Instabilit?t: Nirgendwo auf der Welt leiden laut dem Weltern?hrungsprogramm mehr Menschen unter chronischer Unterern?hrung als in Burundi. Im heute global ver?ffentlichten Bericht "Suffering in Silence" der internationalen Hilfsorganisation CARE f?hrt das ostafrikanische Land die Rangliste von zehn Krisen an, die 2020 die wenigste mediale Aufmerksamkeit erhielten. Der j?hrlich erscheinende Bericht macht auf solche Krisen aufmerksam, die weitgehend unbeachtet von der Welt?ffentlichkeit stattfinden.

"Die COVID-19-Pandemie hat globale Ungleichheiten und menschliches Leid auf unertr?gliche Weise versch?rft", mahnt Karl-Otto Zentel, Generalsekret?r von CARE Deutschland. "Die Vereinten Nationen sch?tzen, dass in diesem Jahr rund 235 Millionen Menschen humanit?re Hilfe ben?tigen werden. Das ist ein Anstieg um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und damit ein Negativrekord." Doch in der ?ffentlichen Wahrnehmung sei kaum Raum f?r Regionen und Gemeinden, die schon vor der Pandemie ums ?berleben k?mpften. "Mediale Aufmerksamkeit ist eine starke Waffe im Kampf gegen das Vergessen, und daran m?chte CARE mit dem Bericht 'Suffering in Silence' erinnern."

COVID-19 ist f?r die ?rmsten der Armen schlicht eine weitere Gefahr neben vielen. Insbesondere Frauen und M?dchen leiden an Einschr?nkungen, Nahrungsengp?ssen und Unsicherheit: "Wenn wir nicht an COVID-19 sterben, sterben wir an Hunger oder Gewalt", so berichten viele Frauen und M?dchen den CARE-Teams in Krisengebieten. CARE-Chef Zentel betont: "Um Leid zu lindern, braucht es Aufmerksamkeit. Und die ist leider h?ufig andernorts zu finden: ?ber den Eurovision Song Contest wurde 2020 weltweit fast f?nfmal mehr berichtet als ?ber alle zehn im Bericht genannten Krisen zusammengenommen."

Dass Berichterstattung ?ber humanit?re Krisen auch in Ausnahmesituation wie einer Pandemie m?glich ist, zeigen Journalistinnen und Journalisten aus aller Welt, die im Bericht zu Wort kommen. Um mehr Aufmerksamkeit f?r humanit?re Krisen zu schaffen, fordert CARE eine enge Zusammenarbeit von Politik, Medien, humanit?ren und weiteren Akteuren:

- Regierungen m?ssen Journalistinnen und Journalisten sicheren Zugang zu Krisenregionen garantieren, um Medienberichterstattung zu erm?glichen. - Geberl?nder m?ssen mit ihren finanziellen Zusagen den gestiegenen humanit?ren Bedarf abdecken. - Medien sollten ?bliche Narrative hinterfragen und Menschen in Krisengebieten eine Plattform bieten, um selbst ?ber ihre Situation berichten zu k?nnen. - Geldgeber sollten anerkennen, dass Berichterstattung ?ber humanit?re Themen Geld kostet. Die Projektfinanzierung sollte dies ber?cksichtigen. Von Frauen gef?hrte, lokale Hilfsorganisation sowie einheimische Medien sollten verst?rkt in ihrer Berichterstattung unterst?tzt werden. - Die Zivilgesellschaft sowie eine freie, unabh?ngige Medienlandschaft m?ssen konsequent unterst?tzt und gesch?tzt werden. - Hilfsorganisationen sollten Medienschaffende weiterhin unterst?tzen, indem sie qualitativ hochwertige Recherchen, Einblicke und Hintergrundinformationen zur Verf?gung stellen, um weniger bekannte, aber wichtige Themen ins Rampenlicht zu r?cken.

Die zehn humanit?ren Krisen, die 2020 keine Schlagzeilen machten:

1. Burundi - 2,3 Millionen Menschen ben?tigen humanit?re Hilfe

2. Guatemala - 10 Millionen Menschen leben unterhalb der Armutsgrenze

3. Zentralafrikanische Republik - Ein Viertel der Bev?lkerung wurde vertrieben

4. Ukraine - 3,4 Millionen Menschen ben?tigen humanit?re Hilfe

5. Madagaskar - Fast die H?lfte der Kinder leidet wegen Mangelern?hrung unter Wachstumsverz?gerungen

6. Malawi - 2,6 Millionen Menschen brauchen Nahrungsmittelhilfe

7. Pakistan - 49 Millionen Menschen fehlt es an ausreichend Nahrung

8. Mali - 1,3 Millionen Menschen leiden Hunger

9. Papua-Neuguinea - 4,6 Millionen Menschen ben?tigen humanit?re Hilfe

10. Sambia - 2,6 Millionen Menschen brauchen Nahrungsmittelhilfe

Lesen Sie hier den vollst?ndigen Bericht auf Deutsch: https://www.care.de/filead min/user_upload/Presse/Publikationen/Suffering_in_Silence/2020/suffering-in-sile nce-2020-full_report.pdf .

Foto- und Videomaterial f?r Ihre Berichterstattung k?nnen Sie sich hier herunterladen: https://www.careimages.org/pages/search.php?search=%21collection1 0740&k=e49419c938 .

Methodik: CARE hat eine Liste derjenigen Krisen von 2020 erstellt, die mehr als eine Millionen Menschen betrafen. Als Quelle dienten UN-Berichte, das Analyseportal ACAPS und eigene Erhebungen. Die internationale Medienbeobachtung "Meltwater" hat diese 45 humanit?ren Krisen auf ihre Medienpr?senz in den Sprachen Englisch, Franz?sisch, Deutsch, Arabisch und Spanisch ausgewertet - insgesamt 1,2 Millionen Online-Artikel wurden publiziert. Die zehn Krisen, die am wenigsten mediale Beachtung fanden, finden sich im Bericht "Suffering in Silence", der j?hrlich seit 2016 erscheint.

Pressekontakt:

R?ckfragen bitte an: CARE Deutschland e.V. Ninja Taprogge Telefon: 030 / 76 90 16 99 Mobil: 0151 / 701 674 97 E-Mail: taprogge@care.de

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/6745/4809584 CARE Deutschland e.V.

@ presseportal.de