Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Tourismus, Regierungen

BERLIN - Angesichts der Rückreise vieler Sommerurlauber nach Deutschland werden Rufe nach weiteren Maßnahmen gegen das Coronavirus laut - über eine an diesem Samstag greifende neue Testpflicht hinaus.

07.08.2020 - 17:18:29

Pflichttests für Rückkehrer starten - Rufe nach weiteren Maßnahmen. Der CDU-nahe Wirtschaftsrat forderte ein generelles Verbot privater Reisen in Länder mit hohen Corona-Fallzahlen - Politiker von SPD und FDP lehnten dies ab. Die deutsche Wirtschaft warnte vor zunehmenden Beeinträchtigungen von Geschäftsreisen durch weltweite Beschränkungen wegen der Corona-Pandemie. Ab diesem Samstag müssen sich Rückkehrer aus Risikogebieten nach der Einreise testen lassen, wenn sie kein negatives Test-Ergebnis von kurz vor der Abreise dabei haben.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats der CDU, Wolfgang Steiger, sagte der "Bild"-Zeitung (Freitag): "Reisen in Risikogebiete müssten konsequenterweise auch untersagt werden." Das Reiserecht könne nicht höher bewertet werden als die Rechte von Millionen Deutschen, denen sonst ein erneuter Lockdown drohe. Das Arbeits- und Schulleben ein zweites Mal herunterzufahren, könne sich Deutschland "nur unter erheblichsten Schwierigkeiten noch mal leisten". Nähere Angaben zur Umsetzung eines Reiseverbots wurden nicht gemacht. Dafür müsste eine geeignete Gesetzesgrundlage geschaffen werden, hieß es auf Anfrage.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) äußerte sich im "ntv-Frühstart" skeptisch: "Jetzt ein Reiseverbot durchzusetzen, das sehe ich nicht." Er begrüßte dagegen die künftige Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten als weiteren Baustein, der "wieder ein Stück mehr Sicherheit" bringe. FDP-Fraktionsvize Michael Theurer lehnte Verbote von Reisen in Risikogebiete als unverhältnismäßig ab. Grundgesetzlich geschützte Freiheitsrechte seien gerade auch in der Pandemie zu verteidigen. Statt Verboten sei allerspätestens jetzt eine umfassende Teststrategie mit deutlich mehr Tests besonders für Schulen, Kitas, Unis, medizinisches Personal und Polizei notwendig.

Für Urlauber aus Risikogebieten greift am Samstag eine Testpflicht. Die entsprechenden Regelungen veröffentlichte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag im Bundesanzeiger. Tests sind bis zu drei Tage nach Ankunft kostenlos möglich - direkt an Flughäfen, aber auch in Testzentren oder Arztpraxen in Städten. Bis das Ergebnis da ist, muss man in häusliche Quarantäne.

Welche Länder als Risikogebiete gelten, geht aus einer Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor - derzeit stehen darauf etwa 130 Staaten von Ägypten über Russland bis zu den USA. Aus der EU sind Luxemburg, die belgische Provinz Antwerpen und die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra darunter. Freiwillig können sich seit vergangenem Samstag alle Einreisenden gratis testen lassen.

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Mongomery, forderte eine generelle Quarantäne. Tests seien nur "eine Momentaufnahme". Deshalb sollten alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten in Quarantäne gehen. "Eine Woche bis zehn Tage. Ein negativer Test kann nicht vor der Quarantäne schützen", sagte Montgomery der "Passauer Neuen Presse" (Freitag). Um eine Infektion sicher auszuschließen, sei ein zweiter Test nach mindestens 72 Stunden notwendig.

Die Hamburger Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) plädierte ebenso dafür, für Rückkehrer aus Risikogebieten eine Quarantäne von einer Woche vorzuschreiben. "Erst nach Ablauf dieser Zeit sollte ein verpflichtender Test durchgeführt werden, und frühestens, wenn bei diesem Test ein negatives Ergebnis vorliegt, sollte die Quarantäne beendet werden können", sagte sie der dpa.

Der Wirtschaft machen die weltweiten Reisebeschränkungen wegen der Pandemie zunehmend zu schaffen. "Für die exportorientierte deutsche Wirtschaft sind Geschäftsreisen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Die Folgen der Reiseeinschränkungen sind daher erheblich", sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der Deutschen Presse-Agentur. Aufgrund der vielen Grenzschließungen und Quarantänemaßnahmen könnten Unternehmen Manager, Techniker oder Vertriebsmitarbeiter oft nicht zu Kunden oder Lieferanten in andere Länder schicken. "Für Geschäftsanbahnungen sowie Montagen oder Reparaturen von Maschinen ist der persönliche Kontakt vor Ort häufig aber unerlässlich", sagte Wansleben.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Iran: Ungültige US-Sanktionen sind 'Propagandatrick' vor der Wahl. Ihr jüngster Vorstoß in diese Richtung sei deshalb ungültig und nicht mehr als ein "Propagandatrick" vor der US-Präsidentschaftswahl im November, sagte Außenminister Mohammed Dschawad Sarif in der Nacht zum Sonntag im Staatsfernsehen. Die von Washington behauptete Auslösung des sogenannten Snapback-Mechanismus werde vom UN-Sicherheitsrat nicht unterstützt, weil die USA nicht mehr Teil des historischen Atomabkommens von 2015 seien und damit auch keinen rechtlichen Hebel mehr hätten. TEHERAN - Aus Sicht des Irans können die USA die vor Jahren ausgesetzten Sanktionen gegen Teheran nicht einfach im Alleingang wieder in Kraft setzen. (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:49) weiterlesen...

Tausende gehen für Evakuierung der griechischen Lager auf die Straße. Ein Bündnis aus Pro Asyl, der Seebrücke Berlin und weiteren Gruppen hatte zu der Demonstration aufgerufen und verlangt von der Bundesregierung, die Bereitschaft von Bundesländern und Kommunen zur Aufnahme von Flüchtlingen nicht länger zu blockieren. BERLIN - Tausende Menschen haben am Sonntag in Berlin für die Evakuierung der Flüchtlingslager auf den griechischen Inseln demonstriert. (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:40) weiterlesen...

Gesundheitsminister: Großbritannien steht bei Corona an 'Wendepunkt'. Auf die Frage, ob das Land mit einem weiteren Lockdown rechnen müsse, sagte Hancock am Sonntag dem Sender BBC: "Ich schließe es nicht aus, ich will es nicht." Wenn sich alle an die Regeln hielten, ließe sich ein weiterer Lockdown vermeiden. LONDON - Angesichts eines rapiden Anstiegs von Corona-Fällen steht Großbritannien laut Gesundheitsminister Matt Hancock an einem "Wendepunkt". (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:38) weiterlesen...

Experte: Dauer der Schweinepest ist offen - Schutz wird verstärkt. Der Präsident des Friedrich-Loeffler-Instituts, Thomas Mettenleiter, sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Es gibt die ganze Bandbreite." Der Chef des Bundesforschungsinstituts für Tiergesundheit in Greifswald nannte dafür Beispiele in mehreren europäischen Ländern. In Brandenburg, wo alle 13 bisher nachgewiesenen Fälle auftraten, wird der Schutz gegen eine weitere Ausbreitung verstärkt. NEUZELLE - Nach der Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest in Brandenburg ist aus Expertensicht offen, wie lange die Tierseuche die Wild- und Hausschweine in Deutschland gefährden wird. (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:38) weiterlesen...

Wenige Tausend bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Düsseldorf. Auf der gegenüberliegenden Rhein-Seite versammelten sich zeitgleich Demonstranten der Initiative "Düsseldorf stellt sich quer" zu einer Gegenveranstaltung. DÜSSELDORF - Begleitet von starker Polizeipräsenz haben sich wenige Tausend Menschen in Düsseldorf an einer Kundgebung gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen beteiligt. (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:37) weiterlesen...

Münchner Corona-Zahlen steigen weiter. Am Sonntag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für die sogenannte 7-Tage-Inzidenz einen Wert von 55,6. MÜNCHEN - Während in München als Ersatz für das ausgefallene Oktoberfest eine "WirtshausWiesn" gefeiert wird, steigen die Infektionszahlen immer deutlicher über den Grenzwert von 50 Neuansteckungen pro Woche und 100 000 Einwohnern. (Wirtschaft, 20.09.2020 - 15:36) weiterlesen...