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Regierungen, Deutschland

BERLIN - 30 Jahre nach dem Mauerfall sieht die Bevölkerung in Deutschland einer Umfrage zufolge mehr Trennendes als Gemeinsames zwischen Ost und West, die Mauer wollen aber nur wenige zurück.

06.11.2019 - 06:56:24

Umfrage: Noch viel Trennendes zwischen Ost und West. In einer Studie des Meinungsforschungsinstituts YouGov, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, meinten 27 Prozent der Befragten, die Unterschiede zwischen Ost und West würden überwiegen. Im Westen sagten dies 25 Prozent, im Osten sogar 34 Prozent. Mehr Gemeinsamkeiten sehen bundesweit nur 18 Prozent (West 19/Ost 15).

Alte Ost-West-Klischees bestehen nach Angaben von YouGov weiterhin. So seien 57 Prozent der im Westen Befragten der Ansicht, Ostdeutsche würden nach wie vor mehr jammern als Westdeutsche. Umgekehrt vertreten 68 Prozent im Osten die Ansicht, Westdeutsche täten immer noch so, als wüssten sie alles besser.

Die Mauer will eine Minderheit von 13 Prozent der Befragten zurück (West 14/Ost 13). Dass die Deutschen zu einer Nation zusammengewachsen seien, finden nur 43 Prozent der Menschen im Westen und 35 Prozent der Menschen im Osten.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble räumte in der RBB-Sendung "Talk aus Berlin" ein, dass die schnelle Wiedervereinigung für die Menschen in der DDR "unheimlich schwierig" gewesen sei. Und dass es schwieriger geworden sei, "als wir vielleicht selbst am Anfang geglaubt haben". Dennoch habe die letzte und frei gewählte Volkskammer der DDR "mit übergroßer Mehrheit den Beitritt zum Grundgesetz beschlossen." Als Bundesinnenminister handelte Schäuble maßgeblich den deutschen Einigungsvertrag mit aus.

@ dpa.de

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