Ihr Broker

  • DAX 0,70
  • EUR/USD 0,50
  • GOLD 0,30

Nur Spreads

Keine Kommission

Jetzt registrieren

CFDs sind komplexe Instrumente und umfassen aufgrund der Hebelfinanzierung ein hohes Risiko, schnell Geld zu verlieren.

Regierungen, Deutschland

BEIRUT / BERLIN - Mehr als eine Woche nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut besucht Bundesaußenminister Heiko Maas am Mittwoch den Ort der Katastrophe.

12.08.2020 - 06:34:28

Maas besucht Krisenland Libanon - Gespräche über Reformen. Bei dem eintägigen Aufenthalt in der libanesischen Hauptstadt will der SPD-Politiker über wirtschaftliche Hilfe für das Land am Mittelmeer sprechen und gleichzeitig für Reformen werben, die auch von vielen Libanesen gefordert werden.

"Das Land braucht jetzt einen kraftvollen Aufbruch und es braucht tiefgreifende wirtschaftliche Reformen", sagte Maas vor seinem Abflug aus Berlin. "Nur so wird der Libanon seine Jugend für eine gute Zukunft gewinnen, nur so wird das nötige Vertrauen aufgebaut." Bei der schweren Explosion am Dienstag vergangener Woche waren mindestens 165 Menschen getötet und mehr als 6000 verletzt worden. Am Dienstagabend beteiligten sich Tausende Libanesen an einem Trauermarsch.

Maas will in der Hauptstadt Beirut mit Präsident Michel Aoun, Vertretern verschiedener gesellschaftlicher Gruppen und mit Hilfsorganisationen sprechen. Deutschland hatte am Wochenende 20 Millionen Euro für die Bewältigung der Folgen der Katastrophe zugesagt. "Wir wollen unsere Hilfe mit den Vereinten Nationen und über erfahrene Hilfsorganisationen schnell nach Beirut direkt zu den Menschen bringen", versprach Maas.

Ausgelöst worden sein soll die Detonation durch große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat, die ohne Sicherheitsvorkehrungen im Hafen gelagert wurden. Große Teile des Hafens und umliegender Wohngebiete wurden zerstört. Auch die deutsche Botschaft wurde schwer beschädigt. Eine deutsche Diplomatin starb. Weitere Mitarbeiter der Botschaft wurden verletzt. Maas will auch mit Botschaftsangehörigen zu sprechen, die ihre Wohnungen verloren haben.

Maas besucht das Land inmitten einer schweren politischen und wirtschaftlichen Krise. Als Reaktion auf die Explosion und gewaltsame Proteste gegen die Regierung hatte Premierminister Hassan Diab am Montag den Rücktritt des Kabinetts erklärt. Präsident Aoun muss nun mit den wichtigsten politischen Blöcken über einen Nachfolger verhandeln. Aufgrund starker Interessengegensätze hat es im Libanon oft lange gedauert, Spitzenämter zu besetzen. Wegen der schweren Wirtschaftskrise, der Corona-Pandemie und den Folgen der Detonation ist der Druck jedoch groß, schnell eine Einigung zu finden.

Am Dienstagabend zogen Tausende schweigend in Richtung Hafen, wie Augenzeugen berichteten. Einige trugen weiße Rosen, andere hatten Tränen in den Augen. Bei einer Gedenkveranstaltung wurden die Namen der Todesopfer verlesen. "Ich bin sprachlos. Wir haben unser wunderschönes Beirut verloren", sagte eine Frau namens Randa, die durch die Katastrophe obdachlos wurde. "Wir werden aus den Trümmern wieder auferstehen", riefen andere. Viele Libanesen machen die politische Führung und die weit verbreitete Korruption für die Explosion und die Wirtschaftskrise verantwortlich.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Fall Nawalny: Moskau wirft Berlin Behinderung von Aufklärung vor. Die Bundesregierung verstoße gegen das Europäische Übereinkommen über die Rechtshilfe in Strafsachen von 1959, teilte das russische Außenministerium am Freitagabend in Moskau mit. Deutschland agiere gegen eine Aufklärung der Wahrheit. Fragwürdig sei zudem die Rolle des technischen Sekretariats der Organisation für das Verbot von Chemiewaffen (OPCW), hieß es. MOSKAU - Im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny hat Russland Deutschland eine Behinderung der Aufklärung vorgeworfen. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 22:10) weiterlesen...

Tirol: Listung als Corona-Risikogebiet 'ein schwerer Schlag'. Damit verband die Bundesregierung wegen rasant steigender Infektionszahlen auch eine Warnung vor touristischen Reisen. "Diese Entscheidung stellt einen schweren Schlag für unseren Wirtschaftsstandort, unseren Arbeitsmarkt und ganz Tirol dar", sagte Tirols Landeschef Günther Platter am Freitagabend der Deutschen Presse-Agentur. "Im Sommer haben wir gezeigt, dass wir ein sicherer Gastgeber sind. In den letzten drei Monaten waren von 1800 in Tirol Infizierten nur 55 ausländische Gäste." Tirol hatte am Freitag 67 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet. INNSBRUCK - Das österreichische Bundesland Tirol bedauert die Aufnahme auf die Liste der Corona-Risikogebiete in Deutschland. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 21:55) weiterlesen...

GESAMT-ROUNDUP 2: Beschränkungen wegen hoher Corona-Zahlen in weiteren Regionen (durchgehend aktualisiert) (Wirtschaft, 25.09.2020 - 21:36) weiterlesen...

Gesundheitsminister Véran verteidigt Corona-Maßnahmen in Marseille (durchgehend aktualisiert) (Wirtschaft, 25.09.2020 - 21:20) weiterlesen...

Slowakische Corona-Infektionen klettern auf Rekordwert. Am Freitag gab das Gesundheitsministerium als neuen Höchstwert 419 Neuinfektionen (für Donnerstag) bekannt. Auch seien zwei Todesfälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium in Bratislava mit. Die nationale Pandemiekommission empfahl deshalb eine Verschärfung der bestehenden Schutzmaßnahmen. Die neuen Regeln sollen am Montag vorgestellt werden. Es werde vor allem eine strengere Maskenpflicht und striktere Regeln bei Veranstaltungen und Feiern geben, erklärte der oberste Hygienebeauftragte Jan Mikas. BRATISLAVA - Die Corona-Infektionszahlen der Slowakei haben drei Tage hintereinander jeweils Rekordwerte erreicht. (Boerse, 25.09.2020 - 21:19) weiterlesen...

Forscher: Mehr als sieben Millionen Corona-Infektionen in den USA. Das ging am Freitag aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit verzeichneten die USA die höchste absolute Zahl an nachgewiesenen Infektionen, gefolgt von Indien mit mehr als 5,8 Millionen Fällen. An dritter Stelle steht Brasilien, wo mehr als 4,6 Millionen Ansteckungen registriert wurden. WASHINGTON - Seit Beginn der Pandemie sind in den USA mehr als sieben Millionen Infektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. (Wirtschaft, 25.09.2020 - 21:17) weiterlesen...