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BASEL - Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte andere Virusvarianten wie Delta nach Einschätzung eines renommierten Experten schon in Kürze europaweit verdrängt haben.

13.12.2021 - 17:04:02

Spezialist: Omikron vermutlich schon in zwei bis vier Wochen dominant. "Im Moment ist Omikron in Europa noch selten", sagte Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel (Schweiz), in einem am Montag auf der Webseite der Universität veröffentlichten Interview. "Aber wenn die Entwicklung so weitergeht, wird Omikron in etwa zwei bis vier Wochen in Europa vorherrschend sein." Daten aus Dänemark und Großbritannien legten nahe, dass sich die Zahl der Omikron-Ansteckungen alle drei bis vier Tage verdoppele.

BASEL - Die Omikron-Variante des Coronavirus dürfte andere Virusvarianten wie Delta nach Einschätzung eines renommierten Experten schon in Kürze europaweit verdrängt haben. "Im Moment ist Omikron in Europa noch selten", sagte Richard Neher, Leiter der Forschungsgruppe Evolution von Viren und Bakterien am Biozentrum der Universität Basel (Schweiz), in einem am Montag auf der Webseite der Universität veröffentlichten Interview. "Aber wenn die Entwicklung so weitergeht, wird Omikron in etwa zwei bis vier Wochen in Europa vorherrschend sein." Daten aus Dänemark und Großbritannien legten nahe, dass sich die Zahl der Omikron-Ansteckungen alle drei bis vier Tage verdoppele.

ROUNDUP/Devisen: Türkische Lira vor wichtiger Zinssitzung im Sinkflug

ANKARA - Die türkische Lira ist am Montag vor einer mit Spannung erwarteten Zinsentscheidung in dieser Woche erneut auf Sinkflug gegangen. Am Vormittag gab die Währung zu US-Dollar und Euro deutlich um jeweils etwa vier Prozent nach und fiel abermals auf historische Tiefstände. Die Notenbank stemmte sich mit Markteingriffen gegen den neuerlichen Kurseinbruch, wie sie es zuletzt bereits mehrfach getan hatte. Die Lira reduzierte daraufhin ihre Verluste etwas.

ROUNDUP/Nachtragsetat: Opposition wirft Lindner verfassungswidrige Tricks vor

BERLIN - Das Bundeskabinett hat am Montag einen umstrittenen Nachtragshaushalt für milliardenschwere Investitionen in Klimaschutz und Digitalisierung auf den Weg gebracht. Finanzminister Christian Lindner (FDP) sagte am Montag in Berlin: "Das ist ein Signal unserer Handlungsfähigkeit und es ist Ausdruck von Gestaltungswillen." Weil dafür Mittel umgeschichtet werden, sind die Pläne umstritten. Die Union nannte sie verfassungsrechtlich bedenklich und sprach von Haushaltstricks. Der Bundestag muss noch zustimmen, die erste Beratung ist am Donnerstag geplant. Zusätzliche Schulden sind nicht geplant.

ROUNDUP: Bund setzt auf hohes Impftempo - Lauterbach sieht Stabilisierung

BERLIN - Die Bundesregierung setzt angesichts erster Anzeichen für eine womöglich etwas schwächere Corona-Ausbreitung weiter auf hohes Tempo für mehr Impfungen. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach erläuterte am Montag, die Lage stabilisiere sich langsam, und der Rückgang der Fallzahlen sei echt. "Dieser Trend darf durch Weihnachten nicht gefährdet werden", schrieb der SPD-Politiker bei Twitter. Da die Fallzahlen weiterhin viel zu hoch seien, müsse die Booster-Kampagne mit Auffrischimpfungen verstärkt werden. Ein neuer Expertenrat der Regierung soll an diesem Dienstag erstmals tagen. In Gang kommen jetzt auch Impfungen für Kinder von fünf bis elf Jahren.

ROUNDUP 3: RKI registriert 21 743 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 389,2

BERLIN - Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz ist im Vergleich zum Vortag erneut gesunken. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner und Woche am Montagmorgen mit 389,2 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 390,9 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz bei 441,9 (Vormonat: 277,4). Das RKI weist allerdings darauf hin, dass aufgrund technischer Probleme am Samstag und Sonntag keine Daten aus Niedersachsen übermittelt wurden.

Özdemir: Waldschutz in jedem künftigen Handelsabkommen garantieren

BRÜSSEL - Der Schutz und Erhalt bestehender Wälder soll nach dem Willen des neuen Landwirtschaftsministers Cem Özdemir (Grüne) künftig bei "allen internationalen Handelsabkommen" garantiert werden. Die aktive Zerstörung der Wälder sei katastrophal für den Klimaschutz, sagte er am Montag in Brüssel bei einem Treffen der EU-Agrarministerinnen und -minister. "Deshalb müssen wir uns nicht nur für den Schutz der Wälder in Deutschland einsetzen, sondern global auf dem ganzen Planeten." Als konkretes Beispiel nannte Özdemir das Handelsabkommen Mercosur.

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ROUNDUP: Sie lesen im Konjunktur-Überblick eine Zusammenfassung. Zu diesem Thema gibt es mehrere Meldungen auf dem dpa-AFX Nachrichtendienst.

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Von der Leyen: Booster für Geimpfte verhindert viele Krankenhausfälle. 82 Prozent der Erwachsenen seien mit meist zwei Dosen grundimmunisiert, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Freitag in Brüssel. Sie forderte alle zum Impfen auf, für die es möglich sei. BRÜSSEL - Mehr als jeder zweite erwachsene EU-Bürger hat bereits eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten. (Boerse, 28.01.2022 - 09:46) weiterlesen...

Einnahmen der Rentenkasse auch im zweiten Pandemie-Jahr gestiegen. Das teilte ein Sprecher der Deutschen Rentenversicherung Bund am Freitag der Deutschen Presse-Agentur mit. Gegenüber dem Vorjahr 2020 wuchsen die Einnahmen aus Pflichtbeiträgen demnach um 3,9 Prozent auf rund 233 Milliarden Euro. BERLIN - Die Beitragseinnahmen der Rentenkasse sind im zweiten Pandemiejahr 2021 erneut gestiegen. (Boerse, 28.01.2022 - 09:28) weiterlesen...

EU-Asylbehörde: Hohe Antragszahlen aus Afghanistan im November 2021. Im November 2021 stellten in den EU-plus-Staaten rund 71 400 Menschen einen Antrag auf Schutz und damit neun Prozent mehr als im Vormonat Oktober, wie die in Malta ansässige EU-Asylbehörde EUAA am Freitag mitteilte. EU plus bezieht sich auf die 27 EU-Mitgliedsstaaten zuzüglich Norwegens, Lichtensteins, Islands und der Schweiz. Damit habe die Zahl der Asylanträge beinahe den Spitzenwert von September 2021 erreicht, erklärte die EUAA weiter. VALLETTA - Die Zahl der Asylanträge in der EU bleibt weiter auf hohem Niveau. (Wirtschaft, 28.01.2022 - 08:51) weiterlesen...

Philippinen öffnen im Februar für internationalen Tourismus. MANILA - Die Philippinen öffnen ab kommendem Monat erstmals seit zwei Jahren wieder ihre Grenzen für internationale Touristen. Urlauber aus 157 Staaten, die den vollständigen Corona-Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, dürften ab dem 10. Februar wieder visa- und quarantänefrei in den Inselstaat einreisen, sagte Regierungssprecher Karlo Nograles am Freitag. Dazu gehören auch Deutschland sowie alle anderen Länder Europas. Philippinen öffnen im Februar für internationalen Tourismus (Boerse, 28.01.2022 - 08:44) weiterlesen...

Streeck ruft zu Kontaktreduzierungen auf - Hoffnung auf Frühjahr. Bei so hohen Zahlen sollte jeder noch einmal aufpassen und Kontakte beschränken, sagte Streeck am Freitag im ZDF-"Morgenmagazin". Auch Geimpfte und - in reduzierter Form - auch Geboosterte könnten das Virus übertragen. "Es geht wirklich darum, jetzt nochmal diese Zeit zu überbrücken, bis wir eine Trendumkehr haben." Dann komme das Frühjahr mit sinkenden Fallzahlen. "Das wird ein guter Sommer wieder werden", sagte das Mitglied des Expertenrats der Bundesregierung voraus. BERLIN - Der Virologe Hendrik Streeck hat die Menschen angesichts der rasant wachsenden Corona-Infektionszahlen zur Vorsicht aufgerufen. (Wirtschaft, 28.01.2022 - 08:23) weiterlesen...

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