Regierungen, Spanien

BARCELONA - Mehrere Tausend Menschen haben sich in der katalanischen Touristenmetropole Barcelona an einer der in Spanien eher seltenen Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen beteiligt.

12.12.2021 - 14:56:29

Tausende demonstrieren in Barcelona gegen Corona-Beschränkungen. Die rund 3000 Teilnehmer hätten sich am Samstagabend vor allem gegen die in Katalonien bestehende Pflicht zur Vorlage eines Corona-Passes beim Betreten von Nachtclubs, Discos, Restaurants oder Fitnessclubs gewandt, berichtete die Nachrichtenagentur Europa Press.

"Corona-Pass Totalitärer Staat" und "Respekt für unsere Entscheidung" sich nicht impfen zu lassen, stand auf Transparenten. Viele trugen trotz fehlenden Sicherheitsabstands keine Masken, wie im Fernsehen zu sehen war. Einige hätten auch die Türen von Cafés aufgerissen und deren Gäste beschimpft, schrieb Europa Press. Die Polizei sei nicht eingeschritten.

Für Impfgegner stellt der Corona-Pass eine teure und mühsame Hürde dar. Wer nicht immunisiert ist, muss einen negativen Corona-Test einer registrierten Einrichtung vorweisen können. Ein PCR-Test darf dabei nicht länger als 72 Stunden und ein Schnelltest nicht älter als 48 Stunden zurückliegen. PCR-Tests kosten in Spanien zwischen 70 und 100 Euro, ein Schnelltest mindestens 25 Euro. Auch gibt es nur relativ wenig zugelassene Testzentren.

Die Zahl der Impfgegner ist in Spanien jedoch relativ klein. Bisher sind mehr als 91 Prozent aller Bürger über zwölf Jahren vollständig geimpft. Zwar steigen die Corona-Zahlen auch in Spanien, jedoch längst nicht so heftig wie etwa in Deutschland und die Lage in den Krankenhäusern ist weit weniger dramatisch.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

Ministerpräsidenten beraten über Strategie im Kampf gegen Omikron. Im Vorfeld zeichneten sich weder grundlegende Lockerungen noch Verschärfungen des bisherigen Kurses ab. Am Nachmittag wollten die Regierungschefs und -chefinnen der Länder ihre Beratungen mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) fortsetzen. BERLIN - Vor dem Hintergrund der rollenden Omikron-Welle haben sich die Ministerpräsidenten am Montag zu ihrer zweiten Corona-Videokonferenz dieses Jahres zusammengeschaltet. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 12:14) weiterlesen...

Nato bestätigt US-Erwägungen zu erhöhter Militärpräsenz in Osteuropa. "Die USA haben deutlich gemacht, dass sie erwägen, ihre militärische Präsenz im Osten des Bündnisses zu erhöhen", teilte das Militärbündnis am Montag in Brüssel mit. Es verwies zudem darauf, dass auch andere Alliierte auf die starken Spannungen mit Russland und den Truppenaufmarsch an den Grenzen zur Ukraine reagierten. BRÜSSEL - Die Nato hat Überlegungen der USA zu einer Truppenaufstockung in Bündnisstaaten in Osteuropa bestätigt. (Boerse, 24.01.2022 - 12:01) weiterlesen...

Auswärtiges Amt arbeitet an Krisenplänen für Deutsche in der Ukraine. "Wir haben das in den letzten Wochen immer wieder evaluiert, auch mit unseren europäischen Partnern evaluiert, wie wir schnellstmöglich agieren könnten", sagte Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne) am Rande eines EU-Außenministertreffens in Brüssel. BRÜSSEL - Das Auswärtige Amt arbeitet an Krisenplänen für Botschaftsmitarbeiter und andere deutsche Staatsangehörige in der Ukraine, sieht derzeit aber keinen Anlass für umfangreiche Rückholaktionen. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 10:43) weiterlesen...

Bundesregierung stoppt Förderung für energieeffiziente Gebäude. Wie das Bundeswirtschafts- und Klimaschutzministerium am Montag mitteilte, werden Anträge von der staatlichen Förderbank KfW nicht mehr bewilligt. BERLIN - Angesichts einer Antragsflut und einer "Fehlsteuerung" hat die neue Bundesregierung die Förderung für energieeffiziente Gebäude vorläufig gestoppt und plant eine grundlegende Reform. (Boerse, 24.01.2022 - 10:42) weiterlesen...

Entscheider erwarten Digitalisierungsschub nach Regierungswechsel BERLIN - Die Mehrheit der Spitzenkräfte aus Politik und Wirtschaft rechnet als Folge des Regierungswechsels mit Fortschritten bei der Digitalisierung - die Bevölkerung insgesamt ist deutlich skeptischer, wie eine am Montag veröffentlichte Umfrage ergab. (Boerse, 24.01.2022 - 10:37) weiterlesen...

Neue Kehrtwende von Boris Johnson nach Diskriminierungsvorwürfen. Am Montagmorgen ordnete er eine offizielle Untersuchung der Vorwürfe von Ex-Staatssekretärin Nusrat Ghani an, die angibt, ihren Posten vor zwei Jahren aufgrund ihres muslimischen Glaubens verloren zu haben. Zuvor hatte Downing Street auf die offiziellen Beschwerdeprozesse der Partei verwiesen und es abgelehnt, weiter in den Fall verwickelt zu werden. Allerdings hatten sich die Regierungsminister Nadhim Zahawi und Sajid Javid am Sonntag beide für eine offizielle Untersuchung ausgesprochen. LONDON - Nach Vorwürfen der Diskriminierung gegen seine Regierung hat der massiv unter Druck stehende britische Premier Boris Johnson eine weitere Kehrtwende vollzogen. (Wirtschaft, 24.01.2022 - 10:14) weiterlesen...