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Vermischtes, Wort & Bild Verlag - Gesundheitsmeldungen

Baierbrunn - Besonders im Fr?hjahr 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, jagte eine schlimme Nachricht die andere.

25.08.2020 - 11:07:33

Sich informieren - ohne krank zu werden / Statt nur ?ber Katastrophen zu berichten, sollten Medien nach Antworten und L?sungen suchen

Baierbrunn - Besonders im Fr?hjahr 2020, zu Beginn der Corona-Pandemie, jagte eine schlimme Nachricht die andere. "Viele haben in Zeiten von Smartphone und 24-Stunden-Erreichbarkeit im Minutentakt Nachrichten konsumiert, gelesen, geh?rt, geschaut", sagt die Neurowissenschaftlerin Maren Urner, Professorin f?r Medienpsychologie an der Hochschule f?r Medien, Kommunikation und Wirtschaft in K?ln, im Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau".

Schlimme Neuigkeiten l?sen mehr K?rperreaktionen aus

Auch ohne Pandemie stehen Krisen, Katastrophen und Kriege in der Berichterstattung h?ufig im Vordergrund. "Wir sind offener f?r schlechte Nachrichten", sagt Martin Schr?der, Soziologieprofessor an der Universit?t Marburg. Das ist wissenschaftlich belegt: Ein Forscherteam um den US-Kommunikationswissenschaftler Professor Stuart Soroka hat in einer internationalen Studie festgestellt: Schlimme Neuigkeiten l?sen deutlich mehr K?rperreaktionen aus, wirken aufregender, bringen uns ins Schwitzen und werden h?ufiger geklickt und gelesen.

Gutes Zeugnis f?r die Corona-Berichterstattung

Doch diese Mediennutzung macht krank. "Psychisch ist der permanente Konsum von schlechten Nachrichten sehr belastend. Er verursacht chronischen Stress. Gereiztheit, schlechter Schlaf bis hin zu Depressionen k?nnen die Folge sein", sagt Urner. Die Neurowissenschaftlerin appelliert an die Medien, auch L?sungen f?r die dargestellten Probleme aufzuzeigen. Der Corona-Berichterstattung in den klassischen deutschen Nachrichtenmedien stellt sie daf?r ein gutes Zeugnis aus: "Die gro?e Unsicherheit wurde transparent kommuniziert, es wurden aber auch Antworten gesucht."

Auf Medienhygiene achten

Urner r?t, h?ufiger bewusst abzuschalten: "Ein erster Schritt ist, sich zu ?berlegen, ob man gerade informiert werden m?chte, ?ber was man sich informieren will und wie", sagt die Medienpsychologin. Wichtig sei, Routinen zu entwickeln, um aus der Dauerbeschallung herauszukommen. Sich zum Beispiel jeden Abend auf eine Nachrichtensendung zu beschr?nken. F?r die eigene Medienhygiene empfiehlt die Expertin, sich zu ?berlegen, welche Nachrichtensendung, welche App, welcher Artikel einen wirklich weiterbringt.

Diese Meldung ist nur mit Quellenangabe zur Ver?ffentlichung frei. Das Gesundheitsmagazin "Apotheken Umschau" 8/2020 B liegt aktuell in den meisten Apotheken aus. Viele weitere interessante Gesundheits-News gibt es unter https://www.apotheken-umschau.de .

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Katharina Neff-Neudert Tel. 089 / 744 33 360 E-Mail: presse@wortundbildverlag.de http://www.wortundbildverlag.de

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