Industrie, Weniger

Aus Deutschland wird weniger exportiert.

02.12.2022 - 08:20:26

Weniger deutsche Exporte

Im Oktober sind die deutschen Ausfuhren gegenüber September kalender- und saisonbereinigt um 0,6 Prozent und die Importe um 3,7 Prozent gesunken, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Freitag anhand vorläufiger Ergebnisse mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 kletterten die Exporte aber noch um 14,2 Prozent und die Importe um 20,9 Prozent.

Insgesamt wurden im Oktober 2022 Waren im Wert von 133,5 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 126,6 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss damit erneut mit einem Überschuss von 6,9 Milliarden Euro ab. Im September 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik +2,8 Milliarden Euro betragen, im Oktober 2021 hatte er bei +12,2 Milliarden Euro gelegen. In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Oktober 2022 Waren im Wert von 71,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,0 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber September 2022 sanken die Exporte in die EU-Staaten um 2,4 Prozent, und die Importe aus diesen Staaten um 3,0 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 49,8 Milliarden Euro (-2,9 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 42,9 Milliarden Euro (-5,2 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,6 Milliarden Euro (-1,2 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 20,1 Milliarden Euro (+1,9 Prozent) von dort importiert. In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Oktober Waren im Wert von 62,1 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,6 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber September 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 1,6 Prozent zu und die Importe von dort um 4,3 Prozent ab. Die meisten deutschen Exporte gingen im Oktober 2022 in die Vereinigten Staaten: Dorthin wurden 3,9 Prozent weniger Waren exportiert als im September 2022. Damit nahmen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 13,9 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Volksrepublik China betrugen unverändert zum Vormonat 8,9 Milliarden Euro, die Exporte in das Vereinigte Königreich nahmen um 4,1 Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zu, so die Statistiker weiter. Die meisten Importe kamen im Oktober 2022 aus der Volksrepublik China: Von dort wurden Waren im Wert von 16,9 Milliarden Euro eingeführt, das waren 0,8 Prozent mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 2,7 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 18,3 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro ab. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Oktober gegenüber September um 6,0 Prozent auf 1,0 Milliarden Euro, gegenüber Oktober 2021 nahmen sie um 57,7 Prozent ab. Die Importe aus Russland sanken im Oktober 2022 gegenüber September 2022 um 1,0 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Nominal, also nicht kalender- und saisonbereinigt, wurden im Oktober 2022 Waren im Wert von 133,3 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 128,0 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Im Vergleich zum Vorjahresmonat Oktober 2021 stiegen die Exporte damit um 9,8 Prozent und die Importe um 17,6 Prozent. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss im Oktober 2022 mit einem Überschuss von 5,3 Milliarden Euro ab. Im Oktober 2021 hatte der Saldo +12,5 Milliarden Euro betragen, so das Bundesamt.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

@ dts-nachrichtenagentur.de

Weitere Meldungen

Stimmung unter deutschen Exporteuren verbessert Die Stimmung unter den deutschen Exporteuren hat sich verbessert. (Wirtschaft, 26.01.2023 - 07:51) weiterlesen...

Habeck will Munitionsproduktion für Ukraine ankurbeln Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) rechnet damit, dass für die an die Ukraine gelieferten Waffen mehr Munition hergestellt werden muss. (Wirtschaft, 25.01.2023 - 16:48) weiterlesen...

Bundesregierung rechnet mit stagnierenden Investitionen Die Bundesregierung rechnet in ihrer jüngsten Konjunkturprognose mit stagnierenden Investitionen sowie einem leichten Anstieg der Arbeitslosenquote. (Wirtschaft, 25.01.2023 - 11:33) weiterlesen...

Wüst will Steuersenkungen für Unternehmen Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) fordert Steuersenkungen für Unternehmen. (Wirtschaft, 24.01.2023 - 17:00) weiterlesen...

DGB sieht «mittelfristig» Standortvorteile in Deutschland. Deutschland hätte einen entscheidenden Vorteil gegenüber vielen anderen Ländern, sagt DGB-Chefin Fahimi. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hofft auf unternehmerische Standorttreue im Gegenzug für staatliche Förderungen. (Politik, 23.01.2023 - 15:47) weiterlesen...

DGB: «Ohne Standorttreue keine Standortvorteile». Darunter unter anderem: eine Entwicklung hin zu klimagerechten Produkten. Doch das ist nicht alles. Der Deutsche Gewerkschaftsbund stellt einige Forderungen an Unternehmen für die Zukunft auf. (Wirtschaft, 23.01.2023 - 12:37) weiterlesen...