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GAZPROM, US3682872078

AUGSBURG - In der Diskussion um Konsequenzen nach dem Giftanschlag auf den russischen Oppositionellen Alexej Nawalny ist eine Mehrheit der Deutschen dafür, dass Altkanzler Gerhard Schröder seinen Gazprom -Posten aufgeben sollte.

05.09.2020 - 09:42:30

Umfrage: Mehrheit sieht Schröders Gazprom-Posten kritisch. Laut einer repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey für die "Augsburger Allgemeine" (Samstag) befürworten 53,4 Prozent der Befragten, dass sich der frühere SPD-Vorsitzende wegen des Falls Nawalny zurückzieht, 33,1 Prozent haben eigenen Angaben zufolge kein Problem mit seinem Posten. Der Rest ist demnach unentschieden.

Vier von zehn Befragten (41 Prozent) sind laut Civey gar der Ansicht, dass Schröder "auf jeden Fall" von seinen Posten zurücktreten sollte. Unter Grünen-Anhängern sehen das 69,8 Prozent so, unter Unionswählern sind es 60,2 Prozent. Selbst unter SPD-Anhängern befürworten 51,5 Prozent der Befragten eine Rücktritt des Altkanzler von seiner Tätigkeit für das russische Staatsunternehmen.

Schröder ist Präsident des Verwaltungsrates der Nord Stream 2 AG, bei der der russische Konzern Gazprom formal einziger Anteilseigner ist. Kritiker werfen dem Altkanzler vor, in seiner Position Lobby-Arbeit für den Kreml zu betreiben.

Nach der Vergiftung Nawalnys waren Rufe laut geworden, als Reaktion den Bau der Gasleitung von Russland nach Deutschland zu stoppen.

Die Bundesregierung betrachtet es nach Untersuchungen eines Speziallabors der Bundeswehr als zweifelsfrei belegt, dass der Oppositionelle mit dem militärischen Nervengift Nowitschok vergiftet wurde. Nawalny war am 20. August auf einem Flug in Russland plötzlich ins Koma gefallen und wird derzeit in Deutschland behandelt. Seine Anhänger vermuten Russland hinter dem Nervengiftanschlag. Moskau bestreitet indes eine Verwicklung in den Fall.

@ dpa.de