Indikatoren, Türkei

ANKARA - Die rasante Teuerung in der Türkei infolge der Lira-Krise hat sich zuletzt etwas entspannt.

03.12.2018 - 09:14:24

Türkische Inflation wieder etwas gesunken. Die Verbraucherpreise seien im November gegenüber dem Vorjahresmonat um 21,6 Prozent gestiegen, teilte das nationale Statistikamt am Montag in Ankara mit. Das ist weniger als von vielen Bankvolkswirten erwartet. Im Oktober hatte die Inflation noch erstmals seit gut 15 Jahren über 25 Prozent gelegen.

Trotz des Rückgangs bleibt die Teuerung in der Türkei aber weiter auf vergleichsweise hohem Niveau. Dies ist eine Folge der jüngsten Lira-Krise. Im Sommer hatte die Währung rasant an Wert verloren und sowohl zum Euro als auch zum Dollar Rekordtiefstände erreicht. Ein wichtiger Grund dafür war ein politischer Streit mit den USA um die Inhaftierung des amerikanischen Pastors Andrew Brunson in der Türkei. Der Streit zog auch US-Sanktionen gegen die Türkei nach sich.

Hinzu kamen grundsätzliche Bedenken der Anleger wegen des hohen chronisches Leistungsbilanzdefizits in der Türkei. In das Land werden weit mehr Waren und Dienstleistungen importiert als umgekehrt von dort exportiert werden. Dies muss auf Pump aus dem Ausland finanziert werden. Die Türkei ist also auf das Vertrauen ausländischer Investoren angewiesen.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Lira aber zu wichtigen Währungen wie dem US-Dollar oder dem Euro wieder spürbar erholen können. Ein wichtiger Grund dafür ist die politische Entspannung mit den USA nach der Freilassung Brunsons.

@ dpa.de

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