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JOHNSON & JOHNSON, US4781601046

AMSTERDAM / BERLIN - Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) hat nach einer erneuten Überprüfung grünes Licht für den Corona-Impfstoff des US-Herstellers Johnson & Johnson gegeben.

20.04.2021 - 18:46:26

EU-Behörde gibt erneut grünes Licht für Johnson-Impfstoff. Jedoch könne er tatsächlich in sehr seltenen Fällen Blutgerinnsel auslösen, teilte die EMA am Dienstag in Amsterdam mit. Die Behörde hält aber daran fest, dass die Vorzüge, Covid-19 zu verhindern, höher zu bewerten seien als Risiken von Nebenwirkungen. Das Präparat soll auch in Deutschland eingesetzt werden und die Impfungen beschleunigen - inzwischen ist ein Fünftel der Bundesbürger mindestens ein Mal gegen das Coronavirus geimpft.

hatte es Hirnvenenthrombosen gegeben, vor allem bei jüngeren Frauen. Die Fälle seien bei beiden Impfstoffen sehr ähnlich, stellten die Experten fest. Auch bei Astrazeneca hatte die EMA an ihrer Bewertung festgehalten, dass der Impfstoff sicher sei. Blutgerinnsel waren bei etwa einer Person von 100 000 aufgetreten. In Deutschland soll Astrazeneca in der Regel nur noch ab 60 Jahren eingesetzt werden.

Bundesweit sind Meldedaten zufolge inzwischen 20,2 Prozent der Bevölkerung mindestens ein Mal geimpft, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mit Stand Dienstag (8.00 Uhr) mitteilte. Demnach wurden etwa 16,8 Millionen Menschen ein Mal geimpft, weitere rund 5,6 Millionen haben den vollen Impfschutz mit einer zweiten Dosis bekommen. Zehn der 16 Bundesländer haben bereits die 20-Prozent-Marke bei den Erstimpfungen erreicht. Schlusslicht war Hessen mit 18,3 Prozent.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hob das höhere Impftempo hervor. Im ersten Quartal hätten wegen knapper Impfstoffe nur 10 Prozent der Deutschen erstgeimpft werden können. Die nächsten 10 Prozent hätten nun nur drei Wochen gebraucht. "Anfang Mai wird jeder Vierte mindestens einmal geimpft sein", erklärte Spahn auf Twitter.

Die Impfkampagne in Deutschland hatte Ende vergangenen Jahres begonnen. Zunächst waren Menschen über 80, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen und medizinisches Personal an der Reihe. Unter anderem werden auch chronisch Kranke mit erhöhtem Risiko für einen schweren und tödlichen Verlauf bevorzugt geimpft.

@ dpa.de