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Wasserstoff, Energiewende

In Wasserstoff investieren - was Anleger wissen sollten

26.02.2021 - 19:00:00

2020 war das Durchbruchsjahr für die Wasserstoffwirtschaft. Investitionen in Milliardenhöhe zeigen, wer das Vertrauen der Politik genießt.

 
Quelle: Foto von Alena Koval von Pexels

Wasserstoff könnte mit Blick auf die grüne Energiewende als Energieträger langfristig eine zentrale Rolle einnehmen. Die Bundesregierung plant bis 2050 den Stromanteil aus regenerativen Energiequellen auf 80 % auszubauen. Erst kürzlich gab es vom Bund eine Finanzspritze in Höhe von 9 Milliarden EUR für die Wasserstoffwirtschaft.

Als grüner Energieträger weist Wasserstoff eine Reihe von Vorteilen auf. Zunächst kommt Wasserstoff als erstes Glied des Periodensystems und Element mit der geringsten Atommasse in nahezu unerschöpflichen Mengen auf der Erde vor. Zudem erzeugt Wasserstoff bei der Verbrennung keine Schadstoffe. Lediglich Wasser gelangt bei den Verbrennungsprozessen in die Umwelt. Außerdem ist Wasserstoff leicht zu speichern und zu transportieren.

Das Element kann als mobiler Energieträger, Energiespeicher und für den Energietransport genutzt werden. Die Fähigkeit der Energiespeicherung macht Wasserstoff als Ergänzung zu Solaranlagen und Windrädern attraktiv, um deren witterungsbedingten Schwächephasen auszugleichen. Es lohnt also, sich mit Trading Tipps für Wasserstoff Aktien zu befassen, um ein längerfristiges Engagement an der Börse anzustreben.

Wasserstoff ist die Energiequelle der Zukunft

Integriert in eine Brennstoffzelle bietet sich Wasserstoff als Antriebsmittel für Schiffe, Straßenfahrzeuge und Flugzeuge an. Bekannt ist Wasserstoff bereits als Treibstoffmittel für die Apollo-Mondmissionen sowie für Zeppeline, auch wenn sein Einsatz beim Absturz der Hindenburg 1937 in New York City ein unrühmliches Ende fand.

Ähnlich praktikabel lassen sich Brennstoffzellen in Gebäuden unterbringen. Dort dienen sie der Erzeugung von Energie und Wärme zugleich. Potenziale bietet Wasserstoff auch in der Stahlerzeugung. Die Deutsche Energie Agentur (DEG) geht davon aus, dass sich durch den Ersatz von herkömmlichen Verbrennungsprozessen durch Wasserstoff bis zu 95 % an schadstoffhaltigen Emissionen einsparen lassen.

Risiken und Chancen des Investments

Den gewaltigen Potenzialen von Wasserstoff stehen große Herausforderungen gegenüber. Wasserstoff kommt nämlich ausschließlich in gebundener Form vor und muss vor der Nutzung aus dem Ursprungsstoff herausgelöst werden. Dies geschieht zum Beispiel mithilfe der Elektrolyse und damit durch die elektrische Trennung von Sauerstoff und Wasserstoff.

Eine andere Form der Gewinnung von Wasserstoff ist die Dampfreformierung, die immer dann genutzt werden kann, wenn Wasserstoff in kohlenstoffhaltigen Elementen verborgen liegt. Hier dient die Erhitzung dazu, den Wasserstoff aus dem Trägermaterial zu extrahieren.

Durch den hohen Aufwand, der für die Energienutzung investiert wird, ist Wasserstoff derzeit noch nicht rentabel und ein Zuschussgeschäft. Doch es wird eifrig an neuen Technologien und Herstellungsverfahren geforscht, um die Energiegewinnung durch Wasserstoff effizienter zu gestalten. Ob dies zufriedenstellend gelingt, das ist die große Unbekannte im Investment mit Wasserstoff-Aktien.

Wasserstoff-Aktien bereichern das Depot

2020 war ein Schlüsseljahr für die Wasserstoffbranche. Überall wohin man in dieser Branche schaut, gab es im Corona-Krisenjahr glückliche Gewinner auf der Börse. Die Wirtschaft vertraut offenbar auf die Zukunftsfähigkeit von Wasserstoff als Energiequelle und setzt darauf, dass das in Unmengen vorhandene Material bald auf sparsame Weise nutzbar gemacht werden kann. Steigende Fördermengen für Wasserstoff und staatliche Hilfslieferungen in Milliardenhöhe nähren die Hoffnung auf einen anhaltenden Trend, der zum endgültigen Durchbruch der grünen Energie auf dem Planeten führt.

Wasserstoff-Aktien – führende Unternehmen

Den höchsten Wert besitzen nach einem Blick auf die Wasserstoff-Aktienfonds Ballard Power Systems, Nel Hydrogen und Powercell Sweden. Diese Aktien bieten sich für alle an, die gern auf einem festen Fundament aufbauen. Wem hingegen die Zuwachszahlen wichtiger sind, der geht zu Wasserstoff EFTs wie Plug Power, McPhy Energy und FuelCell Energy, die mit Wachstumsraten um 800 %, 700 % und 600 % für Furore sorgen.

In Wasserstoff investieren

Ein Trend kann ein Anzeichen für ein nachhaltiges Wachstum sein oder auch in einer Blase münden. Aber selbst dann könnte sich das Produkt nach dem Muster des Hype-Zyklus langfristig durchsetzen. So platzte zwar um die Jahrtausendwende die Dotcom-Blase, aber die Digitalisierung setzte sich dennoch in einem atemberaubenden Tempo durch. Risiko gehört also neben einer großen Portion Branchenwissen und Intuition zum Geschäft.

Wissen sollten Anleger schließlich, dass Wasserstoff nicht zwangsläufig grün sein muss. Das ist er nämlich nur, wenn er aus regenerativen Quellen gespeist wird. Wird Strom für die Energiegewinnung aus Kohle- oder Ölkraftwerken genutzt, dann fällt die Energiebilanz negativ aus. Investieren sollten Aktionäre nach dem Durchforsten des Wasserstoff-Aktien-Index also lieber in Unternehmen, die nach dem Vorbild der grünen Energiewende auch wirklich grün sind, denn nur diese Unternehmen werden weiter gefördert und können sich durchsetzen.