Wohnen, Energie

300.000 Einzelanträge sind eingegangen bei der Bafa - und das in nur knapp drei Wochen.

01.09.2022 - 16:13:01

Gebäude - Reform bei Sanierung löst Endspurt auf Fördermittel aus. Im laufenden Jahr sind es weitaus mehr. Die Bearbeitung kann dauern.

und Eni angehören.

"Gründe aktueller Preissteigerungen sind eine gestiegene Nachfrage, knappe Kapazitäten in Raffinerien und logistische Herausforderungen", sagte Willig weiter. Ähnlich sieht das der Experte Manuel Frondel vom RWI Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung: Der Rabatt sei "im Wesentlichen" weitergegeben worden, sagte er - allerdings hätten Sonderfaktoren wie das Niedrigwasser im Rhein seine Wirkung dann wieder geschmälert.

Der ADAC sieht das anders: "In der Gesamtbilanz stellen wir fest, dass die Steuersenkung nicht vollständig beim Verbraucher angekommen ist", sagte Jürgen Albrecht, Spritpreisexperte des Clubs, der Deutschen Presse-Agentur. "Angesichts der niedrigen Besteuerung und des zuletzt niedrigen Ölpreises war das für die Branche schon sehr auskömmlich, das sieht man ja auch an den Quartalszahlen der großen Konzerne und den Rekordmargen der Raffinerien." EN2X hält dagegen: Maßgeblich für die Preisentwicklung an den Tankstellen seien die Großhandelspreise, nicht die Rohölpreise.

Seit Dienstag waren die Ölpreise deutlich gesunken. Donnerstagmittag kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 93,54 US-Dollar. Das waren 2,10 Dollar weniger als am Vortag. Normalerweise bewegen sich Sprit- und Ölpreise relativ ähnlich, doch derzeit sind sie weitgehend entkoppelt. "Autos tanken aber nicht mit Öl. Entscheidend ist der Produktpreis für Benzin", betonte ein Sprecher von EN2X.

Der Ölpreis ist normalerweise der wichtigste Treiber bei den Veränderungen der Spritpreise. Er macht aber nur einen Teil der Kosten an der Zapfsäule aus. Auch die Besteuerung und die Vertriebskosten bestimmen die Kraftstoffpreise.

Allerdings sieht auch das Bundeskartellamt die Preisgestaltung auf dem Treibstoffmarkt sehr kritisch: Es gebe dort nur relativ wenige Unternehmen, und vielfach seien sie vom Bohrloch bis zur Tankstelle aktiv, was ihnen bei der Preissetzung viele Möglichkeiten gebe, sagte Andreas Mundt, Präsident der Wettbewerbsbehörde, am Dienstag. "Wir werden weiter ganz genau hinsehen und darüber informieren, wie sich die Preise entwickeln und was passiert, wenn die Steuerermäßigung zum 1. September wegfällt."

Bereits im März hatte das Kartellamt angekündigt, die Branche insgesamt genauer unter die Lupe zu nehmen - vor allem mit Blick darauf, was zwischen Rohöleinkauf und Tankstellenverkauf passiert. Der ADAC begrüßt das ausdrücklich: "Da brauchen wir dringend mehr Transparenz", sagte Spritpreis-Experte Albrecht.

Trotz deutlich steigender Preise will sich - anders als beim 9-Euro-Ticket - aber kein echter Abschiedsschmerz beim Tankrabatt einstellen. Selbst der ADAC fordert keine Fortsetzung, im Gegenteil. Das wäre in Zeiten knapper Kraftstoffe und guter Gründe fürs Spritsparen das falsche Signal, hieß es.

Branchen wie die Logistik, die unter generell hohen Energiepreisen leiden, weinen dem Rabatt ebenfalls kaum eine Träne nach. "Der Tankrabatt hat uns als Branche nicht weitergeholfen", sagte der Vorstandssprecher beim Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL), Dirk Engelhardt. Die nun wieder steigenden Dieselpreise seien aber natürlich eine zusätzliche Belastung, die für die Unternehmen kaum zu kompensieren sei. "Das wird am Ende der Verbraucher über höhere Preise bezahlen müssen."

@ dpa.de

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