Kerala Backwaters, Reise

Kerala Backwaters: Indiens stille Wasserwelt bei Alappuzha

07.06.2026 - 08:33:12 | ad-hoc-news.de

Zwischen Alappuzha und Kochi entfalten die Kerala Backwaters, Indiens berühmte Lagunenlandschaft, eine stille Welt aus Palmen, Kanälen und Hausbooten – warum sie Reisende aus Deutschland so fasziniert.

Kerala Backwaters, Reise, Indien
Kerala Backwaters, Reise, Indien

Wenn sich die ersten Sonnenstrahlen in den stillen Kanälen spiegeln und ein Hausboot lautlos an Reisfeldern und Palmen vorbeigleitet, entfaltet sich die Magie der Kerala Backwaters (wörtlich: „Rückgewässer von Kerala“). Diese weit verzweigte Wasserwelt bei Alappuzha im Süden von Indien verbindet Dörfer, Lagunen und Seen zu einer Landschaft, die für viele Besucher als Inbegriff tropischer Ruhe gilt.

Kerala Backwaters: Das ikonische Wahrzeichen von Alappuzha

Die Kerala Backwaters sind ein verzweigtes Netz aus Kanälen, Lagunen, Flüssen und Seen entlang der Küste des Bundesstaates Kerala in Südindien, das sich über hunderte Kilometer erstreckt. Häufig wird die Region um Alappuzha, früher auch Alleppey genannt, als „Venedig des Ostens“ beschrieben – allerdings mit Kokospalmen statt Palazzi und Reisfeldern statt Marmorfassaden.

Für Alappuzha sind die Backwaters heute das prägende Wahrzeichen: Die Stadt ist Ausgangspunkt für unzählige Bootstouren, klassische Holz-Hausboote und kleine Motorboote, die tief hinein in die Wasserlandschaft führen. Reisemagazine wie National Geographic und GEO betonen immer wieder, dass gerade dieses Zusammenspiel aus Natur, Wasserwegen und Alltagsleben der Dorfbewohner die Kerala Backwaters zu einem der charakteristischen Reiseziele Südindiens macht. Hausboote gleiten an Waschplätzen vorbei, Kinder fahren mit der Schulbarkasse, Fischer legen Netze aus – Tourismus und traditioneller Alltag verschmelzen zu einer besonderen Szenerie.

Für Reisende aus Deutschland bieten die Kerala Backwaters einen starken Kontrast zu europäischen Flusslandschaften: Statt Burgen oder Fachwerkhäusern dominieren Kokospalmen, Mangroven, Reisfelder und kleine Dörfer mit Backsteinhäusern und Tempeln. Die ruhige Geschwindigkeit der Fortbewegung auf dem Wasser sorgt dabei für ein entschleunigtes Reiseerlebnis, das viele Besucher als Gegenprogramm zu den hektischen Großstädten Indiens empfinden.

Geschichte und Bedeutung von Kerala Backwaters

Die Backwaters sind nicht nur eine malerische Kulisse, sondern seit Jahrhunderten ein funktionierendes Verkehrs- und Ökosystem. Schon lange bevor Straßen und Eisenbahnlinien die Region erreichten, waren Flüsse und Kanäle in Kerala zentrale Verkehrsadern. Historische Quellen und Reiseberichte schildern, dass Waren wie Gewürze, Kokosprodukte, Reis und Holz auf Booten durch die Lagunen transportiert wurden. Kerala war durch seine Küstenlage und die Backwaters eng mit dem Indischen Ozean-Handel verbunden, der Händler aus Arabien, Ostafrika und später Europa anzog.

Aus umweltgeschichtlicher Sicht sind die Backwaters Brackwassergebiete: Hier trifft Süßwasser aus den Flüssen auf das Salzwasser der Arabischen See, getrennt durch schmale Landstreifen und Barriere-Inseln. Einige größere Seen, die zur Backwaters-Landschaft zählen, sind beispielsweise der Vembanad-See, der längste See des Bundesstaats Kerala, und der Ashtamudi-See weiter südlich. Diese Gewässer bilden ein Mosaik aus Süß- und Brackwasserzonen, in denen sich unterschiedliche Pflanzen- und Tierarten angesiedelt haben.

Die Bedeutung der Backwaters für die lokale Bevölkerung zeigt sich auch darin, dass entlang der Kanäle landwirtschaftliche Flächen gewonnen wurden. In einigen Regionen wurden sogenannte „polders“ – eingedeichte, unter Meeresspiegelniveau liegende Reisfelder – angelegt. Ähnlich wie in Teilen der Niederlande wurden Flächen entwässert und mit Deichen geschützt, um fruchtbare Böden für den Reisanbau zu schaffen. Diese Form der Landgewinnung hat die Kulturlandschaft der Backwaters maßgeblich geprägt.

Im 20. Jahrhundert änderte sich die Rolle der Backwaters: Mit dem Ausbau von Straßen und Eisenbahnen verloren sie etwas an Bedeutung für den Gütertransport, gewannen dafür aber zunehmend als touristische Attraktion an Gewicht. Reiseführer wie der Marco Polo oder der ADAC-Reiseführer zu Indien ordnen die Backwaters als eines der klassischen Höhepunkte einer Kerala-Reise ein. Die Region positioniert sich heute offiziell als ruhiges Natur- und Kulturerlebnis im Kontrast zu Metropolen wie Mumbai oder Delhi.

Auch ökologisch sind die Backwaters von hoher Bedeutung. Wissenschaftliche Untersuchungen und Berichte von Umweltorganisationen weisen darauf hin, dass Mangroven und Feuchtgebiete der Backwaters als Kinderstube für Fische dienen und Vögel, Krabben und zahlreiche weitere Arten beherbergen. Gleichzeitig ist die Region sensibel gegenüber Umweltveränderungen wie Wasserverschmutzung, zunehmender Bebauung und Klimawandel. Offizielle Stellen und lokale Initiativen betonen daher immer wieder die Notwendigkeit, Tourismus und Umweltschutz in Einklang zu bringen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Das Bild der Kerala Backwaters wird besonders von den traditionellen Hausbooten geprägt, die lokal als „Kettuvallam“ bezeichnet werden. Ursprünglich handelte es sich dabei um Lastboote, die für den Transport von Reis und anderen Gütern genutzt wurden. Der Name verweist auf die traditionelle Bauweise: „Kettu“ bedeutet in der lokalen Sprache Malayalam sinngemäß „gebunden“ oder „verknotet“, „vallam“ steht für Boot. Die Planken wurden früher ohne Nägel mit Kokosfaserseilen verbunden, abgedichtet mit Naturharzen und Ölen.

Heute sind viele dieser Boote zu komfortablen Hausbooten für Reisende umgebaut worden. Typisch sind hölzerne Aufbauten mit überdachten Decks, offenen Sitzbereichen und Kabinen mit Bad. Die Architektur der Hausboote verbindet traditionelle Bootsform mit modernen Komfortelementen wie Schlafkabinen, Ventilatoren oder Klimaanlagen. Dennoch ist auf vielen Booten die ursprüngliche Holzkonstruktion noch sichtbar, was dem Erlebnis eine authentische Note verleiht. Medienberichte und Reiseberichte betonen regelmäßig, dass eine Fahrt auf einem Kettuvallam für viele Gäste der Höhepunkt eines Aufenthalts an den Kerala Backwaters ist.

Neben den Hausbooten prägen kleinere Boote und Fähren das Bild. Öffentliche Personenfähren fungieren in den Backwaters ähnlich wie Buslinien auf der Straße. Schulboote bringen Kinder morgens zu ihren Schulen am Ufer, während Arbeitsboote Menschen zu Märkten oder Feldern bringen. Die Bootsanleger sind oftmals einfache Plattformen oder Stufen, an denen Menschen Kleidung waschen, Gemüse putzen oder mit Nachbarn sprechen. Für Reisende aus Deutschland entsteht so ein unmittelbarer Einblick in das Alltagsleben in Kerala.

Architektonisch sind entlang der Backwaters einfache Wohnhäuser, Tempel, Kirchen und Moscheen zu finden, die die religiöse Vielfalt Keralas widerspiegeln. Kerala ist bekannt für einen vergleichsweise hohen Bildungsstand, eine lange christliche Tradition und eine Geschichte des friedlichen Zusammenlebens unterschiedlicher Religionsgemeinschaften. Entlang der Wasserwege können Reisende daher hinduistische Schreine mit bunten Götterfiguren, katholische Kirchen mit indigenen und europäischen Elementen sowie Moscheen mit schlichten Minaretten entdecken.

Als besonderes Merkmal gilt zudem die intensive Nutzung der Kokospalmen, die die Ufer säumen. Aus den Fasern werden Seile, Matten und Besen gefertigt, aus dem Holz entstehen tragende Balken, und aus dem Kokosfleisch werden Öl und Kochzutaten gewonnen. Reisereportagen in deutschsprachigen Medien heben immer wieder hervor, wie eng Natur und Alltag an den Backwaters verflochten sind: Kokospalmen liefern Baumaterial, Nahrung und Einkommen, Reisfelder und Fischfang sichern die Ernährung, während gleichzeitig touristische Hausbootfahrten eine zusätzliche Einnahmequelle bieten.

Künstlerisch inspiriert die einzigartige Landschaft seit Jahren Fotograf:innen, Filmemacher und Schriftsteller. Zahlreiche Bildbände und Reisereportagen zeigen die Backwaters in warmem Abendlicht, mit Nebelschwaden am Morgen oder unter dem kräftigen Grün der Regenzeit. Für viele Besucher entsteht auf dem Wasser ein Eindruck von zeitloser Ruhe – auch wenn im Hintergrund die Herausforderungen von Umwelt- und Abfallmanagement ebenso präsent sind wie der Wunsch nach wirtschaftlicher Entwicklung.

Kerala Backwaters besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise: Die Kerala Backwaters erstrecken sich entlang der Küste des Bundesstaats Kerala im Südwesten der Republik Indien, etwa zwischen den Städten Kochi (Cochin) und Kollam. Alappuzha liegt zentral in diesem Gebiet und gilt als wichtiges Eingangstor zu den Lagunen. Für Reisende aus Deutschland bietet sich in der Regel ein Flug über große internationale Drehkreuze wie Frankfurt, München, Berlin oder Düsseldorf nach Kochi an, mit mindestens einem Umstieg, etwa im Nahen Osten oder in einer anderen asiatischen Metropole. Die reine Flugzeit liegt – je nach Route – typischerweise bei rund 10 bis 12 Stunden, zuzüglich Umsteigezeiten. Von Kochi aus ist Alappuzha über die Straße oder per Bahn in einigen Stunden erreichbar. Innerhalb Keralas gibt es neben Taxi- und Chauffeurdiensten auch Bus- und Bahnverbindungen, die die Küstenstädte miteinander verknüpfen.
  • Öffnungszeiten: Die Kerala Backwaters selbst sind ein natürliches Gewässersystem und damit grundsätzlich jederzeit zugänglich. Für touristische Angebote wie Hausbootfahrten, Tagestouren oder öffentliche Bootsverbindungen gelten jedoch jeweils eigene Fahrpläne und Zeiten. Viele Hausboote starten am späten Vormittag und legen am frühen Nachmittag des nächsten Tages wieder an, Tagestouren können vormittags oder nachmittags beginnen. Öffentliche Fähren verkehren oft nach einem festen Fahrplan ähnlich einer Buslinie. Öffnungszeiten und Abfahrtszeiten können je nach Jahreszeit, Wochentag und Anbieter variieren – Reisende sollten diese direkt bei ihrem gewählten Anbieter oder über das örtliche Tourismusbüro in Alappuzha prüfen.
  • Eintritt und Kosten: Der Zugang zur Landschaft der Backwaters ist nicht an einen klassischen Eintritt gebunden. Kosten entstehen vor allem für die Nutzung von Booten oder Hausbooten sowie für eventuelle geführte Touren. Die Preise können je nach Saison, Komfortniveau des Hausbootes, Verpflegung und Reisedauer sehr unterschiedlich ausfallen. Allgemein bewegen sich einfache Ausflugsfahrten pro Person häufig in einem moderaten Bereich, während exklusive private Hausboote deutlich teurer sein können. Da sich Währungskurse und Preisniveaus ändern, sollten Reisende aktuelle Angebote und Preise bei seriösen Anbietern oder Reiseveranstaltern prüfen. Als grobe Orientierung lässt sich sagen, dass für einen Hausbootaufenthalt meist ein Betrag im dreistelligen Bereich pro Nacht in Euro (€) zu erwarten ist, der vor Ort in der indischen Rupie (INR) bezahlt wird oder über internationale Zahlungsmittel abgerechnet wird.
  • Beste Reisezeit: Das Klima in Kerala ist tropisch, mit sehr warmen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit. Besonders bedeutsam ist der Monsun: Der Südwestmonsun bringt in der Regel zwischen etwa Juni und September intensive Regenfälle, die zwar eindrucksvolle Wolkenstimmungen, aber auch starke Niederschläge und kurze Sichtphasen auf den Backwaters bedeuten können. Viele Reiseführer empfehlen daher die Monate von etwa November bis März als besonders angenehm, da dann die Temperaturen etwas moderater sein können und die Regenwahrscheinlichkeit geringer ist. In dieser Zeit ist allerdings auch die Nachfrage nach Hausbooten und Unterkünften höher. Reizvoll, aber schwül-warm sind die Übergangszeiten, in denen die Natur besonders sattgrün erscheint. Für Bootsfahrten bieten sich oft die frühen Morgenstunden und die Zeit vor Sonnenuntergang an, wenn das Licht weich ist und die Temperaturen etwas sinken.
  • Sprache, Kultur und Umgangsformen: Die Amtssprache im Bundesstaat Kerala ist Malayalam. Englisch ist jedoch weit verbreitet, insbesondere im Tourismus, in Hotels und bei Anbietern von Hausbooten. Deutschkenntnisse sind eher selten, einige Reisebüros und Guides in größeren Städten können jedoch auf deutsche Kunden eingestellt sein. Respektvolle Kleidung wird geschätzt: Für Bootsausflüge genügt leichte, luftige Kleidung, die Schultern und Knie eher bedeckt, vor allem beim Besuch von Dörfern oder religiösen Stätten entlang der Route. In Tempeln gelten teils spezifische Kleidungsvorschriften, und das Betreten erfolgt häufig barfuß. Fotografieren ist auf den Booten meist unproblematisch, in Tempeln oder von Personen sollte vorher stets um Erlaubnis gebeten werden.
  • Zahlung und Trinkgeld: In Kerala werden in vielen Hotels und bei etablierten Reiseveranstaltern internationale Kreditkarten akzeptiert, in kleineren Geschäften oder bei individuellen Bootsanbietern ist Bargeld in indischer Rupie (INR) jedoch oft unerlässlich. Geldautomaten finden sich in Alappuzha und größeren Orten, sollten aber nicht als einzige Ressource eingeplant werden. Trinkgeld ist im indischen Tourismus üblich, wird aber nicht so strikt wie in manchen anderen Ländern eingefordert. Für Bootscrews oder Guides wird ein moderater Betrag als Anerkennung der Dienstleistung geschätzt; die Höhe kann je nach Dauer der Tour, Servicequalität und Gruppengröße variieren. Viele Reisende orientieren sich an Empfehlungen von Reiseveranstaltern oder gängigen Praxiswerten, ohne dass starre Prozentsätze wie in einigen westlichen Ländern gelten.
  • Gesundheit und Sicherheit: Für Reisen nach Indien wird grundsätzlich empfohlen, vorab ärztlichen Rat einzuholen und eventuelle Impfempfehlungen zu prüfen. Für deutsche Reisende ist außerhalb Europas eine private Auslandskrankenversicherung mit Rücktransportoption sinnvoll. Die tropische Sonne in Kerala ist intensiv, daher sind Sonnenschutz, Kopfbedeckung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig. Trinkwasser sollte in der Regel nur aus versiegelten Flaschen konsumiert werden. Auf Booten wird meist auf Sicherheit geachtet, doch empfiehlt es sich, auf den Zustand des Bootes und das Vorhandensein von Schwimmwesten zu achten. Bei allen Reisen nach Indien sollten deutsche Staatsbürger die aktuellen Reise- und Sicherheitshinweise sowie Einreisebestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen.
  • Einreisebestimmungen: Für Bürgerinnen und Bürger Deutschlands gelten bei Reisen nach Indien visumspflichtige Regelungen. Häufig wird ein elektronisches Touristenvisum angeboten, das vor der Einreise online beantragt werden muss und für eine begrenzte Aufenthaltsdauer gilt. Da sich Einreisebestimmungen und Visabestimmungen ändern können, sollten deutsche Staatsbürger rechtzeitig vor der Reise die aktuellen Hinweise und Anforderungen beim Auswärtigen Amt und der zuständigen indischen Auslandsvertretung prüfen. Auch pandemiebedingte oder gesundheitliche Auflagen können je nach globaler Lage verändert werden.
  • Zeitzone: Kerala liegt in der indischen Standardzeit (IST), die in der Regel 4,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Zeit (MEZ) und 3,5 Stunden vor Mitteleuropäischer Sommerzeit (MESZ) liegt. Dies bedeutet, dass beispielsweise ein Vormittag auf den Backwaters aus deutscher Sicht häufig bereits in den frühen Morgenstunden oder mitten in der Nacht beginnt. Für die Planung von Anrufen, Online-Buchungen oder Remote-Arbeit ist die Zeitverschiebung zu berücksichtigen.

Warum Kerala Backwaters auf jede Alappuzha-Reise gehört

Die Kerala Backwaters sind für viele Reisende der Inbegriff einer langsamen, intensiven Annäherung an Indien. Während Großstädte wie Mumbai, Bangalore oder Delhi mit Verkehrslärm, Hochhäusern und dichtem Gedränge verbunden werden, öffnen die Backwaters bei Alappuzha eine Welt, in der das Tempo durch die Geschwindigkeit des Bootes bestimmt wird. Dies schafft Raum für Beobachtung und Begegnung, etwa wenn Fischer ihre Netze überprüfen, Kinder von den Uferstufen ins Wasser springen oder Frauen bunte Saris zum Trocknen auslegen.

Reiseführer und Berichte betonen, dass gerade für Gäste aus Mitteleuropa die Backwaters ein angenehmer Einstieg in den Subkontinent sind: Die Region Kerala gilt im Vergleich zu anderen indischen Bundesstaaten als relativ gut organisiert, mit hoher Alphabetisierungsrate und einem Gesundheits- und Bildungswesen, das in vielen Analysen positiv hervorgehoben wird. Viele Menschen sprechen Englisch, und der Tourismus ist ein etablierter Wirtschaftsfaktor, was eine gewisse Infrastruktur mit sich bringt – von Unterkünften aller Kategorien bis hin zu Reisebüros, die Transfers, Hausbootfahrten oder Ayurveda-Aufenthalte kombinieren.

Die Entscheidung, wie man die Backwaters erleben möchte, ist dabei ein zentrales Element der Reiseplanung. Einige Reisende wählen eine klassische Hausbootfahrt mit Übernachtung, bei der an Bord gekocht wird und das Boot über Nacht in einer ruhigen Bucht ankert. Andere entscheiden sich lieber für Tagestouren oder kürzere Ausflüge in kleineren Booten, die schmalere Kanäle befahren können und näher an Dörfer und Reisfelder herankommen. Beide Varianten haben ihren Reiz: Hausboote vermitteln das Gefühl eines schwimmenden Hotels, während kleinere Boote den Fokus stärker auf unmittelbare Eindrücke und Begegnungen legen.

Die Backwaters lassen sich gut mit weiteren Sehenswürdigkeiten in Kerala kombinieren. Städte wie Kochi bieten historische Kolonialarchitektur, Kirchen und Synagogen, während in den Westghats im Hinterland Teeanbaugebiete, Gewürzplantagen und Schutzgebiete für Elefanten und andere Tiere liegen. Viele Indien-Reisende planen daher einige Tage an den Backwaters als Ruhepol im Reiseverlauf ein – etwa nach kulturellen Höhepunkten im Norden (zum Beispiel Rajasthan, Delhi oder Varanasi) oder nach einer Rundreise durch Südindien.

Für Leser:innen aus Deutschland ist auch die Frage nach Nachhaltigkeit und Verantwortungsbewusstsein wichtig. Lokale und internationale Berichte weisen darauf hin, dass Hausboote Energie verbrauchen, Abwässer verursachen können und die empfindliche Wasserlandschaft belasten, wenn sie nicht verantwortungsvoll betrieben werden. Nachhaltiger Tourismus bedeutet hier, Anbieter zu bevorzugen, die auf Umweltstandards achten, Müll trennen, gereinigte Abwässer entsorgen und lokale Arbeitskräfte fair beschäftigen. Wer dies bei der Wahl seines Hausbootes berücksichtigt, hilft, die Schönheit der Backwaters langfristig zu bewahren.

Viele Reisejournalisten und Expert:innen empfehlen außerdem, Zeit abseits der großen Hauptstraßen der Backwaters einzuplanen. Neben bekannten Routen bei Alappuzha gibt es ruhigere Abschnitte, in denen weniger Boote unterwegs sind. Dort können Reisende das leise Plätschern des Wassers, Vogelstimmen und das Rascheln der Palmen im Wind intensiver wahrnehmen. Ob im Rahmen einer geführten Tour oder einer individuellen Planung – die Backwaters entfalten ihre besondere Wirkung vor allem dann, wenn genügend Zeit für Langsamkeit bleibt.

Kerala Backwaters in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In sozialen Netzwerken zählen die Kerala Backwaters seit Jahren zu den am häufigsten geteilten Motiven aus Südindien: Sonnenuntergänge über Palmen, traditionell anmutende Hausboote und sattgrüne Reisfelder dominieren die Bildsprache. Reiseblogger:innen, Fotograf:innen und Videokünstler:innen nutzen Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok, um ganz unterschiedliche Perspektiven zu zeigen – von luxuriösen Hausboot-Interieurs über Drohnenaufnahmen des Labyrinths aus Kanälen bis zu kurzen Clips aus dem Alltag der Dorfbewohner. Für Reisende aus Deutschland können diese Eindrücke eine hilfreiche Ergänzung zur klassischen Reiseplanung und Lektüre von Reiseführern sein, da sie die Stimmung, das Licht und das Tempo auf dem Wasser sehr unmittelbart transportieren.

Häufige Fragen zu Kerala Backwaters

Wo liegen die Kerala Backwaters genau?

Die Kerala Backwaters liegen an der Malabarküste im Südwesten des Bundesstaates Kerala in Indien, zwischen der Küste der Arabischen See und dem Hinterland. Zentraler Ausgangspunkt für viele Bootsfahrten ist die Stadt Alappuzha, doch das Backwaters-System erstreckt sich weit darüber hinaus, unter anderem in Richtung Kochi und Kollam.

Welche Rolle spielen die Kerala Backwaters historisch?

Historisch dienten die Backwaters als wichtige Transportwege für Waren wie Reis, Kokosprodukte und Gewürze, lange bevor ein dichtes Straßennetz existierte. Sie verbanden Dörfer und Städte und waren Teil größerer Handelsnetze, die Kerala mit anderen Regionen Indiens und mit dem Indischen Ozean-Handel verbanden.

Wie können Reisende aus Deutschland die Backwaters am besten erleben?

Reisende aus Deutschland erreichen die Backwaters in der Regel über einen Flug nach Kochi und weiter auf dem Landweg nach Alappuzha. Vor Ort bieten sich unterschiedliche Möglichkeiten: von mehrstündigen Ausflugsfahrten über kleine Boote bis hin zu klassischen Hausbootübernachtungen auf sogenannten Kettuvallam, bei denen auf dem Wasser gekocht und geschlafen wird.

Wann ist die beste Reisezeit für die Kerala Backwaters?

Viele Reiseführer empfehlen die trockeneren Monate von etwa November bis März, wenn Regen und Luftfeuchtigkeit meist geringer sind und Bootsfahrten besonders angenehm sein können. Während des Monsuns von etwa Juni bis September sind die Landschaft und das Licht zwar spektakulär, es muss jedoch mit häufigen und teils intensiven Regenfällen gerechnet werden.

Sind Hausbootfahrten auf den Kerala Backwaters nachhaltig?

Ob eine Hausbootfahrt nachhaltig ist, hängt stark vom jeweiligen Anbieter ab. Umweltbewusste Unternehmen achten auf Abfallmanagement, gereinigte Abwässer, Energieeffizienz und faire Arbeitsbedingungen. Reisende können durch gezielte Auswahl solcher Anbieter dazu beitragen, die empfindliche Wasserlandschaft zu schützen und gleichzeitig die lokale Bevölkerung zu unterstützen.

Mehr zu Kerala Backwaters auf AD HOC NEWS

So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!

<b>So schätzen die Börsenprofis Aktien ein!</b>
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
de | unterhaltung | 69495205 |