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Fußball, EM

Dänemarks Fußballer leben weiter ihren Traum.

03.07.2021 - 21:00:10

Halbfinal-Einzug - Emotionale Reise: Dänemark träumt vom zweiten EM-Triumph. Bei der Europameisterschaft ziehen sie ins Halbfinale ein. Im Viertelfinale war ein Patrik Schick bei Gegner Tschechien zu wenig.

  • Thomas Delaney - Foto: Dan Mullan/Pool Getty/dpa

    D?nemarks Thomas Delaney bejubelt sein Tor zum 0:1. Foto: Dan Mullan/Pool Getty/dpa

  • Schick - Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpa

    Tschechiens Patrik Schick bejubelt sein Tor zum 1:2. Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpa

  • 0:2 - Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpa

    D?nemarks Kasper Dolberg bejubelt sein Tor zum 0:2 mit seinen Mannschaftskollegen. Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpa

  • Zweikampf - Foto: Darko Vojinovic/Pool AP/dpa

    D?nemarks Simon Kjaer (l) und Tschechiens Lukas Masopust k?mpfen um den Ball. Foto: Darko Vojinovic/Pool AP/dpa

  • Jan Boril - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

    Tschechiens Jan Boril (l) und D?nemarks Jens Stryger Larsen k?mpfen um den?Ball. Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

  • Tomas Kalas - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

    Steht die Entt?uschung im Gesicht geschrieben: Tschechiens Tomas Kalas. Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

  • Euphorisch - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

    D?nemarks Spieler feiern nach dem?Spiel mit einigen Fans den Einzug ins EM-Halbfinale. Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

Thomas Delaney - Foto: Dan Mullan/Pool Getty/dpaSchick - Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpa0:2 - Foto: Ozan Kose/Pool AFP/dpaZweikampf - Foto: Darko Vojinovic/Pool AP/dpaJan Boril - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpaTomas Kalas - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpaEuphorisch - Foto: Naomi Baker/Pool Getty/dpa

«Es ist groß, es ist verrückt. Wir hatten ein Ziel: Wir wollten zurück nach Wembley. Aber ich würde lügen, wenn ich jetzt sagen würde, dass uns das reicht», sagte Kapitän Siman Kjaer im dänischen Rundfunk. Tschechiens Schick befand geknickt: «Wenn wir nicht zwei Tore kassieren, hätten wir gewinnen können. Aber das ist Fußball, es geht um Fehler, wir sind raus. Wenn wir zurückschauen, verdienen großen Respekt. Es haben nicht viele Menschen an uns geglaubt, wir haben gezeigt, dass wir mit den ganz Großen mithalten können. Ich bin stolz auf dieses Team.»

In der Neuauflage des EM-Viertelfinals von 2004, das Tschechien seinerzeit mit 3:0 gewonnen hatte, trauten beide Trainer ihren zuletzt angeschlagenen Bundesliga-Profis Vladimir Darida und Yussuf Poulsen nur Joker-Rollen zu. Jaroslav Silhavy setzte seinen etatmäßigen Kapitän Darida von Hertha BSC ebenso nur auf die Bank wie sein dänischer Gegenüber Hjulmand den Leipziger Stürmer Poulsen. Beide hatten sich im Vorfeld der Partie fit gemeldet.

In der schwülen Abendhitze von Baku waren die dänischen Fans auf den Tribünen in der Überzahl. Viele hatte sich den Tag über schon im Park Khagani Garden der Hauptstadt Aserbaidschans warmgefeiert. Der Verband hatte 50 der treuesten Anhänger das Flugticket und die Eintrittskarte für das Viertelfinale spendiert, mehr als 1000 Fans nahmen die weite Reise ans Kaspische Meer auf sich.

Die emotionale Bindung zwischen Anhängern und Mannschaft war während des Turniers durch das Drama um Eriksen, der im ersten Spiel fast gestorben wäre, noch enger geworden. In einem Block mit dänischen Fans hing ein Plakat mit der Aufschrift: «FOR CHRIS10AN». Vor dem Spiel wurde auf dem Rasen wie bei vorigen Partien ein Trikot mit dessen Nummer 10 ausgebreitet.

Die Dänen übernahmen dann auch die Initiative im Spiel, ließen den Ball laufen und erzielten bereits nach fünf Minuten und der ersten, allerdings umstrittenen Ecke das 1:0. Der Delaney kam nach der Hereingabe von Jens Stryger Larsen frei zum Kopfball und versenkte den Ball als Aufsetzer unhaltbar im Tor der Tschechen. In der 17. Minute zischte ein Ball von Delaneys Knie knapp am Pfosten vorbei.

drängen vergeblich auf Ausgleich

Nach gut 20 Minuten hatten auch die Tschechen ihre erste Chance. Dänemarks Torhüter Kasper Schmeichel spielte einen schlechten Pass, der bei Lukas Masopust landete. Dieser bediente Tomas Holes, der aber an dem schnell reagierenden Schmeichel scheiterte. Insgesamt kam Tschechien nach dem Rückstand besser ins Spiel. Allerdings war Schick zu Beginn noch abgemeldet. Die Dänen verlegten sich auf Konter. Bei der dieser Gelegenheiten fiel das 2:0. Der Ex-Bremer Jannik Vestergaard spielte einen Steilpass auf Maehle, der mit dem Außenrist von links in den Strafraum flankte. Dort brauchte Dolberg nur noch den Fuß hinzuhalten.

Die Tschechen drängten nach der Pause auf den Anschlusstreffer. Nachdem Schmeichel noch großartig einen Schuss von Antonin Barak (47.) parierte, war er kurz darauf gegen den Abschluss von Schick zum 1:2 (49.) machtlos, als dieser eine Hereingabe von Vladimir Coufal platziert ins Tor schoss. In der mit zunehmender Spielzeit zerfahrener werdenden Partie hatte der eingewechselte Poulsen in 78. Minute die Chance zur Vorentscheidung, doch Vaclik parierte bravourös. In der Schlussphase verstärkten die Tschechen ihre Ausgleichsanstrengungen, auch Darida durfte aufs Feld. Doch auch die letzten verzweifelten Angriffsversuche bleiben erfolglos - die dänische Party auf der Tribüne konnte starten.

© dpa-infocom, dpa:210703-99-249108/6

@ dpa.de