Blaue Moschee Istanbul, Sultanahmet Camii

Blaue Moschee Istanbul: Sultanahmet Camii magisch erleben

24.05.2026 - 03:59:34 | ad-hoc-news.de

Die Blaue Moschee Istanbul, lokal als Sultanahmet Camii bekannt, ist das leuchtende Herz der Altstadt von Istanbul in der Türkei – ein Ort, an dem osmanische Pracht, Gebet und Tourismus unmittelbar aufeinandertreffen.

Blaue Moschee Istanbul, Sultanahmet Camii, Istanbul
Blaue Moschee Istanbul, Sultanahmet Camii, Istanbul

Wenn sich die Kuppeln der Blauen Moschee Istanbul im warmen Licht über dem Marmarameer abzeichnen und der Ruf des Muezzins über den Sultanahmet-Platz klingt, wird verständlich, warum die Sultanahmet Camii (sinngemäß „Moschee von Sultan Ahmet“) zu den eindrucksvollsten Sakralbauten der Welt zählt. Zwischen dem ehemaligen Kaiserpalast der Byzantiner und der Hagia Sophia steht sie als lebendiges Wahrzeichen, in dem bis heute gebetet, gesungen, gestaunt und fotografiert wird.

Blaue Moschee Istanbul: Das ikonische Wahrzeichen von Istanbul

Die Blaue Moschee Istanbul gehört zu den meistfotografierten Bauwerken der Türkei und ist eines der prägenden Symbole von Istanbul. Ihr offizieller Name, Sultanahmet Camii, erinnert an Sultan Ahmed I., der den monumentalen Bau zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Auftrag gab. Ihren weltberühmten Beinamen verdankt die Moschee den tausenden blau schimmernden Fliesen, die das Innere wie ein schimmerndes Mosaik überziehen.

Für Reisende aus Deutschland ist Sultanahmet einer jener Orte, an dem man in wenigen Schritten von der Antike über Byzanz direkt in die Blütezeit des Osmanischen Reiches springt. Direkt gegenüber liegen der ehemalige Hippodrom-Platz, die Hagia Sophia und der Topkapi-Palast – ein Ensemble, das Kunsthistorikerinnen und Kunsthistoriker immer wieder als „Freilicht-Lehrbuch der Weltgeschichte“ beschreiben. Die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) hebt in ihren Informationen zu Istanbul hervor, dass sich auf engstem Raum kaum irgendwo sonst so viele Epochen konzentrieren.

Die Atmosphäre in der Blauen Moschee Istanbul ist zweigeteilt: Draußen drängen sich Reisegruppen und Selfie-Sticks, Straßenverkäufer bieten Simit und Tee an, drinnen breitet sich – außerhalb der Gebetszeiten – eine überraschende Ruhe aus. Der weiche Teppich dämpft die Schritte, gedämpftes Licht fällt durch farbige Glasfenster, und der Blick verliert sich in Kalligraphien, Blumenornamenten und geometrischen Mustern. Laut Berichten von GEO und National Geographic Deutschland gehört dieses Wechselspiel von Trubel und Stille zu den stärksten Eindrücken eines Istanbul-Aufenthalts.

Geschichte und Bedeutung von Sultanahmet Camii

Die Sultanahmet Camii entstand in einer Phase, in der das Osmanische Reich seine Macht und seinen Anspruch auf Istanbul als Hauptstadt des Islam besonders sichtbar machen wollte. Nach übereinstimmenden Darstellungen des türkischen Kultur- und Tourismusministeriums und der offiziellen Informationsseiten der Stadt Istanbul wurde die Moschee unter Sultan Ahmed I. zwischen 1609 und 1616 errichtet, also rund 250 Jahre vor der Reichsgründung in Deutschland im Jahr 1871.

Ahmed I. war bei Baubeginn etwa 19 Jahre alt. Anders als viele seiner Vorgänger hatte er zu diesem Zeitpunkt keinen großen militärischen Sieg vorzuweisen. Stattdessen suchte er – wie Historikerinnen unter anderem in Beiträgen der Deutschen Welle und von BBC Türkçe hervorheben – durch ein religiöses Monument Legitimation. Der Bau einer neuen kaiserlichen Moschee gegenüber der Hagia Sophia, die jahrhundertelang als wichtigste Kirche des Byzantinischen Reiches gegolten hatte, war ein machtpolitisches Statement: Das osmanische Istanbul sollte ein unübersehbares islamisches Zentrum sein.

Die Blaue Moschee Istanbul wurde zum letzten großen Sakralbau der klassischen osmanischen Architektur. Während frühere monumentale Moscheen, wie die Süleymaniye-Moschee, eng mit dem Stararchitekten Mimar Sinan verbunden sind, wird bei Sultanahmet häufig dessen Schüler Mehmed A?a als verantwortlicher Architekt genannt. Offizielle türkische Quellen und UNESCO-nahe Publikationen verweisen darauf, dass Mehmed A?a Sinans Tradition fortführte, aber stärker mit Licht und Raumwirkung experimentierte.

Religiös hat Sultanahmet bis heute hohe Bedeutung. Es handelt sich um eine aktive Freitagsmoschee, in der während der fünf täglichen Gebetszeiten (Salat) Hunderte Gläubige zusammenkommen. Während des islamischen Fastenmonats Ramadan ist die Moschee, wie Medienberichte von TRT und Anadolu Agency schildern, besonders belebt: Nach Sonnenuntergang füllen Familien den Platz, Imame rezitieren, und zwischen den Minaretten werden traditionelle Leuchtschriften (Mahya) gespannt, die religiöse Botschaften in den Nachthimmel schreiben.

Auch politisch-gesellschaftlich wurde dem Bauwerk immer wieder Aufmerksamkeit zuteil. Offizielle Staatsbesuche – etwa von Bundespräsidenten oder anderen internationalen Staatsoberhäuptern – beinhalten häufig einen symbolischen Besuch der Blauen Moschee Istanbul, was ihre Rolle als repräsentatives Aushängeschild der Türkei unterstreicht. Gleichzeitig wird sie von türkischen Behörden als Ort des interkulturellen Dialogs positioniert: Informationsschilder und ehrenamtliche Guides erklären Nichtmuslimen Abläufe und Bedeutung der Gebete und tragen dazu bei, Barrieren abzubauen.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Auf den ersten Blick ähnelt die Silhouette der Blauen Moschee Istanbul einer Welle aus übereinander gestaffelten Halbkugeln. Die große zentrale Kuppel, flankiert von vier Halbkuppeln und mehreren kleineren Nebenkuppeln, bildet ein abgestuftes Dach, das sich zur Stadt hin öffnet. Kunsthistoriker verweisen, etwa in Beiträgen des Istanbuler Museums für türkische und islamische Kunst, darauf, dass diese Struktur bewusst auf byzantinische Vorbilder wie die Hagia Sophia anspielt und sie zugleich weiterentwickelt.

Eines der markantesten Merkmale sind die sechs Minarette. Während die meisten osmanischen Moscheen bis dahin zwei oder vier Minarette hatten, erhielt die Sultanahmet Camii sechs schlanke Türme. Zeitgenössische Chronisten, auf die unter anderem die türkische Generaldirektion für Stiftungen (Vak?flar Genel Müdürlü?ü) Bezug nimmt, berichten von Diskussionen darüber, ob sechs Minarette zu kühn seien, weil die Heilige Moschee in Mekka ebenfalls sechs Minarette besaß. Überlieferungen zufolge wurde das Problem gelöst, indem in Mekka ein siebtes Minarett errichtet wurde – eine Geschichte, die den besonderen Status von Sultanahmet unterstreicht.

Das Innere der Moschee ist geprägt von über 20.000 handgefertigten Keramikfliesen aus ?znik, einer Stadt südlich von Istanbul, die im 16. und 17. Jahrhundert ein Zentrum der osmanischen Keramikproduktion war. Seriöse Kunstpublikationen wie das „ADAC Reisemagazin Istanbul“ und GEO Epoche betonen, dass die Qualität dieser Fliesen – mit feinen Mustern in Kobaltblau, Türkis, Grün und Rot – bis heute Maßstäbe setzt. Blumenmotive wie Tulpen, Nelken und Lilien dominieren, ergänzt durch Ranken und abstrakte Ornamente.

Der Name „Blaue Moschee“ geht allerdings nicht nur auf die Fliesen zurück, sondern auch auf die Lichtstimmung. Hunderte Fenster in den oberen Bereichen lassen Tageslicht in Blau- und Goldtönen herein. Früher hingen im Inneren unzählige Öllampen, deren Ruß sorgfältig gesammelt wurde, um hochwertige Tinte herzustellen – ein Detail, das in Ausstellungen über osmanische Alltagskultur, etwa im Topkapi-Palast, immer wieder erwähnt wird.

Ein weiteres zentrales Stilelement der Sultanahmet Camii ist die reiche Kalligraphie. Zitate aus dem Koran, die Namen Allahs, des Propheten und der ersten vier Kalifen ziehen sich in kunstvoll geschwungenen Schriftbändern über die Wände. Experten für islamische Kalligraphie, wie sie in Publikationen des Istanbuler Forschungsinstituts für islamische Kunst zu Wort kommen, sehen in diesen Schriftzügen einen Höhepunkt der sogenannten Thuluth-Schrift, die schwungvolles Ornament und Lesbarkeit verbindet.

Architektonisch ist der Innenraum so gestaltet, dass die Gemeinschaft im Vordergrund steht. Die Säulen tragen die Kuppel, ohne den Gebetsraum zu sehr zu unterteilen, und der mihrab – die Gebetsnische, die auf Mekka weist – ist aus feinem Marmor gearbeitet und reich verziert. Die Kanzel (minbar), von der aus die Freitagspredigt gehalten wird, ist schlank und hoch, sodass der Imam gut sichtbar ist. Laut dem Reiseführer „Merian Istanbul“ beeindruckt besonders das Gefühl von Weite: Trotz der reichen Dekoration bleibt der Raum klar und geordnet.

Die Anlage umfasst nicht nur die Moschee selbst, sondern auch Nebengebäude wie eine Madrasa (Koranschule), eine ehemalige Armenküche und das Mausoleum von Sultan Ahmed I. All dies war typisch für osmanische Külliye-Komplexe, also multifunktionale Bauensembles, die religiöse, soziale und bildungsbezogene Aufgaben vereinten. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland ist es hilfreich zu wissen, dass die Moschee damit historisch nicht nur ein Ort des Gebets, sondern auch ein soziales Zentrum war – vergleichbar mit der Rolle großer Klöster oder Stiftskirchen im mittelalterlichen Europa.

Blaue Moschee Istanbul besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Die Blaue Moschee Istanbul liegt im Stadtteil Sultanahmet auf der europäischen Seite Istanbuls, im historischen Zentrum der Stadt. Vom Flughafen Istanbul (IST) aus beträgt die Fahrzeit mit Taxi oder Shuttle je nach Verkehrslage etwa 45 bis 70 Minuten. Vom früheren Flughafen Sabiha Gökçen (SAW) auf der asiatischen Seite muss mit etwa 60 bis 90 Minuten gerechnet werden. Reisende aus Deutschland erreichen Istanbul von Flughäfen wie Frankfurt, München, Berlin, Düsseldorf oder Hamburg in der Regel mit Direktflügen in rund 2,5 bis 3 Stunden Flugzeit; große Linienfluggesellschaften und türkische Airlines bieten ganzjährige Verbindungen an. Für eine klimafreundlichere Anreise ist die Kombination aus Fernzug (z. B. via Wien, Budapest oder Bukarest) und anschließenden Regionalzügen und Bussen eine Möglichkeit, bleibt aber deutlich zeitintensiver.
  • Öffentlicher Nahverkehr in Istanbul
    Innerhalb der Stadt empfiehlt sich die Nutzung der Straßenbahnlinie T1, die wichtige Sehenswürdigkeiten verbindet. Die Haltestelle „Sultanahmet“ liegt nur wenige Gehminuten von der Blauen Moschee entfernt. Alternativ sind Taxen verbreitet, wobei offizieller Taxi-Beschilderung und Taxameter-Nutzung Beachtung geschenkt werden sollte. Istanbuls Verkehr kann sehr dicht sein; für den Besuch der Moschee lohnt es sich, etwas Pufferzeit einzuplanen.
  • Öffnungszeiten
    Die Blaue Moschee Istanbul ist als aktives Gotteshaus täglich zugänglich, jedoch mit Einschränkungen während der muslimischen Gebetszeiten. In dieser Zeit ist der Innenraum für Touristinnen und Touristen geschlossen, damit die Gläubigen ungestört beten können. Die offizielle Verwaltung der Moschee und der Istanbuler Tourismusverband weisen ausdrücklich darauf hin, dass sich Öffnungszeiten je nach Jahreszeit, Gebetszeiten und besonderen religiösen Feiertagen (z. B. Ramadan, Opferfest) ändern können. Aktuelle Informationen sollten daher unmittelbar vor dem Besuch direkt auf den offiziellen Seiten der Moschee oder bei der Tourismusinformation Istanbuls geprüft werden.
  • Eintritt
    Nach übereinstimmenden Informationen offizieller Stellen und deutscher Reiseführer ist der Eintritt in die Blaue Moschee Istanbul grundsätzlich kostenlos, da es sich um einen Ort des Gebets handelt. Spenden sind allerdings willkommen und helfen, Unterhalt und Restaurierungen zu finanzieren. Manche Angebote wie Führungen können kostenpflichtig sein; Preise variieren und sollten vor Ort oder auf offiziellen Kanälen geprüft werden. Da sich Gebühren und Regeln ändern können, ist eine tagesaktuelle Prüfung empfehlenswert.
  • Beste Reisezeit und beste Tageszeit
    Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland gelten Frühling (April bis Juni) und Herbst (September bis Anfang November) aufgrund milder Temperaturen häufig als angenehmste Reisezeiten für Istanbul. Sommermonate können mit Temperaturen über 30 °C und hoher Luftfeuchtigkeit anstrengend sein, während Wintertage teils kühl und regnerisch sind. Für den Besuch der Blauen Moschee bieten sich frühe Morgenstunden oder der späte Nachmittag an, wenn die meisten Tagesgruppen schon weitergereist sind. Kurz vor Sonnenuntergang bietet sich zudem ein eindrucksvolles Lichtspiel über den Kuppeln – ein Moment, den viele Reisefotografinnen und -fotografen hervorheben.
  • Kleiderordnung und Verhalten
    Als aktive Moschee bittet Sultanahmet Besucherinnen und Besucher um respektvolle Kleidung. Schultern und Knie sollten bedeckt sein; für Frauen wird das Tragen eines Kopftuches im Gebetsraum erwartet. Vor dem Betreten sind Schuhe auszuziehen und in dafür vorgesehenen Regalen oder Tüten zu verstauen. Die Verwaltung der Moschee stellt nach Angaben von Tourismusinformationen bei Bedarf Tücher und Umhänge zur Verfügung, dennoch ist es ratsam, eigene Bekleidung mitzubringen. Laut Hinweisen des Istanbuler Tourismusverbands sollten laute Gespräche, Telefonate im Innenraum und das Betreten abgesperrter Gebetsbereiche vermieden werden.
  • Fotografie
    Fotografieren ist in der Regel erlaubt, solange Gläubige nicht im Gebet gestört oder ohne Erlaubnis im Nahporträt aufgenommen werden. Während der Gebetszeiten ist Zurückhaltung geboten. Stative oder umfangreiche Fotoausrüstung können je nach Andrang unerwünscht sein; Hinweise vor Ort sind zu beachten. Reiseführer wie Marco Polo und Merian empfehlen, beim Fotografieren auf die eigene Position zu achten, um Durchgänge und Gebetswege nicht zu blockieren.
  • Sprache und Verständigung
    Die Amtssprache in der Türkei ist Türkisch. In Istanbul, insbesondere in touristischen Gebieten wie Sultanahmet, wird von vielen Menschen Englisch gesprochen, teilweise auch Deutsch – insbesondere von Dienstleistern, die häufig mit deutschsprachigen Gästen arbeiten. Für den Grundbedarf reichen Englischkenntnisse in der Regel aus. Einfache türkische Höflichkeitsfloskeln („Merhaba“ für „Hallo“, „Te?ekkürler“ für „Danke“) werden von Gastgebern positiv aufgenommen.
  • Zahlung, Währung und Trinkgeld
    Die Landeswährung ist die Türkische Lira (TRY). In vielen Hotels, größeren Restaurants und Geschäften werden internationale Kreditkarten akzeptiert, während kleinere Läden, Imbisse oder Basarstände häufig Bargeld bevorzugen. Geldautomaten sind in Sultanahmet verbreitet; Gebühren und Wechselkurse können je nach Bank variieren. In der Türkei ist Trinkgeld üblich: In Restaurants werden oft etwa 5 bis 10 % des Rechnungsbetrags gegeben, sofern kein Servicezuschlag enthalten ist. Für kleinere Dienstleistungen wie Gepäckservice oder Taxifahrten sind aufgerundete Beträge üblich. In der Moschee selbst werden, wie erwähnt, Spendenboxen bereitgehalten; eine Verpflichtung besteht nicht.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheit
    Die Türkei ist kein EU-Mitgliedsstaat. Deutsche Staatsbürger sollten vor der Reise die aktuellen Einreise- und Visabestimmungen beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen, da sich Regelungen ändern können. Für Kurzaufenthalte gelten je nach politischer Lage unterschiedliche Bestimmungen, etwa zur Dokumentengültigkeit oder zu elektronischen Registrierungen. Bei Reisen in die Türkei ist eine Auslandskrankenversicherung sinnvoll, da die deutsche gesetzliche Krankenversicherung in Nicht-EU-Staaten oft nur eingeschränkt leistet. Impfempfehlungen und Hinweise zur medizinischen Versorgung sollten vorab mit Hausärztinnen und Hausärzten oder dem Auswärtigen Amt abgeglichen werden.
  • Zeitverschiebung
    Die Türkei verwendet ganzjährig eine Zeitzone, die der Mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) entspricht. Im Winter besteht dadurch in der Regel eine Zeitverschiebung von +1 Stunde gegenüber der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ). Für die Planung von Flügen, Transfers und Besuchen der Blauen Moschee Istanbul ist es sinnvoll, die jeweils aktuelle Zeitdifferenz zu berücksichtigen.

Warum Sultanahmet Camii auf jede Istanbul-Reise gehört

Die Blaue Moschee Istanbul ist mehr als ein eindrucksvolles Fotomotiv: Sie vermittelt ein Gefühl dafür, wie sich Geschichte, Glaube und Alltagsleben in Istanbul überschneiden. Während Besucherinnen und Besucher den filigran gemusterten Teppich betreten, sitzen neben ihnen gläubige Menschen, die sich auf das Gebet vorbereiten, Kinder flüstern, ältere Männer lesen Koransuren. Diese Koexistenz von religiöser Praxis und neugieriger Weltöffentlichkeit ist charakteristisch für Sultanahmet.

Für Reisende aus Deutschland bietet ein Besuch zudem die Möglichkeit, islamische Architektur und Ritualpraxis aus nächster Nähe kennenzulernen – in einem Rahmen, der bewusst auf Verständigung setzt. Die offizielle Verwaltung der Moschee hat in Zusammenarbeit mit städtischen Behörden Informationsmaterial in mehreren Sprachen bereitgestellt, das auf Respekt und gegenseitige Rücksichtnahme hinweist. Viele Reiseführer, darunter Publikationen von ADAC und Marco Polo, empfehlen ausdrücklich, neben der Besichtigung auch einige Minuten stillen Beobachtens einzuplanen.

Rund um die Blaue Moschee Istanbul lässt sich ein ganzer Tag gestalten: Direkt gegenüber liegt der große Sultanahmet-Platz auf dem Gelände des antiken Hippodroms, wo einst Wagenrennen stattfanden. Wenige Gehminuten weiter öffnet sich das Innere der Hagia Sophia, die über Jahrhunderte Kirche, später Moschee, dann Museum war und heute wieder als Moschee genutzt wird. Der Topkapi-Palast auf der nahe gelegenen Halbinsel berichtet von den Sultansdynastien. Für viele Besucherinnen und Besucher entsteht so ein dichtes Panorama, das von der Spätantike bis in die Moderne reicht.

Auch kulinarisch ist die Umgebung attraktiv: Zahlreiche Lokale bieten türkische Küche, von einfachen Lokantas mit hausgemachten Eintöpfen über Fischrestaurants bis zu modernen Cafés mit Blick auf die Kuppeln. Reiseführer empfehlen, Pausen einzuplanen, um die Vielzahl der Eindrücke zu verarbeiten. Wer etwas abseits der Hauptachsen in die Seitenstraßen einbiegt, entdeckt oft ruhigere Ecken mit traditionellen Teehäusern.

Nicht zuletzt ist die Blaue Moschee Istanbul ein emotionales Highlight. Viele Reisende berichten in Artikeln der Süddeutschen Zeitung, der ZEIT oder der NZZ von dem Moment, wenn sie bei Dämmerung auf der Treppe der Moschee stehen, der Ruf zum Abendgebet ertönt und sich gleichzeitig auf der anderen Seite des Platzes die Lichter der Hagia Sophia entzünden. Diese Szene – zwei monumentale Sakralbauten, getrennt von einem Platz, verbunden durch Klang und Licht – bleibt vielen als Inbegriff Istanbuls im Gedächtnis.

Blaue Moschee Istanbul in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien gehört die Blaue Moschee Istanbul seit Jahren zu den beliebtesten Motiven der Stadt. Plattformen wie Instagram, YouTube oder TikTok zeigen unzählige Perspektiven: Drohnenaufnahmen über den Kuppeln, Zeitraffer vom Sonnenuntergang, stille Innenraumszenen mit mosaikartigem Licht. Für Reisende aus Deutschland können diese Eindrücke Inspiration und praktische Hilfe zugleich sein, etwa um sich auf die Atmosphäre, die Kleiderordnung oder typische Besucherströme einzustellen.

Häufige Fragen zu Blaue Moschee Istanbul

Wo genau liegt die Blaue Moschee Istanbul?

Die Blaue Moschee Istanbul befindet sich im Stadtviertel Sultanahmet auf der historischen Halbinsel Istanbuls, auf der europäischen Seite der Stadt. Sie liegt unmittelbar am Sultanahmet-Platz, nur wenige Schritte von der Hagia Sophia und in Gehweite zum Topkapi-Palast. Die nächste Straßenbahnhaltestelle ist „Sultanahmet“ an der Linie T1, die viele wichtige Sehenswürdigkeiten verbindet.

Warum heißt Sultanahmet Camii im Deutschen „Blaue Moschee“?

Der Spitzname „Blaue Moschee“ leitet sich von den zehntausenden Keramikfliesen im Innenraum ab, die vor allem in Blautönen gehalten sind. Diese ?znik-Fliesen schmücken die Wände und Säulen mit floralen und geometrischen Mustern, sodass sich bei Tageslicht eine charakteristische blau-goldene Lichtstimmung ergibt. Im Türkischen wird die Moschee nach ihrem Stifter Sultan Ahmed I. „Sultanahmet Camii“ genannt.

Ist der Besuch der Blauen Moschee Istanbul kostenlos?

Ja, der Zugang zur Blauen Moschee Istanbul ist als Ort des Gebets grundsätzlich kostenlos. Es gibt jedoch Spendenboxen, und freiwillige Beiträge sind willkommen, um Unterhalt und Restaurierungen zu unterstützen. Führungen oder kombinierte Angebote mit anderen Sehenswürdigkeiten können kostenpflichtig sein. Da sich Regelungen ändern können, empfiehlt sich ein Blick auf aktuelle offizielle Informationen kurz vor dem Besuch.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch der Sultanahmet Camii?

Angenehm sind in der Regel die Monate April bis Juni sowie September bis Anfang November, wenn die Temperaturen mild sind und Istanbul weniger von sommerlicher Hitze geprägt ist. Für den Tagesverlauf empfehlen viele Reiseführer die frühen Morgenstunden oder den späten Nachmittag, wenn Tourgruppen seltener sind. Während der Gebetszeiten ist der Innenraum für Besucherinnen und Besucher gesperrt, daher lohnt sich ein Blick auf die Gebetszeitenpläne der Moschee.

Welche Regeln sollten Nichtmuslime in der Blauen Moschee beachten?

Nichtmuslimische Gäste sind ausdrücklich willkommen, werden aber gebeten, sich respektvoll zu verhalten. Dazu zählen angemessene Kleidung (Schultern und Knie bedeckt, Kopftuch für Frauen im Gebetsraum), das Ausziehen der Schuhe vor dem Betreten, leises Verhalten und das Unterlassen von Fotografien, die betende Personen stören könnten. Während der Gebetszeiten ist der touristische Zutritt eingeschränkt, damit die Gläubigen ungestört beten können.

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