Big Ben London, London

Big Ben London: Das Herzschlag-Wahrzeichen an der Themse

05.06.2026 - 05:46:45 | ad-hoc-news.de

Big Ben London steht wie kaum ein anderes Wahrzeichen für London und das Vereinigte Königreich. Warum der berühmte Glockenturm Reisende aus Deutschland bis heute fasziniert – und was Sie vor Ort unbedingt wissen sollten.

Big Ben London, London, Reise
Big Ben London, London, Reise

Wenn sich über Westminster der Himmel öffnet und der Klang einer schweren Glocke über die Themse trägt, wissen selbst Erstbesucher sofort: Das ist Big Ben London, der sprichwörtliche Herzschlag der britischen Hauptstadt. Der Name Big Ben – wörtlich „große Ben-Glocke“ – steht längst nicht mehr nur für die Glocke, sondern für einen ganzen Turm, eine Silhouette und ein Gefühl von London, das weltweit wiedererkannt wird.

Big Ben London: Das ikonische Wahrzeichen von London

Kaum ein anderes Bauwerk ist so eng mit London verbunden wie Big Ben London. Die markante Turmuhr am Palace of Westminster, dem britischen Parlamentsgebäude, erhebt sich über das Ufer der Themse und ist auf zahllosen Postkarten, Filmen und Instagram-Fotos präsent. Für viele Reisende aus Deutschland ist der Anblick des Turms der Moment, in dem sich der abstrakte Begriff „London“ in eine konkrete Szene verwandelt: rote Doppeldeckerbusse, die vorbeiziehen, das leise Rauschen der Themse, dazu das kräftige Schlagen der Glocke.

Architektonisch gehört der Turm zum neugotischen Ensemble des Palace of Westminster, das im 19. Jahrhundert nach einem verheerenden Brand neu errichtet wurde. Die offizielle Bezeichnung des Turms lautet heute „Elizabeth Tower“, benannt zu Ehren von Queen Elizabeth II. anlässlich ihres 60. Thronjubiläums im Jahr 2012. Dennoch hat sich im Alltag der umgangssprachliche Name Big Ben durchgesetzt – ein Zeichen dafür, wie sehr dieses Wahrzeichen im kollektiven Gedächtnis verankert ist.

Für deutsche Besucherinnen und Besucher ist Big Ben London vergleichbar mit einer Mischung aus Kölner Dom und Brandenburger Tor: ein unverwechselbares Symbol, das Geschichte, Politik und Stadtbild verbindet. Gleichzeitig steht der Glockenturm für die britische Tradition genauer Zeitmessung und geordneten Parlamentsbetriebs – vom BBC-Zeitzeichen bis zu Fernsehbildern bei politischen Entscheidungen.

Geschichte und Bedeutung von Big Ben

Die Geschichte von Big Ben beginnt mit einer Katastrophe: 1834 wurde der alte Palace of Westminster durch einen Großbrand weitgehend zerstört. In der Folge entstand ein umfassender Neubau im neugotischen Stil, entworfen vom Architekten Charles Barry mit entscheidenden Beiträgen des Architekturteoretikers Augustus Welby Northmore Pugin. Teil dieses neuen Parlamentskomplexes war ein monumentaler Uhrturm an der Nordostecke des Gebäudes, der heutige Elizabeth Tower mit der berühmten Glocke Big Ben.

Die Turmuhr wurde Mitte des 19. Jahrhunderts installiert, und der komplette Turm wurde in den 1850er-Jahren fertiggestellt. Die große Glocke Big Ben selbst begann im Jahr 1859 zu schlagen, was oft als „Geburtsjahr“ des Wahrzeichens angegeben wird. Die Glocke, die mehr als 13 Tonnen wiegt, ersetzte eine zuvor gesprungene erste Glocke und setzte den Maßstab für den charakteristischen Klang, der heute mit dem Turm verbunden ist.

Der Name „Big Ben“ geht ursprünglich ausschließlich auf die große Glocke im Inneren des Turms zurück. Wer genau dem Glockenturm seinen Spitznamen gab, ist historisch nicht eindeutig belegt. In der Forschung werden häufig zwei Erklärungen genannt: Zum einen der britische Politiker und damalige First Commissioner of Works Sir Benjamin Hall, dessen Name bei der Installation der Glocke im Parlament fiel, zum anderen der bekannte Boxer Benjamin Caunt, der im 19. Jahrhundert als „Big Ben“ bekannt war. Sicher ist lediglich, dass sich der Spitzname rasch verbreitete und schließlich auf den ganzen Turm übertragen wurde.

Politisch und kulturell wurde Big Ben London zu einem Symbol britischer Beständigkeit. Während des Zweiten Weltkriegs überstand der Turm die Luftangriffe der deutschen Luftwaffe, die große Teile Londons zerstörten. Die Glockenschläge von Big Ben wurden in dieser Zeit im britischen Radio übertragen und galten vielen Menschen als Zeichen der Widerstandskraft. Auch Jahrzehnte später nutzt die BBC die Schläge von Big Ben, etwa zum Jahreswechsel oder bei bedeutenden Staatsereignissen, als akustische Klammer für ihre Berichterstattung.

2012 erhielt der Turm offiziell den Namen „Elizabeth Tower“, um das diamantenen Thronjubiläum von Queen Elizabeth II. zu würdigen. Dieser Schritt wurde vom britischen Parlament beschlossen und spiegelt die Rolle der Monarchin in der modernen Verfassungsgeschichte wider. Im Alltag und im internationalen Tourismus ist die Bezeichnung Big Ben jedoch weiterhin üblich, was sich in Reisebroschüren, Stadtführern und internationalen Medien widerspiegelt.

In jüngerer Zeit prägten vor allem umfangreiche Restaurierungsarbeiten die Wahrnehmung des Wahrzeichens. Mehrere Jahre lang war der Turm eingerüstet, die Glockenschläge wurden weitgehend ausgesetzt, um die Sanierung zu ermöglichen. Nach und nach kehrte Big Ben mit restaurierter Fassade, erneuerten Uhrwerken und einer überarbeiteten Beleuchtung wieder in den Alltag Londons und in den Blick der Reisenden zurück. Für Besucherinnen und Besucher aus Deutschland bedeutet das: Der Turm präsentiert sich heute in einer optisch besonders klaren und gepflegten Form.

Architektur, Kunst und besondere Merkmale

Architektonisch ist Big Ben London ein Musterbeispiel der neugotischen Architektur des 19. Jahrhunderts, wie sie in Großbritannien auch an vielen Kirchen und Universitätsgebäuden zu finden ist. Der Turm schließt sich an den Palace of Westminster an, der als Sitz des britischen Parlaments dient und zusammen mit Westminster Abbey und Saint Margaret’s Church zum UNESCO-Welterbe gehört. Big Ben selbst ist zwar nicht eigenständig als Welterbe eingetragen, doch der Turm ist untrennbarer Teil dieses geschützten Ensembles.

Der Elizabeth Tower ragt über 90 m in die Höhe und ist damit deutlich höher als viele Kirchtürme in Deutschland, aber niedriger als moderne Fernsehtürme. In seiner vertikalen Gliederung folgen mehrere übereinander gestaffelte Abschnitte: ein massiver Sockel, hohe Mauerflächen mit Spitzbogenfenstern, darüber der Uhrengeschossbereich und zum Abschluss eine filigran gestaltete Turmspitze mit gusseisernen Verzierungen. Charakteristisch sind die vertikalen Fialen und die fein ausgearbeiteten Maßwerkdetails, die dem Turm trotz seiner Massivität eine gewisse Leichtigkeit verleihen.

Das Herzstück von Big Ben London sind die vier Uhrblätter, die nach außen gerichtet sind und sich über dem Parlament erheben. Jedes Zifferblatt hat einen Durchmesser von rund 7 m. Die Zeiger und das Zifferblatt sind reich verziert, wobei Glasflächen und filigrane Metallstrukturen harmonisch zusammenwirken. Besonders abends, wenn die Uhr von innen beleuchtet ist, wirkt der Turm wie eine leuchtende Laterne über der Themse. Für deutsche Besucher, die etwa den Kölner Dom oder das Neue Rathaus in München kennen, bietet der Uhrenbereich ein vertrautes Element: eine monumentale Uhr als städtebaulicher Fixpunkt.

Im Inneren des Turms führt ein enges Treppenhaus mit Hunderten von Stufen nach oben. Die Mechanik der Turmuhr ist ein Meisterwerk viktorianischer Ingenieurskunst. Die Konstrukteure setzten auf ein Pendel und spezielle Mechanismen, um die Uhrzeit besonders genau zu halten, was in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine erhebliche technische Herausforderung darstellte. Bis heute wird die Feinjustierung der Uhr teilweise über kleine Gewichte vorgenommen, die auf das Pendel gelegt oder entfernt werden – ein detailverliebter Hinweis darauf, dass Präzision in London wortwörtlich ausbalanciert wird.

Die große Glocke Big Ben selbst ist aus Bronze und wiegt mehr als 13 Tonnen. Ihr charakteristischer Klang entsteht durch die besondere Form und die Schlagfolge. In festen Abständen gibt sie den vollen Stundenschlag, während kleinere Glocken die Viertelstunden den typischen „Westminster Chimes“ folgend markieren. Viele deutsche Reisende kennen diesen Klang bereits aus Medienberichten oder aus Filmszenen, bevor sie ihn vor Ort erstmals live hören. Die Erfahrung, wenn der tiefe Ton sich entlang der Themse ausbreitet, ist ein Moment, den viele als Gänsehaut-Moment beschreiben.

Besondere Aufmerksamkeit erhielt in den vergangenen Jahren die neue Beleuchtung des Turms. Nach der Restaurierung wurden energiesparende LED-Lampen installiert, die die architektonischen Details betonen und gleichzeitig die Lichtverschmutzung begrenzen sollen. Zudem wird die Farbe der Beleuchtung am Uhrenturm gelegentlich angepasst, um besondere Anlässe oder Kampagnen zu unterstützen. Damit fügt sich Big Ben London in eine internationale Linie von Wahrzeichen ein, die als Bühne für gesellschaftliche Anliegen dienen – ähnlich wie etwa der Eiffelturm in Paris oder das Brandenburger Tor in Berlin.

Big Ben London besuchen: Was Reisende aus Deutschland wissen sollten

  • Lage und Anreise
    Big Ben steht im Stadtteil Westminster im Herzen von London, direkt am Nordufer der Themse. Für Reisende aus Deutschland ist die britische Hauptstadt über zahlreiche Flugverbindungen gut erreichbar. Große Flughäfen wie Frankfurt (FRA), München (MUC), Berlin (BER), Düsseldorf (DUS) oder Hamburg (HAM) bieten in der Regel Direktflüge zu den Londoner Airports Heathrow, Gatwick, Stansted, Luton oder City Airport an. Vom Flughafen führt der Weg meist über Bahn- oder U-Bahn-Verbindungen in die Innenstadt. Der nächstgelegene Underground-Haltepunkt zu Big Ben ist „Westminster“ an den Linien Circle, District und Jubilee. Von hier aus sind es nur wenige Meter zu Fuß bis zum Blick auf den Turm an der Westminster Bridge.
    Für Reisende, die London im Rahmen einer längeren Europa-Rundreise besuchen, ist die Anreise auch per Bahn möglich, etwa mit dem Eurostar-Zug über Brüssel oder Paris. Deutsche Städte sind über ICE- und TGV-Verbindungen mit Paris oder Brüssel verbunden, von wo aus der Eurostar durch den Kanaltunnel nach London fährt. Wer mit dem Auto anreist, sollte sich auf Mautgebühren in Frankreich oder Belgien sowie die City-Maut („Congestion Charge“) und Umweltzonen in London vorbereiten; hinzu kommt der Linksverkehr im Vereinigten Königreich.
  • Besuch und Zugänglichkeit
    Big Ben London ist von außen für alle Besucher frei zugänglich und kann von verschiedenen Perspektiven aus bewundert werden, etwa von der Westminster Bridge, vom Südufer der Themse gegenüber dem Parlamentsgebäude oder vom Parliament Square. Das Innere des Turms ist dagegen traditionell nur im Rahmen spezieller Führungen zugänglich, die sich in erster Linie an britische Staatsbürgerinnen und Staatsbürger richten. Daher sollten Reisende aus Deutschland aktuell damit rechnen, Big Ben vor allem von außen zu erleben.
    Offizielle Informationen zur Zugänglichkeit und zu möglichen Führungen werden vom britischen Parlament bereitgestellt. Öffnungszeiten und Besuchsregeln können sich ändern, etwa durch Parlamentsbetrieb, Sicherheitsanforderungen oder Sonderveranstaltungen. Es empfiehlt sich, vor der Reise die jeweils aktuellen Angaben direkt auf den offiziellen Seiten des britischen Parlaments zu prüfen.
  • Öffnungszeiten
    Da es sich bei Big Ben London um ein frei stehendes Wahrzeichen im Stadtbild handelt, ist der Blick auf den Turm grundsätzlich rund um die Uhr möglich. Der Zugang zum umliegenden Areal – etwa zu bestimmten Bereichen des Palace of Westminster oder zu Besucherzentren – unterliegt jedoch festgelegten Öffnungszeiten. Diese können nach Wochentagen, Parlamentsbetrieb und Saison variieren. Eine zuverlässige und aktuelle Übersicht bietet die offizielle Informationsseite des britischen Parlaments. Generell ist der Bereich um das Parlament tagsüber am lebhaftesten, während sich abends die Atmosphäre verändert, wenn die Beleuchtung des Turms einsetzt. Da die Regelungen Änderungen unterliegen, empfiehlt sich vor dem Besuch ein kurzer Blick auf die offiziellen Informationen.
  • Eintritt
    Der Außenanblick von Big Ben London ist kostenfrei. Wer den Palace of Westminster oder bestimmte Ausstellungen besuchen möchte, muss je nach Angebot mit Eintrittsgebühren rechnen. Die Preise werden in der Regel in Britischen Pfund (GBP) angegeben; zur groben Orientierung entsprechen 10 GBP einem Betrag im unteren zweistelligen Eurobereich, wobei Wechselkurse schwanken. Für Reisende aus Deutschland ist es sinnvoll, vor der Buchung von Führungen oder Tickets einen Wechselkursrechner heranzuziehen oder die Preisangaben großer, seriöser Anbieter in Euro zu nutzen.
  • Beste Reisezeit
    London lässt sich das ganze Jahr über besuchen, und Big Ben London ist zu jeder Jahreszeit ein stimmungsvoller Anblick. In den Sommermonaten von Juni bis August sind die Tage besonders lang, was ausgedehnte Stadtspaziergänge und lange Fotomomente an der Themse ermöglicht. Gleichzeitig ist dies die Hochsaison mit entsprechend vielen Besucherinnen und Besuchern, vor allem in den Schulferien. Frühling und Herbst bieten oft ein angenehmes Gleichgewicht aus milderen Temperaturen und etwas geringerem Andrang. Im Winter kann der Blick auf Big Ben in der frühen Dunkelheit, begleitet von der beleuchteten Uhr und gelegentlichem Nebel über der Themse, besonders atmosphärisch sein. Wer Menschenmengen meiden möchte, wählt am besten frühe Morgenstunden an Werktagen oder späteren Abendstunden.
  • Sprache, Zahlung und Trinkgeld
    Die Amtssprache im Vereinigten Königreich ist Englisch. In London sind Englischkenntnisse weit verbreitet, und touristische Dienste wie Führungen, Beschilderungen oder Audioguides sind häufig auf Englisch, teilweise auch in weiteren Sprachen verfügbar. Deutsch wird gelegentlich in touristischen Kontexten verstanden, kann jedoch nicht vorausgesetzt werden.
    In Sachen Bezahlung ist London stark kartengeprägt. Gängige Kreditkarten wie Visa und Mastercard werden in der Regel akzeptiert, ebenso kontaktlose Zahlungen per Smartphone (z. B. Apple Pay, Google Pay). Die deutsche Girocard (früher „EC-Karte“) wird nicht überall akzeptiert, insbesondere wenn sie kein internationales Co-Branding (etwa Maestro oder Debit Mastercard) besitzt. Es empfiehlt sich, mindestens eine international einsetzbare Karte mitzuführen. Bargeld in Britischen Pfund (GBP) ist vor allem für kleinere Beträge oder in traditionellen Pubs und Märkten hilfreich. Beim Trinkgeld sind in Restaurants 10–15 % üblich, sofern kein „service charge“ bereits auf der Rechnung ausgewiesen ist. In Pubs und Cafés wird Trinkgeld eher zurückhaltend und nach Ermessen gegeben.
  • Fotografieren und Sicherheit
    Big Ben London ist eine der meistfotografierten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Von der Westminster Bridge bietet sich ein klassischer Blick auf den Turm mit vorbeifahrenden Bussen, während das Südufer der Themse Panoramafotos des gesamten Parlamentsgebäudes ermöglicht. Fotografieren im öffentlichen Raum ist grundsätzlich erlaubt, jedoch sollten Sicherheitsbereiche und Absperrungen rund um das Parlament respektiert werden. Polizei und Sicherheitsdienste sind in Westminster deutlich sichtbar präsent, insbesondere während Parlaments- oder Staatsereignissen. Wie in jeder Großstadt sollten Reisende auf ihre Wertsachen achten, insbesondere in dichter touristischer Umgebung.
  • Einreisebestimmungen und Gesundheitsvorsorge
    Für deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger sowie Reisende aus Österreich und der Schweiz gelten für das Vereinigte Königreich eigene Einreisebestimmungen, da das Land nicht mehr Mitglied der Europäischen Union ist. Reisende sollten vorab die aktuellen Bestimmungen, etwa zu Reisedokumenten, Aufenthaltsdauer oder eventuellen Visaregeln, beim Auswärtigen Amt unter auswaertiges-amt.de prüfen. Innerhalb Europas ist eine Auslandskrankenversicherung empfehlenswert, insbesondere da das Vereinigte Königreich nicht mehr in die europäischen Regelungen zur gesetzlichen Krankenversicherung eingebunden ist. Bei der Reiseplanung ist zudem die Zeitverschiebung zu beachten: London liegt in der Regel eine Stunde hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ), was zum Beispiel für Flugzeiten, Hotel-Check-ins oder verabredete Führungen relevant sein kann.

Warum Big Ben auf jede London-Reise gehört

Für viele Reisende aus Deutschland ist Big Ben London mehr als ein Foto-Stopp – er ist ein emotionaler Fixpunkt einer London-Reise. Wer die Westminster Bridge betritt und den Blick das erste Mal entlang der Themse zum Uhrturm schweifen lässt, spürt, wie sich Filmkulissen, Bilder aus Schulbüchern und aktuelle Nachrichtenbilder zu einer realen Erfahrung verbinden. Der Klang der Glocke, das geschäftige Treiben rund um das Parlament und die Straßenkünstler am nahe gelegenen South Bank machen den Besuch zu einem vielschichtigen Erlebnis.

In unmittelbarer Nähe von Big Ben London liegen einige der bedeutendsten Sehenswürdigkeiten der Stadt. Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich Westminster Abbey, die Krönungskirche der britischen Monarchie und Grabstätte zahlreicher historischer Persönlichkeiten. Am Parliament Square reihen sich Statuen von Staatsmännern und -frauen wie Winston Churchill oder Nelson Mandela, die an die politische Weltbedeutung des Ortes erinnern. Auf der gegenüberliegenden Seite der Themse erhebt sich das London Eye, ein Riesenrad, von dem aus Big Ben und die Skyline der City of London noch einmal aus der Vogelperspektive betrachtet werden können.

Auch aus kultureller Sicht lohnt sich der Fokus auf Big Ben London. Der Turm und sein Klang sind in zahllosen Filmen, Serien und Romanen präsent, von klassischen Krimis bis zu modernen RomComs. In vielen deutschen Übersetzungen internationaler Literatur wird Big Ben als Symbol für die britische Hauptstadt eingesetzt. Der Turm taucht in Liebesszenen, in Spannungssituationen oder als Hintergrundkulisse bei Jahreswechseln auf. Wer vor Ort steht, erinnert sich unweigerlich an Filmszenen aus Produktionen wie „Notting Hill“ oder „London has Fallen“, in denen das Wahrzeichen als visuelle Abkürzung für London dient.

Reiseführer wie jene von renommierten Verlagen, die den deutschsprachigen Markt bedienen, empfehlen Big Ben London häufig als einen der ersten Programmpunkte für Neuankömmlinge. Der Grund liegt auf der Hand: In kurzer Distanz lassen sich gleich mehrere Highlights verbinden, und der Ort ist hervorragend an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Darüber hinaus vermittelt der Blick vom Südufer der Themse auf den Turm und den Palace of Westminster ein besonders eindrucksvolles Panorama, das zum ruhigen Innehalten einlädt – sei es früh am Morgen, wenn London erwacht, oder bei Sonnenuntergang, wenn sich das Licht im Fluss spiegelt.

Wer London mit Kindern besucht, findet in Big Ben London ein leicht zugängliches und einprägsames Ziel. Die große Uhr lässt sich gut erklären, und der regelmäßige Glockenschlag schafft Orientierung im Stadterlebnis. In Kombination mit einem Spaziergang durch St. James’s Park zum Buckingham Palace oder mit einer Bootsfahrt auf der Themse wird der Besuch zu einem abwechslungsreichen Tagesprogramm. Für kulturhistorisch Interessierte wiederum bietet sich die Möglichkeit, dem Tag eine profundere Ebene zu geben, indem man sich mit der Rolle des britischen Parlaments, der Verfassungsgeschichte und der Tradition der Westminster-Demokratie beschäftigt.

Nicht zuletzt ist der Besuch von Big Ben London ein Moment, in dem sich europäische Geschichte verdichtet. Für Gäste aus Deutschland steht der Turm in gewisser Weise auch für die wechselvolle Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Kontinent – von Konflikten und Kriegen bis zu enger politischer und kultureller Zusammenarbeit. Sich an der Westminster Bridge umzusehen und dabei zu wissen, dass hier über Entscheidungen verhandelt wurden, die ganz Europa prägten, verleiht dem touristischen Erlebnis historische Tiefe.

Big Ben London in den sozialen Medien: Reaktionen, Trends und Eindrücke

In den sozialen Medien ist Big Ben London ein Dauerbrenner. Ob als Hintergrund für Reisefotos, als Referenz in politischen Memes oder als Zeitrafferaufnahme vom Sonnenaufgang über der Themse – kaum ein London-Besuch vergeht, ohne dass der Turm in Feeds und Stories auftaucht. Besonders gefragt sind Perspektiven, die klassische Motive variieren: etwa der Blick durch die Fenster eines Doppeldeckerbusses oder die Spiegelung der Turmuhr in einer Pfütze nach einem Londoner Regenschauer.

Häufige Fragen zu Big Ben London

Wo genau befindet sich Big Ben in London?

Big Ben London steht im Stadtteil Westminster, direkt am Nordufer der Themse und unmittelbar am Palace of Westminster, dem Sitz des britischen Parlaments. Die nächstgelegene U-Bahn-Station ist „Westminster“ an den Linien Circle, District und Jubilee.

Ist Big Ben der Name des Turms oder der Glocke?

Ursprünglich bezeichnete „Big Ben“ nur die große Glocke im Inneren des Turms. Im heutigen Sprachgebrauch hat sich der Name jedoch für den gesamten Uhrturm eingebürgert, dessen offizielle Bezeichnung „Elizabeth Tower“ lautet.

Kann man Big Ben von innen besichtigen?

Der Innenraum des Turms ist nur im Rahmen spezieller Führungen zugänglich, die hauptsächlich für Personen mit britischer Staatsangehörigkeit organisiert werden. Reisende aus Deutschland sollten deshalb damit rechnen, Big Ben London vor allem von außen zu erleben und die Umgebung zu erkunden.

Wann ist die beste Zeit, um Big Ben zu fotografieren?

Stimmungsvolle Fotos gelingen früh am Morgen oder rund um den Sonnenuntergang, wenn das Licht weich ist und der Turm beleuchtet wird. Beliebte Standorte sind die Westminster Bridge, das Südufer der Themse gegenüber dem Parlamentsgebäude und der Parliament Square.

Wie groß ist die Zeitverschiebung zwischen Deutschland und London?

London liegt in der Regel eine Stunde hinter der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ/MESZ). Wenn es in Deutschland 12:00 Uhr ist, ist es in London 11:00 Uhr, sofern beide Regionen sich in ihrer jeweiligen Sommer- oder Winterzeit befinden.

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