Musik, Leute

Ihre Nominierung hatte schon vorher für hitzige Diskussionen gesorgt, nun gewannen die Rapper Kollegah und Farid Bang einen Echo.

12.04.2018 - 23:00:05

«Grenze überschritten» - Echos für Ed Sheeran, Helene Fischer und umstrittene Rapper. Schlagersängerin Helene Fischer konnte ihre 17. Auszeichnung mit nach Hause nehmen.

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Immer für einen Spaß zu haben: Olivia Jones geht vor Kylie Minogue (l) auf die Knie. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Kylie Minogue bringt Schwung auf den roten Teppich. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Jens Kalaene

    Klaus Voormann (l) hört Wolfgang Niedecken zu. Foto: Jens Kalaene

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Trotz aller Kritik: Kollegah (l) und Farid Bang zeigen sich in bester Stimmung. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Jens Kalaene

    Das französische Deep-House-Duo gestikuliert. Foto: Jens Kalaene

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Aus Kanada reiste Shawn Mendes an. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Lässig zum Echo: DJ Felix Jaehn. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Die Sängerin Michelle (l) brachte ihre Tochter Marie Reim (hinten) mit nach Berlin. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Jens Kalaene

    Rita Ora kommt in Grün. Foto: Jens Kalaene

  • Echo 2018 - Foto: Jens Kalaene

    Zu sechst auf dem roten Teppich: die Kelly Family. Foto: Jens Kalaene

  • Echo 2018 - Foto: Britta Pedersen

    Shawn Mendes, kanadischer Popsänger und Songwriter, wird am lautesten begrüßt. Foto: Britta Pedersen

  • Echo 2018 - Foto: Jörg Carstensen

    Wincent Weiss (l) erhält den Echo als Künstler Pop National von Campino. Foto: Jörg Carstensen

  • Echo 2018 - Foto: Jörg Carstensen

    Helene Fischer erhält den 17. Echo für Schlager. Foto: Jörg Carstensen

Echo 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Jens KalaeneEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Jens KalaeneEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Jens KalaeneEcho 2018 - Foto: Jens KalaeneEcho 2018 - Foto: Britta PedersenEcho 2018 - Foto: Jörg CarstensenEcho 2018 - Foto: Jörg Carstensen

Berlin - Die umstrittenen Rapper Kollegah und Farid Bang haben den Echo in der Kategorie Hip-Hop/Urban National gewonnen - nach einer Debatte über ihre als antisemtisch kritisierten Texte.

Im Zentrum der Kritik steht die Textzeile «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen». Bei Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit sei eine Grenze überschritten, sagte Campino, Frontmann der Toten Hosen. «Ich will hier keine Politikdebatte daraus machen», sagte Kollegah zur Kritik. Campino habe sich als moralische Instanz aufgespielt, das gebühre einem so großen Musiker nicht, sagte Kollegah weiter als er den Preis auf der Bühne entgegennahm - und erntete laute Buh-Rufe und Pfiffe aus dem Publikum.

Helene Fischer, Ed Sheeran und Mark Forster gehören zu den weiteren Gewinnern der 27. Echo-Preisverleihung. Die 33-jährige Fischer baute mit der Auszeichnung ihren Rekord weiter aus: 17 Echos hat sie inzwischen bei sich Zuhause stehen. Sie räumte in der Kategorie Schlager ab. «Ich genieße diesen Erfolg gerade unfassbar», sagte sie. Sheeran bekam die wichtigen Preise für Hit des Jahres und bestes Album - war aber selbst nicht in Berlin dabei.

Zuvor hatten Alice Merton (Künstlerin Pop national), Milky Chance (Band Pop national) und Haiyti (Kritikerpreis) Preise abgeräumt. Wincent Weiss gewann die Auszeichnung als nationaler Newcomer. Luis Fonsi wurde als internationaler Newcomer geehrt. Der DJ Robin Schulz gewann den Echo in der Kategorie Dance national. Er konnte den Preis allerdings wegen Krankheit nicht selbst in Empfang nehmen.

Zwischendurch sorgten unter anderem die Popstars Kylie Minogue, Rita Ora, Shawn Mendes und Jason Derulo für musikalische Unterhaltung. Zwei eher ungewöhnliche Auftritte legte Fischer hin. Sie performte zunächst ihren Song «Lieb mich dann» mit dem Jazzmusiker Götz Alsmann und dem Gitarristen Gregor Meyle. Später sang sie gemeinsam mit Luis Fonsi. «Wir vom Schlager sind einfach überall - auch da, wo niemand mit uns rechnet», sagte Fischer.

@ dpa.de

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