Glatteis, DWD

Zum Wochenstart droht gefährliches Glatteis.

19.12.2022 - 11:03:16

Gefährliches Glatteis in weiten Teilen Deutschlands. Am Morgen kommt es zu zahlreichen Unfällen. Die Deutsche Bahn warnt vor Verspätungen, am Frankfurter Flughafen fallen etliche Flüge aus.

  • Der Münsterplatz in der Freiburger Altstadt ist wegen Glatteis gesperrt. - Foto: Thomas Reichelt/dpa

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  • Ein Streufahrzeug ist bei Glatteis in Solingen unterwegs. In weiten Teilen Deutschlands warnt der DWD heute vor einer gefährlichen Wetterlage. - Foto: Gianni Gattus/Blaulicht Aktuell Solingen/dpa

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Der Münsterplatz in der Freiburger Altstadt ist wegen Glatteis gesperrt. - Foto: Thomas Reichelt/dpaEin Streufahrzeug ist bei Glatteis in Solingen unterwegs. In weiten Teilen Deutschlands warnt der DWD heute vor einer gefährlichen Wetterlage. - Foto: Gianni Gattus/Blaulicht Aktuell Solingen/dpa

Gefährliches Glatteis hat zum Start in die Vorweihnachtswoche weite Teile Deutschlands heimgesucht. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) sprach zeitweise eine Unwetterwarnung für Teile aller Bundesländer aus. Der aufziehende Regen führe auf den gefrorenen Böden zu akuter Glatteisgefahr, teilte der DWD mit.

Der DWD riet, den Aufenthalt im Freien weitestgehend zu vermeiden. Wer am Montag doch mit dem Auto unterwegs sein müsse, sollte seine Fahrweise im Straßenverkehr anpassen. Zudem legte der DWD Autofahrern nahe, vollzutanken und Decken sowie warme Getränke mitzunehmen.

Bahn fährt wieder mit voller Geschwindigkeit

Nachdem Eisregen die Deutsche Bahn am Montagmorgen zeitweise ausgebremst hat, sind die Züge nach Angabe des Unternehmens inzwischen wieder mit voller Geschwindigkeit unterwegs. «Die Begrenzung der Geschwindigkeit wurde wieder zurückgezogen. Fernverkehrszüge können mit voller Geschwindigkeit fahren», twitterte die Bahn am Montagvormittag.

Zuvor hatte es geheißen, dass die Züge wegen Eisregens und Eisbildung an diesem Montag langsamer unterwegs seien. Man habe die Höchstgeschwindigkeit der Züge abgesenkt, hatte das Unternehmen zunächst informiert.

In vielen Schulen fiel der Unterricht vorsichtshalber aus, an Flughäfen wurden Flüge annulliert, Parks und Weihnachtsmärkte kündigten an, nicht zu öffnen, es gab zahlreiche Autounfälle, und die Deutsche Bahn senkte vorübergehend wegen Eisregens und Eisbildung die Höchstgeschwindigkeit ihrer Züge ab.

Viele Unfälle im Westen und in der Mitte

Bei einem Busunfall auf glatter Straße in Dreieich (Kreis Offenbach) nahe Frankfurt wurden 16 Menschen verletzt. Der Linienbus war am Montagmorgen wegen Glatteis von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Der Busfahrer sowie 15 Fahrgäste zwischen 15 und 50 Jahren erlitten leichte Blessuren und Prellungen.

In Thüringen sagte eine Sprecherin des Lagezentrums, es gebe über das ganze Land verteilt ein hohes Unfallaufkommen.

In Bayern war es vor allem in Franken glatt: In Nürnberg etwa rutschten etliche Fußgänger aus und stürzten, wie ein Polizeisprecher sagte. Der Nürnberger Tiergarten blieb witterungsbedingt geschlossen, um Besucher nicht zu gefährden.

Auch der Zoo Rostock und der egapark in Erfurt sowie viele Parks und Einrichtungen im ganzen Land kündigten an, nicht zu öffnen. In Chemnitz zum Beispiel sollte auch der Weihnachtsmarkt am Montag zunächst geschlossen bleiben.

In mehreren Landkreisen und Städten Niedersachsens, aber auch in Bremen, fiel der Präsenzunterricht an Schulen aus. In der Stadt Osnabrück und im Landkreis Wolfenbüttel blieben Müllabfuhren am Morgen im Hof stehen.

Auch im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen führten Glatteis und Unwetter in der Nacht zu mehreren Unfällen. In Meinerzhagen (Märkischer Kreis) wurde der Fahrer eines Streuwagens leicht verletzt, als dieser umkippte. In Kierspe, ebenfalls im Märkischen Kreis, rutschte ein Autofahrer beim Aussteigen aus, nachdem er mit seinem Wagen gegen eine Mülltonne geprallt war.

Störungen am Flughafen Frankfurt

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt kamen die Abläufe aus dem Takt. Angesichts der Witterung komme es zu Verzögerungen im Betriebsablauf, teilte der Airport mit. Von den für Montag geplanten insgesamt rund 1100 Starts und Landungen waren nach Angaben einer Flughafensprecherin am Morgen schon etwa 180 annulliert worden.

Auch im bereits letzte Woche von Glatteis heimgesuchten Baden-Württemberg war wieder mit unwetterartigem Glatteis zu rechnen. Es bestehe Sturz- und Unfallgefahr, warnte der Wetterdienst.

In Brandenburg und Berlin wird noch das Schlimmste erwartet. Demnach trete am Montagvormittag zwischen Prignitz, Havelland und Fläming gefrierender Regen auf, der sich zum Mittag hin weiter nach Berlin und andere Teile Brandenburgs ausbreite, hieß es vom DWD.

@ dpa.de