USA, China

Ob in China, den USA oder Europa - an vielen Orten auf der Welt herrschen extreme Wetterlagen, werden die Beschreibungen von Superlativen begleitet.

24.08.2022 - 10:57:15

Weltweit: Starkregen, Überschwemmungen und Dürre. Das bringt Mensch und Tier in Gefahr - und bereitet Sorgen.

  • Risse sind im Erdreich eines Flussbettes in Boretto unweit von Parma in der Region Emilia-Romagna zu sehen. - Foto: Luca Bruno/AP/dpa

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  • Auf der überschwemmten Interstate 635 Service Road in Mesquite (Texas) stehen liegengebliebene Autos. - Foto: Juan Figueroa/The Dallas Morning News/AP/dpa

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  • China kämpft gegen die Dürre. Menschen sitzen in einem flachen Wasserbecken im Flussbett des Jialing-Flusses, einem Nebenfluss des Jangtse, in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpa

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  • Waldbrand in der Nähe von Saint-Magne, südlich von Bordeaux - Foto: Uncredited/SDIS 33/AP/dpa

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  • Zerstörung nach einem schweren Sturm auf einem Campingplatz auf Korsika. - Foto: Pascal Pochard-Casabianca/AFP/dpa

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  • Eine Rauchwolke von einem Waldbrand steigt im Naturpark Serra da Estrela in Zentralportugal auf. - Foto: Joao Henriques/AP/dpa

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Risse sind im Erdreich eines Flussbettes in Boretto unweit von Parma in der Region Emilia-Romagna zu sehen. - Foto: Luca Bruno/AP/dpaAuf der überschwemmten Interstate 635 Service Road in Mesquite (Texas) stehen liegengebliebene Autos. - Foto: Juan Figueroa/The Dallas Morning News/AP/dpaChina kämpft gegen die Dürre. Menschen sitzen in einem flachen Wasserbecken im Flussbett des Jialing-Flusses, einem Nebenfluss des Jangtse, in der südwestchinesischen Stadt Chongqing. - Foto: Mark Schiefelbein/AP/dpaWaldbrand in der Nähe von Saint-Magne, südlich von Bordeaux - Foto: Uncredited/SDIS 33/AP/dpaZerstörung nach einem schweren Sturm auf einem Campingplatz auf Korsika. - Foto: Pascal Pochard-Casabianca/AFP/dpaEine Rauchwolke von einem Waldbrand steigt im Naturpark Serra da Estrela in Zentralportugal auf. - Foto: Joao Henriques/AP/dpa

Dürre in China, Hagel in Griechenland, Trockenheit in Frankreich und gewaltige Überschwemmungen in den USA - Wetterextreme weltweit bereiten Experten Sorgen.

In Texas müssen sich weitere Gemeinden im Süden und Südosten der USA auf heftige Niederschläge und deren Folgen einstellen. Zum Wochenanfang hatte plötzlicher intensiver Regen zu Überschwemmungen geführt, nachdem der Bundesstaat zuvor unter anhaltender Hitze und Dürre geächzt hatte. Meteorologen beschrieben den Starkregen als Ereignis, das einmal in 1000 Jahren auftrete. Straßen wurden überflutet, Fahrzeuge versanken fast vollständig im Wasser. Gouverneur Greg Abbott bestätigte am Dienstag den Katastrophenfall für 23 Bezirke des Bundesstaats.

Unwetter in Griechenland dauern an

Auch in Griechenland hat eine Schlechtwetterfront viele Gegenden am Dienstag unter Wasser gesetzt. Betroffen war unter anderem die Hauptstadt Athen - dort waren am Nachmittag nach starken Regenfällen mehrere Hauptverkehrsschneisen überflutet, Bäume stürzten um, Keller wurden überschwemmt. In Nordgriechenland fiel sogar Hagel, lokal sorgten Stürme für Schäden, wie griechische Medien berichteten.

Das land hat noch immer mit schlechtem Wetter zu kämpfen - das ist unüblich für diese Jahreszeit. Auch für Donnerstag und Freitag werden landesweit heftige Regenfälle vorausgesagt. Schon seit Wochenbeginn stellt das schlechte Wetter Touristen und Einheimische gleichermaßen vor Herausforderungen. So fiel am Mittwoch in verschiedenen Städten und Ortschaften erneut der Strom aus, Straßen und Keller wurden überschwemmt, Bäume stürzten um.

Der griechische Wetterdienst gab am Mittwoch für mehrere Regionen des Landes eine Gefahrenwarnung raus. Auch das Bürgerschutzministerium informierte die Menschen per Warn-SMS, in besonders stark betroffenen Gegenden das Haus nicht zu verlassen oder gar mit dem Auto unterwegs zu sein. Aufgrund der starken Regenfälle sinkt jedoch das Waldbrandrisiko.

Die Lage in China

Ein anderes Wetterextrem aktuell in China. Dort hat eine seit Wochen anhaltende Dürre- und Hitzewelle in Teilen des Landes sogar Stromknappheit ausgelöst. Wegen der anhaltenden Trockenheit führen viele Flüsse in China deutlich weniger Wasser. Betroffen ist mit dem Jangtse auch der drittlängste Fluss der Welt, der mehrere Wasserkraftwerke versorgt. Außerdem kam es zu mehreren Buschbränden rund um Chongqing, für die Behörden ebenfalls die anhaltende Trockenheit und Hitzewelle verantwortlich machten. 1500 Menschen mussten evakuiert werden.

Laut Regierungsangaben erleben große Teile des Landes derzeit den heißesten und trockensten Sommer seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1961. Die Temperaturen haben in den vergangenen Wochen vielerorts die Marke von 40 Grad immer wieder überschritten. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, sind derzeit 14 Regionen und Provinzen von «mittelschwerer bis schwerer» Dürre betroffen.

Auch Frankreich hat seit Wochen mit Trockenheit zu kämpfen. Sinkende Pegelstände haben nun offenbar sogar zu einem großen Fischsterben geführt. So mussten rund elf Tonnen tote Fische aus dem Teich in Mably nordwestlich von Lyon geholt werden, berichtete die Zeitung «Le Parisien» am Dienstag. Experten vermuten, dass der sinkende Pegelstand in der nahen Loire dazu geführt habe, dass kein frisches Wasser mehr in den Teich gelangt ist, wo die Wassertemperatur gestiegen sei und sich zudem Algen gebildet hätten. Am Ende habe sich kaum noch Sauerstoff in dem Teich befunden und die Fische seien erstickt.

Bedrohungen für halb Europa

Die aktuelle Dürre in Europa ist nach Einschätzung von EU-Experten vermutlich die schlimmste seit einem halben Jahrtausend. In einem am Montag veröffentlichten Bericht befanden die Forscher, dass fast die Hälfte Europas von Dürre bedroht sei. Demnach habe die Dürregefahr besonders in Italien, Spanien, Portugal, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Rumänien, Ungarn, Nordserbien, der Ukraine, Moldau, Irland und im Vereinigten Königreich zugenommen.

Extreme Wetterlagen wie lange Hitze-Perioden und Starkregen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Starkregen sind wegen des Klimawandels an den meisten Orten der Welt häufiger und intensiver geworden. Bei Überschwemmungen spielen zudem auch andere menschliche Faktoren eine Rolle.

@ dpa.de

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