Kinder, Wunstorf

Mit einem Großaufgebot suchen Polizei und Feuerwehr in der Nähe von Hannover nach einem vermissten Jugendlichen.

25.01.2023 - 09:11:15

Tötungsdelikt? Polizei sucht nach vermisstem 14-Jährigen. Wurde der 14-Jährige von einem Gleichaltrigen getötet? Die Ermittler haben noch Hoffnung.

  • Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr in Wunstorf. Auf der Suche nach einem vermissten Jungen durchkämmen Einsatzkräfte ein Waldgebiet. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

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  • Einsatzkräfte der Polizei durchkämmen auf der Suche nach dem Jugendlichen ein Waldgebiet im niedersächsischen Wunstorf. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

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Einsatzfahrzeuge von Rettungsdienst und Feuerwehr in Wunstorf. Auf der Suche nach einem vermissten Jungen durchkämmen Einsatzkräfte ein Waldgebiet. - Foto: Moritz Frankenberg/dpaEinsatzkräfte der Polizei durchkämmen auf der Suche nach dem Jugendlichen ein Waldgebiet im niedersächsischen Wunstorf. - Foto: Moritz Frankenberg/dpa

Nach dem Verschwinden eines 14-jährigen Jungen in Wunstorf bei Hannover ermittelt die Polizei gegen einen Gleichaltrigen wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts. Der ebenfalls 14 Jahre alte Jugendliche habe entsprechende Hinweise gegeben, sagte ein Polizeisprecher. Er sei in Gewahrsam genommen worden und werde befragt. Nähere Angaben machte die Polizei zunächst nicht.

Am Dienstagabend um 18.45 Uhr war ein 14-Jähriger aus der Kleinstadt als vermisst gemeldet worden. Nach den Hinweisen des anderen Jungen in der Nacht habe man die Suchmaßnahmen intensiviert. Bei der Suche in der Nähe von Wunstorf sind auch Spürhunde im Einsatz. Es werde nicht ausgeschlossen, dass das vermisste Kind noch lebend gefunden werde, betonte der Sprecher.

Einsatzkräfte durchsuchen Waldstück

Das Waldstück, das weit mehr als 100 Einsatzkräfte derzeit durchkämmen, liegt in der Nähe eines Gewerbegebiets. Im Süden grenzt es an den Mittellandkanal. Wegen der Suche wurde auch die Bahnstrecke Hannover - Wunstorf zeitweise gesperrt. Die Deutsche Bahn twitterte, dass bei mehreren Regionalbahnen Verspätungen und Teilausfälle möglich seien.

Dem Polizeisprecher zufolge ist aus dem Vermisstenfall im Laufe der Nacht ein mutmaßliches Tötungsdelikt geworden. Weil es sich um einen sehr jungen Tatverdächtigen handle, müssten dessen schutzwürdige Interessen beachtet werden. So könne er unter anderem nur im Beisein seiner Eltern befragt werden.

Tötungsdelikte mit sehr jungen Tatverdächtigen kommen Kriminologen zufolge nicht häufig vor. In Braunschweig steht jedoch seit Ende Dezember ein ebenfalls 14-Jähriger vor Gericht. Er soll gemeinsam mit einem zur Tatzeit 13-jährigen Mitschüler ein 15 Jahre altes Mädchen aus Salzgitter heimtückisch ermordet haben.

@ dpa.de