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Gesundheit, Krankheiten

Mehr als 50 Film- und TV-Schauspieler verabreden sich zu einer gemeinsamen Protestaktion gegen die Corona-Politik der Bundesregierung.

23.04.2021 - 09:10:08

Kritik an Corona-Politik - «Für Kollegen schämen»: Corona-Aktion spaltet Schauspielwelt. Viele Schauspielkollegen äußern sich entsetzt über die Videos.

  • Jan Josef Liefers - Foto: Oliver Berg/dpa

    Schauspieler Jan Josef Liefers 2019 bei einem Literatur-Festival in K?ln. Foto: Oliver Berg/dpa

  • Ulrich Tukur - Foto: Arne Dedert/dpa

    In seinem Clip fordert Ulrich Tukur die Bundesregierung ironisch auf, ?jede menschliche Wirkungsst?tte und jeden Handelsplatz? zu schlie?en. Foto: Arne Dedert/dpa

  • Volker Bruch - Foto: Christian Charisius/dpa

    Schauspieler Volker Bruch sagt zu Beginn seines Clips ?Ich habe Angst? und appelliert dann zynisch an die Regierung: ?Macht uns mehr Angst.?. Foto: Christian Charisius/dpa

  • Richy M?ller - Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

    Richy M?ller macht sich ?sehr gro?e Sorgen? um das Coronavirus und erkl?rt in seinem Video daher ironisch, er atme deshalb immer in zwei Plastikt?ten. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

  • Jan B?hmermann - Foto: Matthias Balk/dpa

    Komiker Jan B?hmermann ?u?ert Kritik an den Clips und macht auf Twitter mit dem Hashtag #allenichtganzdicht klar, was er von der Aktion h?lt. Foto: Matthias Balk/dpa

  • Nora Tschirner - Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

    Nora Tschirner kritisiert ihre Schauspielkollegen f?r die Internetaktion und wirft ihnen Langeweile und Zynismus vor. Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZB

  • Elyas M'Barek - Foto: Henning Kaiser/dpa

    Elyas M'Barek spricht sich klar gegen die Internetaktion aus und sagt, mit Zynismus sei niemandem geholfen. Foto: Henning Kaiser/dpa

Jan Josef Liefers - Foto: Oliver Berg/dpaUlrich Tukur - Foto: Arne Dedert/dpaVolker Bruch - Foto: Christian Charisius/dpaRichy M?ller - Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpaJan B?hmermann - Foto: Matthias Balk/dpaNora Tschirner - Foto: Bodo Schackow/dpa-Zentralbild/ZBElyas M'Barek - Foto: Henning Kaiser/dpa

Berlin - Man kennt sie aus dem «Tatort» oder der Erfolgs-Serie «Babylon Berlin»: Dutzende prominente Schauspielerinnen und Schauspieler haben in einer koordinierten Aktion die Corona-Politik der Bundesregierung kritisiert.

Unter dem Hashtag #allesdichtmachen verbreiteten Künstler wie Ulrich Tukur, Volker Bruch, Meret Becker, Ulrike Folkerts, Richy Müller oder Jan Josef Liefers am Donnerstag bei Instagram und auf der Videoplattform Youtube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements.

Neben einigem Lob für die Kampagne hagelte es auch umgehend Kritik von Schauspielkollegen. Christian Ulmen etwa postete auf Instagram lediglich den Satz: «Heute bisschen für Kollegen schämen.» Elyas M'Barek schrieb: «Mit Zynismus ist doch keinem geholfen.» Jeder wolle zur Normalität zurückkehren, und das werde auch passieren. Hans-Jochen Wagner nannte die Aktion peinlich. Er verstehe sie nicht, schrieb der Schauspieler, der an Liefers gerichtet fragte: «Das kann doch nicht Dein Ernst sein.» Nora Tschirner warf den Machern der Clips Handeln aus Langeweile und Zynismus vor.

Satiriker Jan Böhmermann hielt der Aktion bei Twitter entgegen, das einzige Video, das man sich ansehen solle, «wenn man Probleme mit Corona-Eindämmungsmaßnahmen hat», sei die ARD-Doku aus der Berliner Charité mit den Titel «Station 43 ? Sterben». Dazu stellte er den Hashtag #allenichtganzdicht und einen weinenden Smiley. «Die Schauspieler*innen von #allesdichtmachen können sich ihre Ironie gerne mal tief ins Beatmungsgerät schieben», twitterte Moderator Tobias Schlegl, der auch Notfallsanitäter ist.

In den sozialen Medien stieß die Aktion teilweise aber auch auf Zustimmung: Beifall gab es etwa vom früheren Präsidenten des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Hans-Georg Maaßen, der die Aktion auf Twitter «großartig» nannte. Der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit sprach von einem «Meisterwerk», das «uns sehr nachdenklich machen» sollte. Die AfD-Bundestagsabgeordnete Joana Cotar twitterte: «Das ist intelligenter Protest.» Sie feiere Jan Josef Liefers.

Der äußerte sich wiederum in einem Tweet: «Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück», schrieb der 56-Jährige auf Twitter. «Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der ich ferner stehe, als der AfD. Weil wir gerade dabei sind, das gilt auch für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt.»

In den Videos thematisierten die Schauspieler verschiedene Aspekte des Kampfs gegen die Pandemie: Liefers bedankt sich in seinem Clip etwa mit ironischem Unterton «bei allen Medien unseres Landes, die seit über einem Jahr unermüdlich verantwortungsvoll und mit klarer Haltung dafür sorgen, dass der Alarm genau da bleibt, wo er hingehört, nämlich ganz, ganz oben.»

Richy Müller atmet in seinem Clip abwechselnd in zwei Tüten und kommentiert ironisch: «Wenn jeder die Zwei-Tüten-Atmung benutzen würde, hätten wir schon längst keinen Lockdown mehr. Also bleiben Sie gesund und unterstützen Sie die Corona-Maßnahmen. Ich geh jetzt mal Luft holen.»

Die Kunst- und Kulturszene leidet seit mehr als einem Jahr schwer unter den Corona-Maßnahmen. Laut dem Bundesverband Schauspiel (BFFS) etwa haben viele der Schauspielerinnen und Schauspieler in Deutschland seit März 2020 kaum Einkommen. Dem Verband zufolge leben zwei Drittel bis drei Viertel aller Schauspielerinnen und Schauspieler von Gastverpflichtungen an Theatern, die aktuell nicht oder kaum arbeiten können. In Deutschland gibt es insgesamt etwa 15 000 bis 20 000 Schauspieler.

© dpa-infocom, dpa:210422-99-317153/7

@ dpa.de

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