Schleswig-Holstein, Deutschland

Linke Aktivisten haben auf der Reicheninsel für die Umverteilung von Vermögen demonstriert.

16.07.2022 - 17:46:58

Demonstrationen auf Sylt für Umverteilung von Reichtum. Aufgerufen dazu hat das Bündnis «Wer hat, der gibt».

  • Teilnehmer einer Demonstrantion des Bündnisses «Wer hat, der gibt» ziehen nach Kampen auf Sylt. - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

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  • Durch Westerland mit einem Banner. Darauf steht: «Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten.» - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

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Teilnehmer einer Demonstrantion des Bündnisses «Wer hat, der gibt» ziehen nach Kampen auf Sylt. - Foto: Daniel Bockwoldt/dpaDurch Westerland mit einem Banner. Darauf steht: «Wir können uns die Reichen nicht mehr leisten.» - Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Mit einem Marsch über die vor allem auch bei Wohlhabenden beliebte Nordseeinsel Sylt haben am Samstag linke Aktivisten für mehr soziale Gerechtigkeit demonstriert. Nach Schätzungen der Polizei beteiligten sich etwa 400 zumeist junge Menschen an der Protestaktion.

Die Organisatoren selbst sprachen von rund 500 Teilnehmern. Den Angaben zufolge verlief der Marsch von Westerland nach Kampen bis zum Nachmittag friedlich. Der Zug der Demonstranten war gegen 14.30 Uhr mit etwa einstündiger Verspätung gestartet. Die Polizei war in sichtbarer Präsenz auf der Insel vertreten.

Zu der Aktion aufgerufen hatte das Bündnis «Wer hat, der gibt», um Forderungen nach einer Umverteilung von Reichtum zu bekräftigen. «Auf Sylt bejubeln sich Reiche für Leistungen, die sie nicht erbracht haben, und vererben Geld, das sie nicht verdient haben», heißt es in dem im Internet veröffentlichten Aufruf. Andernorts sei das Armutsniveau derweil auf einem Rekordhoch, die rapide steigenden Preise trieben immer mehr Menschen in die Existenzangst.

Erst Anfang Juli war mit der Hochzeit von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) auf Sylt die Insel wieder ins Rampenlicht geraten. Damals war eine Gruppe von Punks mit dem Ziel angereist, die Feier zu stören. Doch hatten sie sich für ihren lautstarken Protest laut Polizei das falsche Hotel ausgesucht.

@ dpa.de