Monarchie, Großbritannien

Königin Elizabeth II.

11.09.2022 - 10:26:31

Erster öffentlicher Blick auf den Sarg der Queen. tritt ihre letzte Reise an. Der Sarg mit ihrem Leichnam wird von Balmoral nach Edinburgh und in der kommenden Woche nach London gebracht. Der Palast hat Details zum Staatsbegräbnis bekannt gemacht.

  • Ein Marmeladen-Sandwich mit der Aufschrift «A marmalade sandwich for your journey, Ma'am» (Ein Marmeladen-Sandwich für Ihre Reise, Ma'am) - eine Anspielung auf die Verbindung der Königin mit Paddington Bear. - Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa

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  • Der Leichnam von Queen Elizabeth II. soll heute in den Holyrood-Palast in Edinburgh gebracht werden. - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpa

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  • Prinz Charles, damals britischer Thronfolger, wird bei seiner Ankunft in Antigua mit Ehren begrüßt (2017). - Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpa

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  • Vor dem britischen Konsulat in Hamburg erinnern Blumen und Fotos Königin Elizabeth II. - Foto: Frank Bründel/Citynewstv/dpa

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  • Eine gestrickte Figur von Königin Elizabeth II. steht auf einem Briefkasten. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

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  • Der Leichenwagen mit dem Sarg von Königin Elisabeth II. auf seinem Weg von Balmoral nach Edinburgh. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

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Ein Marmeladen-Sandwich mit der Aufschrift «A marmalade sandwich for your journey, Ma'am» (Ein Marmeladen-Sandwich für Ihre Reise, Ma'am) - eine Anspielung auf die Verbindung der Königin mit Paddington Bear. - Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpaDer Leichnam von Queen Elizabeth II. soll heute in den Holyrood-Palast in Edinburgh gebracht werden. - Foto: Jane Barlow/PA Wire/dpaPrinz Charles, damals britischer Thronfolger, wird bei seiner Ankunft in Antigua mit Ehren begrüßt (2017). - Foto: Victoria Jones/PA Wire/dpaVor dem britischen Konsulat in Hamburg erinnern Blumen und Fotos Königin Elizabeth II. - Foto: Frank Bründel/Citynewstv/dpaEine gestrickte Figur von Königin Elizabeth II. steht auf einem Briefkasten. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpaDer Leichenwagen mit dem Sarg von Königin Elisabeth II. auf seinem Weg von Balmoral nach Edinburgh. - Foto: Andrew Milligan/PA Wire/dpa

Tausende Menschen haben sich am Sonntag in Schottland an den Straßen versammelt, um einen ersten Blick auf den Sarg der gestorbenen Königin Elizabeth II. zu werfen. Er wurde um 10.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) aus dem Ballsaal von Schloss Balmoral getragen und dann in einem Wagen langsam in die schottische Hauptstadt Edinburgh gefahren.

Die ersten Menschen kamen bereits am frühen Morgen mit Picknick-Stühlen zu der Strecke. Elizabeth II. war am Donnerstag im Alter von 96 Jahren auf Schloss Balmoral in den schottischen Highlands gestorben.

Der Sarg soll teils im Schritttempo gefahren werden. Für die Strecke sind sechs Stunden Fahrzeit vorgesehen. Am Nachmittag wird er in der offiziellen Residenz der Königin in Edinburgh, in Holyroodhouse, erwartet. König Charles III. und andere Mitglieder der königlichen Familie wollen den Sarg am Montag zur St.-Giles'-Kathedrale begleiten, wo er für 24 Stunden stehen soll, ehe die Reise per Flugzeug weiter nach London geht. In der Kathedrale bekommt die Öffentlichkeit erstmals Gelegenheit, der Queen noch einmal Respekt zu zollen und Abschied zu nehmen.

Schottische Regierungschefin nimmt Abschied

Zum Abschied der toten Queen aus ihrem schottischen Landsitz Schloss Balmoral hat ihr die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon Tribut gezollt. «Ein trauriger und ergreifender Moment, als Ihre Majestät, die Queen, ihr geliebtes Balmoral zum letzten Mal verlässt», schrieb Sturgeon am Sonntag bei Twitter. «Heute, auf ihrer Reise nach Edinburgh, wird Schottland einer außergewöhnlichen Frau Tribut zollen.»

Vom Buckingham-Palast ins Parlament

Am Dienstag wird der Sarg in London erwartet. Tags darauf wird er in einer öffentlichen Prozession durch die Straßen der Innenstadt gefahren. Wie der Palast am Samstag mitteilte, soll der Sarg auf einem als Lafette bezeichneten, von Pferden gezogenen Fuhrwerk vom Buckingham-Palast ins Parlament gebracht werden. Dort soll er vier Tage lang aufgebahrt werden. Auch dort sollen die Menschen noch einmal die Gelegenheit haben, von der Queen Abschied zu nehmen. Viele Tausende werden erwartet.

Das Staatsbegräbnis mit zahlreichen Staatsgästen und Vertretern königlicher Familien aus aller Welt findet schließlich am 19. September statt. Um 12.00 Uhr (MESZ) ist in der Westminster Abbey in London ein Gottesdienst geplant. Die Menschen in Großbritannien erhalten einen zusätzlichen arbeitsfreien Tag. Charles III. hatte anlässlich seiner Proklamation diesen Feiertag genehmigt.

Ihre letzte Ruhestätte findet die Queen dann in der St.-George-Kapelle auf dem Gelände von Schloss Windsor, wo auch ihr Ehemann Prinz Philip ruht, der am 9. April 2021 starb. Dort wurden auch ihre engsten Angehörigen, ihr Vater George VI., ihre «Queen Mum» genannte Mutter und ihre Schwester, Prinzessin Margaret, beigesetzt.

Pflichten und Verantwortung

Die Regentschaft des neuen Monarchen Charles III. begann am Samstag auch offiziell, obwohl er schon mit dem Tod seiner Mutter automatisch König geworden war. In einer feierlichen Zeremonie im St.-James's-Palast in London wurde der 73-Jährige als britischer König ausgerufen. «Ich bin mir des großen Erbes und der Pflichten und schweren Verantwortung des Monarchen, die mir nun übertragen wurden, zutiefst bewusst», sagte Charles III.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Regierungschef des karibischen Inselstaates Antigua und Barbuda das britische Staatsoberhaupt an der Spitze ablösen will. Das Land soll nach dem Willen von Gaston Browne eine Republik werden. Er will dazu innerhalb von drei Jahren eine Volksabstimmung abhalten, sagte er dem britischen Sender ITV. «Das hat nichts mit Respektlosigkeit gegenüber dem Monarchen zu tun», sagte Browne. «Es ist der finale Schritt, um den Kreis der Unabhängigkeit zu vollenden und zu einer wirklich souveränen Nation zu werden.»

Antigua und Barbuda hat knapp 100.000 Einwohner. Der Inselstaat wurde 1981 unabhängig. Er ist einer von 14 Staaten, in denen der britische Monarch Staatsoberhaupt ist. Im vergangenen Jahr war der Inselstaat Barbados weiter südlich in der Karibik bereits eine Republik geworden.

Plüschtiere und Sandwiches unerwünscht

Teddys, Corgi-Kuscheltiere, eingepackte Marmeladen-Sandwiches: die Briten haben der Queen vor ihren Palästen mit vielen Mitbringseln Tribut gezollt. Das bereitet der Parkbehörde aber Kopfschmerzen. Sie bat am Sonntag darum, davon abzusehen. Lediglich Blumen, ohne Plastikschutz, sollten abgelegt werden. Die Parkbehörde Royal Parks muss das Material nach den Trauerfeierlichkeiten entsorgen.

«Im Interesse der Nachhaltigkeit bitten wir die Besucher, nur organisches oder kompostierbares Material zu verwenden», teilte die Behörde auf ihrer Webseite mit. «Leider können keine Geschenke und Artefakte angenommen werden, und die Öffentlichkeit wird gebeten, diese nicht in die Parks mitzubringen.» Auch Kerzen seien tabu, wie die Parkbehörde schreibt. In London sollten sämtliche Blumen möglichst in dem eigens ausgewiesenen Gedenkareal im Green Park nahe des Buckingham-Palastes abgelegt werden.

@ dpa.de