Emmelinde, Klimawandel

Kaputte Dächer, Fensterscheiben und Autos, Dutzende Verletzte: Vor allem NRW wurde vom Unwetter massiv getroffen.

21.05.2022 - 05:44:26

Unfälle und schwere Schäden durch Orkantief «Emmelinde». Doch auch andere Bundesländer bleiben nicht verschont von «Emmelindes» Wüten.

  • Das Dach eines Baumaschinenhändlers liegt quer auf dem Gebäude in Paderborn. - Foto: Lino Mirgeler/dpa

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  • Ein Blitz erhellt den Nachthimmel über Windenergieanlagen im brandenburgischen Jacobsdorf. - Foto: Patrick Pleul/dpa

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  • Blick auf ein beschädigtes Haus in Lippstadt. - Foto: Friso Gentsch/dpa

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Das Dach eines Baumaschinenhändlers liegt quer auf dem Gebäude in Paderborn. - Foto: Lino Mirgeler/dpaEin Blitz erhellt den Nachthimmel über Windenergieanlagen im brandenburgischen Jacobsdorf. - Foto: Patrick Pleul/dpaBlick auf ein beschädigtes Haus in Lippstadt. - Foto: Friso Gentsch/dpa

Gewitter, Starkregen und Orkanböen haben in Teilen Deutschlands schwere Schäden verursacht. Betroffen war zunächst vor allem Nordrhein-Westfalen:

Im Raum Paderborn wurden bei heftigem Unwetter nach Polizeiangaben 30 bis 40 Menschen verletzt, davon mindestens zehn schwer. Heftiger Regen und Orkanwinde sorgten besonders in Lippstadt und Paderborn für Chaos. In Lippstadt meldete die Feuerwehr gar einen mutmaßlichen Tornado, der schwere Schäden angerichtet habe. Es gebe zerstörte Dächer und umgestürzte Bäume im gesamten Stadtgebiet, sagte ein Feuerwehrsprecher. In Paderborn war die Rede von Millionenschäden.

14 Verletzte in Bayern

Im Mittelfranken in Bayern wurden während des dortigen Unwetters 14 Menschen beim Einsturz einer Holzhütte verletzt, darunter mehrere Kinder. Das Unglück ereignete sich am Freitagabend in Spalt (Landkreis Roth) nahe dem Großen Brombachsee. Einer Polizeisprecherin zufolge hatten angesichts des in Bayern aufziehenden Unwetters mehrere Urlauber in der rund 85 Quadratmeter großen Hütte Schutz gesucht, die dann zur Seite gekippt und in sich zusammengefallen sei.

Insgesamt löste das Unwetter in Mittelfranken knapp 400 Feuerwehreinsätze aus - vor allem wegen vollgelaufener Keller, entwurzelter Bäume und beschädigter Hausdächer. Zwischen Neuhaus und Hersbruck wurde die Bahnstrecke wegen Bäumen auf den Gleise gesperrt.

Mann stirbt nach Stromschlag

In Rheinland-Pfalz und dem Saarland blieben größere Schäden trotz massiver Gewitter aus. Polizei und Rettungskräfte meldeten nur vereinzelt umgestürzte Bäume, Hagelschäden an Autos sowie die Überflutung von Kellern. Ein 38-jähriger Mann starb in Rheinland-Pfalz, als er beim Betreten eines unter Wasser stehenden Kellers einen Stromschlag erlitt, dadurch zu Fall kam und vermutlich mit dem Kopf aufschlug, wie die Polizei mitteilte. Im Landkreis Bernkastel-Wittlich wurden bei einem Autounfall auf regennasser Landstraße fünf Menschen verletzt, darunter ein dreijähriges Kind.

In Thüringen kam am ein Autofahrer bei Dittersdorf im Saale-Orla-Kreis aufgrund von Aquaplaning mit seinem Fahrzeug von der Straße ab und krachte gegen eine Betonwand, wie die Polizei mitteilte. Er und drei Mitfahrer wurden leicht verletzt. Auch andernorts in Thüringen mussten die Einsatzkräfte ausrücken - hauptsächlich wegen entwurzelter Bäume, die Straßen blockierten.

Band Rammstein unterbricht Konzert

In Sachsen musste wegen eines Gewitters über Leipzig die Band Rammstein ihr Konzert am Freitagabend für eine halbe Stunde unterbrechen. 45 Minuten nach Beginn der Show wurden die Menschen in der Red-Bull-Arena aufgefordert, den Innenraum des Stadions zu verlassen und Schutz zu suchen. Nach 15 Minuten wurden die Fans dann zurück in den Innenraum gelassen.

Am Samstag sollte das Gewittertief nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ostwärts über Mecklenburg-Vorpommern abziehen. Davor kann es zu Sturmböen kommen. Im Süden sei noch vereinzelt mit Gewittern zu rechnen. Die Menschen im Nordosten können sich auf einen Wechsel aus Sonne und Wolken einstellen und auch im Südwesten soll es sonnig, jedoch nicht mehr so warm wie bisher werden.

@ dpa.de