Sturz, Mainbrücke

Im Februar stürzte ein Mann von einer Mainbrücke in den Tod.

10.11.2022 - 12:56:45

Mann springt wohl unter Zwang in Main: Angeklagter schweigt. Ein Mann wurde angeklagt, nun beginnt der Prozess. Der Angeklagte schwieg zunächst, am nächsten Verhandlungstag soll sich das aber ändern.

Knapp neun Monate nach dem tödlichen Sturz eines Mannes von einer Mainbrücke in Unterfranken hat ein wegen Mordes angeklagter Mann zum Prozessauftakt geschwiegen. «Heute wird mein Mandant noch keine Angaben machen», sagte der Verteidiger des 35-Jährigen vor dem Landgericht Aschaffenburg. Am nächsten Verhandlungstag (18. November) werde er aber voraussichtlich Fragen des Gerichts beantworten.

Die Staatsanwaltschaft glaubt, der Angeklagte habe seinen Bekannten aus Rache gezwungen, in der Nacht zum 18. Februar zwischen Wörth und Erlenbach (Landkreis Miltenberg) in den eiskalten Fluss zu springen. Der 30-Jährige stürzte rund zwölf Meter in die Tiefe und starb im Hochwasser führenden Main. Die Tat soll der Angeklagte mit seinem Handy gefilmt haben.

Die Anklage lautet unter anderem auf Mord in mittelbarer Täterschaft. Das bedeutet, ein Täter nutzt jemand anderen als «Werkzeug» für die Begehung der Tat, führt also die Handlung nicht selbst aus.

Der Verdächtige und das Opfer kannten sich seit Jahren und saßen zeitweise auch zusammen in einem Gefängnis. Dort soll sich das Opfer bei einem Stationsbeamten über den gewalttätigen Angeklagten beschwert haben.

@ dpa.de