Fußball, Bundesliga

Fünf Montagsspiele in einer Spielzeit - dabei bleibt es trotz des Unmuts der Fans, die lieber am Wochenende ihren Clubs hinterher reisen.

06.04.2018 - 17:28:04

Zumindest bis 2021 - Bundesliga gibt nicht nach: Montagsspiele bleiben. Die 18 Clubs und die DFL halten sich an die Verträge.

Frankfurt/Main - Trotz massiver Fanproteste bleibt es in der Fußball-Bundesliga bis zum Ende des Fernsehvertrages 2021 bei fünf Montagsspielen pro Saison.

Darauf haben sich die 18 Clubs bei einem Treffen am 6. April in Frankfurt/Main einvernehmlich geeinigt, wie DFL-Vizepräsident Peter Peters der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Bei einem Sondierungsgespräch vor der Ausschreibung der neuen Medienrechte habe man sich zudem darauf geeinigt, dass nach 2021 nicht mehr als fünf Begegnungen am Montagabend ausgetragen werden.

Die Meinung der Fans spiele immer eine Rolle, sagte Peters, betonte aber erneut: «Die Einführung ist aus sportlichen Gründen erfolgt.» Zudem gebe es klare Verträge mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum Schutz der Sonntagsspiele bei den Amateuren. Gegen die Montagsspiele hatte es zuletzt massive Fan-Proteste in der Bundesliga gegeben. Für die nationalen TV-Rechte für den Saison-Zyklus von 2017/18 bis 2020/21 kassiert die Deutsche Fußball Liga insgesamt 4,64 Milliarden Euro - rund 1,16 Milliarden pro Spielzeit.

Zuvor hatte Bayer Leverkusens Sportdirektor Rudi Völler ein Nachdenken über die oft ungeliebten Montagsspiele gefordert. «Wenn die Fans das aber ablehnen, muss man diese Entscheidung neu überdenken«, sagte er dem Sportbuzzer. Man habe in der Vergangenheit donnerstags in der Europa League gespielt, habe aber am Samstag schon wieder in der Bundesliga antreten müssen. «So etwas darf nicht mehr passieren», sagte der Fußball-Weltmeister von 1990. Für ihn sei es kein Problem nach einem Europa-League-Spieltag am Sonntag wieder anzutreten. «Hier aber gilt es die Interessen des DFB zu berücksichtigen, der weitere Sonntagsspiele ablehnt, um den Amateurfußball zu schützen», räumte Völler ein.

Die Zersplitterung des Spieltags aufgrund des neuen Fernsehvertrags hatte für Unmut bei vielen Fans gesorgt. Peters bezeichnete es als «unglücklich», dass die deutschen Clubs in der Europa League diese Saison nicht so erfolgreich waren. So gesehen hätte man nicht alle fünf Montagsspiele gebraucht. Man werde sich aber an den bestehenden Vertrag der laufenden Rechte-Periode halten.

Die DFL hatte sich stets darauf berufen, dass die Einführung der Spiele zu Wochenbeginn nicht aus kommerziellen Gründen erfolgt sei, sondern vor allem der Regeneration jener Mannschaften diene, die am Donnerstag in der Europa League antreten: Auf die fünf Montagsbegegnungen würden weniger als ein Prozent der Medienerlöse fallen. Dass es auch langfristig nicht mehr Spiele werden, dazu gebe es ein «ganz klares Bekenntnis» der Erstligisten, so Peters. Er verwies auch darauf, dass die 2. Liga, deren Vertreter sich am kommenden Freitag treffen, durch die fünf Montagsspiele im Oberhaus entlastet worden sei.

Liga-Präsident Reinhard Rauball hatte schon im März die Vereine in die Pflicht genommen und darauf verwiesen: «Das Votum der 36 Clubs war einstimmig. Es ist deshalb die Aufgabe der Clubs, sich zu ihrer Entscheidung zu bekennen und die Faktenlage wahrheitsgetreu ihrer Fanbasis zu vermitteln.»

Bisher haben Eintracht Frankfurt gegen RB Leipzig, Borussia Dortmund gegen FC Augsburg und Werder Bremen gegen den 1. FC Köln am Montagabend gespielt. In Frankfurt hatte es heftige, aber friedliche Proteste vor dem Anpfiff gegeben. Die Partie in Dortmund hatten mehr als 25 000 Fans boykottiert. Am 9. April tritt Leipzig, das als einziger deutscher Club noch in der Europa League vertreten ist, gegen Leverkusen an. Am 16. April spielt der FSV Mainz 05 zu Wochenbeginn gegen den SC Freiburg.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Hamburger SV erhält Lizenz ohne Auflagen. Hamburg - Endlich mal eine gute Nachricht für den Hamburger SV: Der stark abstiegsgefährdete Fußball-Bundesligist hat von der Deutschen Fußball Liga die Spielberechtigung sowohl für die 1. als auch für die 2. Bundesliga ohne Bedingungen und ohne Auflagen erhalten. Das teilten die Hanseaten heute mit. Angesichts von acht Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz könnte der HSV schon an diesem Wochenende zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte absteigen. Es war erwartet worden, dass der Verein vor allem im Abstiegsfall aufgrund hoher Verbindlichkeiten Lizenzprobleme bekommen könnte. Hamburger SV erhält Lizenz ohne Auflagen (Politik, 19.04.2018 - 16:12) weiterlesen...

Bundesliga-Freitagsspiel - Mobbing, Umbruch, Unsicherheit: Krisen-Duell in Gladbach. Die beiden Gegner vom Freitag plagen Sorgen. Borussia Mönchengladbach wird wohl die Europacup-Teilnahme verpassen, der VfL Wolfsburg schwebt wie im Vorjahr in Abstiegsgefahr. (Sport, 19.04.2018 - 14:24) weiterlesen...

31. Spieltag - Bundesliga verliert Zugpferde: HSV und Köln vor Abstieg. Der 1. FC Köln und der Hamburger SV stehen kurz vorm Abstieg. Die Fans feixen, doch die Fußball-Bundesliga lässt die Traditionsclubs nur ungern ziehen. Das hat viele gute Gründe. 31. Spieltag - Bundesliga verliert Zugpferde: HSV und Köln vor Abstieg (Sport, 19.04.2018 - 13:22) weiterlesen...

Investor - HSV reagiert gelassen auf Kühne-Drohung: «Nachvollziehbar». Der Club reagiert gelassen. Man könne dessen Bedenken nachvollziehen, sagt Vorstand Frank Wettstein. Investor Klaus-Michael Kühne droht, dem HSV nur unter Bedingungen weiter Geld nach dem wahrscheinlichen Abstieg zu geben. (Sport, 18.04.2018 - 13:48) weiterlesen...

Als Bayern-Jugendcoach - FCB-Chef Rummenigge würde Klose-Rückkehr begrüßen. WM-Rekordtorschütze Klose soll als Nachwuchscoach zu den Münchnern zurückkehren. «Das kriegen wir hin», sagt Sportdirektor Salihamidzic. Über einen weiteren früheren Bayern-Star soll es Gedankenspiele geben. Ein Weltmeister für die Jugend des FC Bayern. (Sport, 18.04.2018 - 13:48) weiterlesen...

Elfmeter in der Pause - Nach Halbzeit-Videobeweis: Freiburg verzichtet auf Einspruch Freiburg - Der SC Freiburg hat den Halbzeit-Videobeweis im Bundesligaspiel beim FSV Mainz 05 scharf kritisiert, wird die 0:2-Niederlage aber nicht anfechten. (Sport, 18.04.2018 - 10:58) weiterlesen...