Feuerwehr, Angriffe

Einsatzkräfte wurden in der Nacht zum Neujahrstag mit Pyrotechnik angegriffen.

02.01.2023 - 08:46:35

Nach Angriffen: Feuerwehr fordert Kameras an Fahrzeugen. Um solche Attacken besser dokumentieren zu können, will die Feuerwehr-Gewerkschaft Fahrzeuge mit Kameras ausstatten lassen.

Als Konsequenz aus den Angriffen auf Einsatzkräfte in Berlin und anderen Städten in der Silvesternacht fordert die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft, Einsatzfahrzeuge mit sogenannten Dashcams auszustatten. Das sind kleine Kameras, die oftmals hinter der Windschutzscheibe montiert werden. So könnten derartige Angriffe besser dokumentiert werden, teilte der Landesverband Berlin-Brandenburg in der Nacht zum Montag mit.

Zudem verwies die Gewerkschaft auf Bodycams, die derzeit getestet würden. Nach früheren Angaben des Berliner Innensenats sind Feuerwehr und Polizei in der Hauptstadt mit 300 dieser Kameras ausgestattet worden. Mit den Geräten sollen brenzlige Situationen gefilmt werden.

Allein in Berlin 33 verletzte Einsatzkräfte

«Es ist unvorstellbar, was unsere Einsatzkräfte in dieser Silvesternacht erleben mussten», sagte der Landesvorsitzende Lars Wieg der Mitteilung zufolge. Feuerwehr und Polizei in Berlin zählten in der Nacht zum Neujahrstag insgesamt 33 verletzte Einsatzkräfte.

Als Reaktion auf die Angriffe verlangte etwa die Gewerkschaft der Polizei Berlin, mit einem weitgehenden Böllerverbot ernst zu machen. «Diesen Menschen muss man das Handeln in Zukunft deutlich erschweren. Die Feuerwehr-Gewerkschaft erklärte: «Hier wird man sich für den nächsten Jahreswechsel ganz klar Gedanken machen müssen.»

Hartes Durchgreifen gefordert

Der Deutsche Feuerwehrverband hatte sich vor dem Jahreswechsel für ein hartes Durchgreifen bei Angriffen auf Einsatzkräfte ausgesprochen. «Wir brauchen keine härteren Strafen. Ich möchte nur, dass diese Strafen durchgesetzt werden», sagte Verbandspräsident Karl-Heinz Banse der Deutschen Presse-Agentur. «Es kann nicht sein, dass unsere Leute gefährdet werden, fast überfahren werden und hinterher wird es als Bagatelldelikt dargestellt.»

@ dpa.de