Italien, Unwetter

Eine «bomba d'acqua» - ein Platzregen wie er auf Italienisch heißt - verwüstet am Wochehende den Norden von Ischia.

28.11.2022 - 10:48:54

Achtes Todesopfer nach Unwetter auf Ischia gefunden. Die Schäden sind enorm, vier Menschen werden noch vermisst.

  • Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Unwetter. - Foto: Salvatore Laporta/AP/dpa

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  • Ein Baby wird in Sicherheit gebracht. - Foto: Alessandro Garofalo/LaPresse via ZUMA Press/dpa

    Alessandro Garofalo/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Unwetter. - Foto: Salvatore Laporta/AP/dpaEin Baby wird in Sicherheit gebracht. - Foto: Alessandro Garofalo/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Rettungskräfte auf der italienischen Insel Ischia haben nach dem schweren Unwetter von der Nacht zu Samstag ein achtes Todesopfer gefunden. Die zuständige Präfektur in Neapel teilte mit, er sei 15 Jahre alt gewesen.

Aus einer Mitteilung der Feuerwehr ging zuvor lediglich hervor, dass es sich um eine männliche Person handelte. Das Suchteam fand ihn in Casamicciola, einem der schwer von Starkregen und Sturm getroffenen Orte im Norden der Insel. Damit sank die Zahl der noch vermissten Menschen auf vier.

Am späten Sonntagabend hatte die Präfektur im süditalienischen Neapel noch sieben Todesopfer bestätigt und nähere Details bekannt gegeben: Demnach waren unter ihnen ein erst 22 Tage altes Baby, ein 11 Jahre alter Junge und dessen 6-jährige Schwester. Zudem entdeckten die Einsatzkräfte drei tote Frauen und einen Mann.

Starke Regenfälle hatten zu Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Besonders betroffen war der Nordteil der Insel. Zahlreiche Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen. Schlammmassen trieben durch die Straßen bis in die Häuser, zerstörten Autos und rissen sie ins Meer.

Die Regierung in Rom rief am Sonntag den Notstand aus und sicherte zwei Millionen Euro an Hilfsgeldern für die größte Insel im Golf von Neapel zu. Kritiker wiesen auf das seit Jahren bekannte Erdrutsch-Risiko durch Unwetter an den bebauten Hängen der Insel hin und darauf, dass die Behörden zu wenig für den Schutz unternommen hätten. Zudem sollen einige Häuser dort laut Medienberichten ohne entsprechende Prüfungen und Genehmigungen gebaut worden sein.

@ dpa.de