Kultur, USA

Der langjährige Direktor des Städel-Museums, der Schirn-Kunsthalle und des Liebighauses in Frankfurt am Main, Max Hollein, wird Leiter des New Yorker Metropolitan Museum of Art.

10.04.2018 - 23:24:30

Max Hollein wird Direktor des New Yorker Metropolitan Museum of Art

Das beschloss nach Informationen der "Welt" das Kuratorium des Museums am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in New York. Auch die New York Times berichtet darüber.

Der 48-jährige Hollein tritt im Sommer dieses Jahres die Nachfolge von Thomas Campbell an. Der 1969 in Wien geborene Hollein war erst im Juni 2016 als Direktor an die Fine Arts Museums von San Francisco berufen worden. Als Max Hollein im Oktober 2001 zur Schirn kam, war die Skepsis nicht gering. Der Sohn des Architekten Hans Hollein hatte nach einem Doppelstudium der Betriebswirtschaftslehre und Kunstgeschichte seine Lehrjahre als "Chief of Staff" am New Yorker Guggenheim Museum verbracht. Als Kurator war er dagegen ein ziemlich unbeschriebenes Blatt. Mit seinem hohen Innovations- wie Organisationstempo und monografischen Ausstellungen zum Beispiel von Yves Klein und Julian Schnabel oder Ausstellungen zu Themen wie "Shopping" oder "Lieber Maler, male mir" konnte Hollein Zweifel an seiner Professionalität bald zerstreuen. Das Kunstmagazin "Art Review" wählte ihn bald unter die fünf wichtigsten Museumsdirektoren weltweit. Ab 2006 verantwortete Hollein dann auch Liebighaus und Städel, dessen größte bauliche Veränderung er veranlasste und dessen Kunstbestand er maßgeblich ausbauen konnte. Max Hollein ist ein Netzwerker, der einen Großteil seiner Arbeitszeit für die Kontaktpflege aufwendet, und dabei gleichermaßen mit Bankern wie mit Museumsleuten austauscht. Mit Ausstellungen, die sowohl Kritiker überzeugten und sich an ein breites Publikum wandten, etablierte er ein einzigartiges Erfolgsmodell im Kunstbetrieb. Nach seinem kurzen Gastspiel in San Francisco übernimmt Hollein nun mit dem "Met" die Verantwortung für das größte Museum der Vereinigten Staaten von Amerika, ein Universalmuseum mit dem Stammhaus am Central Park, dem 2016 eröffneten Met Breuer im ehemaligen Whitney Museum an der Madison Avenue und den Cloisters mit Kirchenkunstschätzen aus dem Mittelalter. Nach Recherchen der "New York Times" leidet das Museumsimperium aber auch unter einem Defizit von 15 Millionen Dollar. Zudem tritt Hollein sein Amt in einer Zeit an, in der die öffentliche Empfindlichkeit, was die Herkunft der Sammlungen betrifft, mächtig gewachsen ist. Weit über neunzig Prozent der Bestände kamen aus Privatbesitz ins Haus mit meist unaufgearbeiteten Provenienzen. Auch hat das "Met" nicht gerade den besten Leumund, wenn es um die Rückgabe erwiesener Raubkunst geht. Zumindest in der Vergangenheit hat man sich bei einigen Streitfällen viel Zeit gelassen und sämtliche juristischen Möglichkeiten ausgeschöpft. Da wartet viel Arbeit auf den neuen Direktor.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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