Corona, Covid-19

Das Corona-Infektionsgeschehen war zuletzt eine Weile rückläufig.

16.09.2022 - 02:14:53

Erkältungszeit steht bevor - Corona-Rückgang gestoppt. Nun scheint es laut RKI-Wochenbericht zu stagnieren.

Angesichts der Jahreszeit erwartet das Robert Koch-Institut (RKI) in nächster Zeit wieder mehr Atemwegskrankheiten.

«In den kommenden Wochen ist nach dem Ende der Ferienzeit mit einer saisonal bedingten Zunahme an respiratorischen Erkrankungen insgesamt zu rechnen», heißt es im Covid-19-Wochenbericht des Instituts vom Donnerstagabend. Demnach könnten insbesondere ältere Menschen schwer davon betroffen sein. Das RKI rief zu gegenseitiger Rücksichtnahme auf: Bei neu auftretenden Symptomen wie Schnupfen, Halsschmerzen oder Husten solle man nicht zur Arbeit gehen, kranke Kinder sollten nicht in Schule oder Kindergarten. Es gelte im Krankheitsfall vielmehr, Kontakte zu meiden und sich bei Bedarf beim Hausarzt zu melden.

RKI: Empfehlungen zur Infektionsvermeidung weiter einhalten

Auch mit Blick speziell auf Corona rät das RKI: «Vor dem Hintergrund hoher Inzidenzen durch die starke Verbreitung der Omikron-Sublinie BA.5 sollten die Empfehlungen zur Infektionsvermeidung weiterhin unbedingt eingehalten werden.» Der recht langanhaltende Rückgang bei diesen Infektionen in Deutschland sei gestoppt. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz etwa sei im Vergleich von vergangener zu vorvergangener Woche relativ stabil geblieben, «nachdem sie zuvor sieben Wochen lang zurückgegangen war». Auch bei schweren Covid-19-Erkrankungen setzte sich der rückläufige Trend den Daten zufolge nicht weiter fort. Bei der Zahl der davon betroffenen Intensivpatienten war von einem Plateau die Rede.

Omikron-Sublinie BA.5 dominiert weiterhin

Wenig Bewegung zeigt sich in den Auswertungen zu Varianten von Sars-CoV-2: Die Omikron-Sublinie BA.5 ist in einer Stichprobe weiter für den allergrößten Anteil von Fällen verantwortlich (95 Prozent). BA.4 kommt auf rund drei Prozent. Ein mRNA-Impfstoff von Biontech/Pfizer, der an diese beiden Erreger angepasst ist, war zu Wochenbeginn von der Europäischen Kommission zugelassen worden. BA.4 und BA.5 weisen identische Spike-Proteine auf.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rechnet mit einem zügigen Start von Impfungen mit dem zugelassenen neuen Präparat. Seit kurzem gibt es zudem an die Omikron-Sublinie BA.1 angepasste Impfstoffe - ein Erreger, der derzeit keine Rolle mehr spielt. Anhand bisheriger Daten lässt sich jedoch nicht direkt vergleichen, welcher der neuen Impfstoffe besser ist. Die Effektivität hängt auch davon ab, welche Varianten in den kommenden Wochen und Monaten vorherrschen werden - was derzeit völlig offen ist. Wichtig ist laut Forschern, dass sich Risikogruppen überhaupt eine zweite Auffrischimpfung geben lassen. Erwartet wird auch noch die Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zu den neuen Impfstoffen.

@ dpa.de

Weitere Meldungen

RKI registriert 46.964 Corona-Neuinfektionen. Die Zahl der Neuinfektionen dürfte allerdings deutlich höher liegen als vom Institut ermittelt, schätzen Experten. Laut Berechnungen des RKI liegt die Sieben-Tage-Inzidenz aktuell bei 308,9. (Unterhaltung, 24.09.2022 - 09:08) weiterlesen...

Oktoberfest-Abwasser wird auf Corona getestet. Sie hoffen, damit frühzeitig einen Anstieg der Infektionen erkennen zu können. Angesichts der erwarteten Corona-Welle blicken Münchner derzeit gezielt auf das Abwasser des Oktoberfests. (Unterhaltung, 24.09.2022 - 06:06) weiterlesen...

Mehrere Corona-Kennzahlen steigen an - nächste Welle?. Damit ist es vorbei. Bis vor kurzem sanken viele Corona-Parameter von Woche zu Woche. (Unterhaltung, 23.09.2022 - 01:04) weiterlesen...

Lauterbach: Corona-Regeln dienen der Stabilität im Herbst. Energiekrise, Ukraine-Krieg - und dann noch Corona. Zum 1. Oktober gelten wieder strengere Corona-Schutzmaßnahmen. Der Gesundheitsminister rechtfertigt diese auch angesichts der aktuellen Krisensituation. Lauterbach: Corona-Regeln dienen der Stabilität im Herbst (Politik, 22.09.2022 - 12:06) weiterlesen...

Lauf-Veranstalter nach Corona noch nicht aus der Krise. Der Marathon ist eine der größten Veranstaltungen in der Stadt und nach der Corona-Krise auf dem Weg zurück zu altem Glanz. An diesem Sonntag gehört Berlin wieder den Läuferinnen und Läufern. (Sport, 22.09.2022 - 10:30) weiterlesen...

Weiterhin Probleme für Lauf-Veranstaltungen (Sport, 22.09.2022 - 07:32) weiterlesen...