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Kultur, Bundesverband Musikindustrie e.V.

Berlin - Mit Bezug auf die am vergangenen Freitag abgegebene Stellungnahme des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) zum Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums (BMJV) fordern die BVMI-Vorst?nde das Ministerium noch einmal nachdr?cklich auf, bei der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie den deutschen Sonderweg zu verlassen.

17.11.2020 - 13:07:20

BVMI-Vorstand ?bt deutliche Kritik am Referentenentwurf des BMJV / Musikindustrie fordert Bundesjustizministerium auf, deutschen Sonderweg zu verlassen

Berlin - Mit Bezug auf die am vergangenen Freitag abgegebene Stellungnahme des Bundesverbandes Musikindustrie (BVMI) zum Referentenentwurf des Bundesjustizministeriums (BMJV) fordern die BVMI-Vorst?nde das Ministerium noch einmal nachdr?cklich auf, bei der Umsetzung der Urheberrechtsrichtlinie den deutschen Sonderweg zu verlassen. Der Entwurf widerspricht dem Gedanken der europ?ischen Harmonisierung und f?hrt zur Schw?chung des Standortes Deutschland f?r die Kultur- und Kreativwirtschaft. Die vollst?ndige Stellungnahme des BVMI ist auf der Website des BMJV (https://www.bmjv.de/SharedDocs/Gesetzgebungsverfah ren/Stellungnahmen/2020/Downloads/110620_Stellungnahme_BVMI_RefE_Urheberrecht-ge s.pdf?__blob=publicationFile&v=2) ver?ffentlicht, zusammen mit allen anderen Einlassungen.

Frank Briegmann (CEO & President Central Europe Universal Music und Deutsche Grammophon): "Wenn man den aktuellen Referentenentwurf liest, k?nnte man glauben, es h?tte die jahrelangen Diskussionen um ein zeitgem??es Urheberrecht im Sinne der europ?ischen K?nstlerinnen, K?nstler und Kreativen gar nicht gegeben. Ebenso wenig wie die vom EU-Parlament verabschiedete Urheberrechtsrichtlinie; denn der deutsche Entwurf konterkariert in wesentlichen Punkten den m?hsam erstrittenen Kompromiss und den Geist der EU-Vorgabe. So wird ein Fortschritt durch einen nationalen Alleingang ins Gegenteil verkehrt. Sollte der Entwurf in dieser Form umgesetzt werden, wird die Zukunft f?r Jahre zu Lasten der Kreativen zementiert."

Bernd Dopp (Chairman & CEO Warner Music Central Europe): "Musik ist auf allen User-Generated-Content-Plattformen verf?gbar und soll es bleiben! Es geht nicht um die Sperrung, sondern um die Monetarisierung von Inhalten: Wenn jemand Musik eines Anderen nutzen will, muss dieser anteilig an den Einnahmen beteiligt werden. Die geplanten Regelungen w?rden dazu f?hren, dass die Plattformen ohne Einzellizenzen arbeiten und K?nstler und ihre Partner sich nicht mehr gegen unautorisierte Uploads wehren k?nnten."

Patrick Mushatsi-Kareba (CEO Sony Music GSA): "Eine Plattform wie TikTok hat derzeit allein in der EU und den USA monatlich jeweils mehr als 100 Millionen Nutzer und basiert auf zum Teil 7 Sekunden Musikausschnitten. Das wirtschaftliche Potenzial, das f?r die K?nstler und Firmen in Ausschnitten liegt, ist also erheblich. Der BMJV-Ansatz torpediert diesen Markt. Die potenziellen Einnahmen durch User Generated Content durch Musik belaufen sich allein im Jahr 2020 auf etwa 4 Milliarden Dollar."

Konrad von L?hneysen (Gesch?ftsf?hrer Embassy of Music) als Sprecher der au?erordentlichen Mitglieder im Vorstand: "Fingerprinting ist l?ngst g?ngige Praxis, es sorgt daf?r, dass mir als Rechteinhaber angezeigt wird, wenn ein Dritter - also ein User - versucht, urheberrechtlich gesch?tzten Content von uns auf eine Plattform wie z.B. YouTube hochzuladen. Dann kann ich ?ber den Umgang damit entscheiden. Die zul?ssige L?nge von Ausschnitten sollte dabei nicht der Gesetzgeber festlegen, vielmehr sollte dieser daf?r sorgen, dass kreative Inhalte in ihrer Gesamtheit lizenziert werden, anstatt die EU-Richtlinie aufzuweichen."

Dr. Florian Dr?cke , Vorstandsvorsitzender des BVMI: "Wir m?ssen beim Thema der gesellschaftlich gewollten Verantwortung von Plattformen Klartext reden. Meinungsfreiheit ist ein wesentliches Grundrecht, ebenso die Kunstfreiheit. Bei der Aus?bung dieser Rechte d?rfen jedoch nicht die Rechte anderer so tiefgreifend beschnitten werden, wie es der aktuelle Entwurf vorhat. Das sich andeutende regulatorische Nirwana wird dar?ber hinaus negative wirtschaftliche Auswirkungen auf das sich sehr schnell ausdifferenzierende digitale Angebot unserer Mitglieder haben."

Pressekontakt:

Sigrid Herrenbr?ck E-Mail: mailto:herrenbrueck@musikindustrie.de Tel.: +49 (0)30 - 59 00 38-44

Weiteres Material: http://presseportal.de/pm/36532/4765431 Bundesverband Musikindustrie e.V.

@ presseportal.de