Leute, Gesellschaft

Bei «Anne Will» ging es gestern Abend um die Sexismus-Debatte.

13.11.2017 - 12:06:07

Talk-Show - Verona Pooth: Habe auch Sexismus erlebt. 3,18 Millionen Zuschauer verfolgten die Diskussion.

Berlin - Moderatorin und Werbefigur Verona Pooth (49) hat nach eigener Aussage in ihrer Karriere auch Sexismus erlebt. «Aber nie eine Nötigung in einer Form, die mir einen Schaden zugefügt hat, sagte sie am Sonntagabend in der ARD-Talkshow «Anne Will».

Frauen werde häufig vorgeworfen, durch verführerisches Aussehen oder aufreizende Kleidung Sexismus hervorzurufen - dies sei völlig falsch. «Man darf verführerisch aussehen, aber man darf nicht angefasst werden», sagte Pooth. In der Talkshow wurde diesmal vor dem Hintergrund der #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung über das Thema «Die Sexismus-Debatte - Ändert sich jetzt etwas?» diskutiert.

Für den früheren Innenminister Gerhart Baum (FDP) ist diese Debatte «absolut notwendig», denn sie lege den «Alltagssexismus» offen. Es gebe ein Machtgefälle und Abhängigkeiten, häufig zuungunsten von Frauen. «Wir müssen die Frauen stärken in ihrer Rolle in der Gesellschaft, denn das, was jetzt in dem Alltagssexismus passiert, ist ein Angriff auf die Menschenwürde», sagte Baum, der sich nach seiner Politikerkarriere bei Menschenrechtsorganisationen engagiert. Angesprochen auf die geringe Anzahl weiblicher FDP-Abgeordneter im Bundestag (sie stellen einen Anteil von 22,5 Prozent) sagte er: «Ich würde meiner Partei gerne eine Quote verordnen.»

Vor vier Jahren hatte die damalige «Stern»-Journalistin Laura Himmelreich bereits eine Sexismusdebatte ausgelöst, indem sie Anzüglichkeiten des FDP-Politikers Rainer Brüderle schilderte. Unter dem Hashtag #Aufschrei entstand damals eine ähnliche Debatte wie jetzt bei #MeToo, aber heute sei man deutlich weiter als 2013, sagte Himmelreich. Damals hätten viele noch in Frage gestellt, ob es überhaupt ein Problem gebe. «Wir sind einen Schritt weiter: Wir wissen, dass wir ein Sexismusproblem haben - anders als vor vier Jahren», sagte Himmelreich, heute Chefredakteurin des Magazins «Vice.com».

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Bardot: Klagen von Schauspielerinnen «scheinheilig». Was Schauspielerinnen angeht, und nicht Frauen im Allgemeinen, sei das in der großen Mehrheit der Fälle scheinheilig, lächerlich, uninteressant, sagte die 83-Jährige. Viele gäben sich gegenüber Produzenten als «Anmacherinnen», um eine Rolle herauszuschlagen. Danach würden sie erzählen, dass sie belästigt wurden, damit man von ihnen redet. Sie selbst sei in ihrer Schauspielkarriere niemals Opfer sexueller Belästigung geworden, sagte Bardot. Paris - Die französische Filmikone Brigitte Bardot hat Beschwerden von Schauspielerinnen über sexuelle Belästigung abgetan. (Politik, 17.01.2018 - 21:52) weiterlesen...

Schauspieler - Matt Damon entschuldigt sich für #MeToo-Äußerungen. Matt damon macht einen Rückzieher. Er möchte Teil der Lösung und nicht Teil des Problems sein. (Polizeimeldungen, 17.01.2018 - 09:10) weiterlesen...

#MeToo - Sharon Stone lacht bei Frage nach sexueller Belästigung Ins Detail ging Sharon Stone nicht, ihre Reaktion auf die Frage nach sexueller Belästigung lässt aber eigentlich kaum einen Spielraum. (Unterhaltung, 16.01.2018 - 10:24) weiterlesen...

Time's Up - Timothée Chalamet spendet Gage aus Woody-Allen-Film. Hintergrund sind Missbrauchsvorwürfe gegen den Regisseur. Oscar-Hoffnung Timothée Chalamet will nicht von seiner Rolle im neuen Woody-Allen-Film profitieren und die Gage spenden. (Unterhaltung, 16.01.2018 - 09:30) weiterlesen...

Deneuve entschuldigt sich bei Opfern sexueller Gewalt. In der Zeitung «Liberation» wandte sie sich direkt an die Opfer: «Ich grüße alle Opfer dieser verabscheuungswürdigen Taten, die sich durch den Artikel in "Le Monde" beleidigt fühlen, ihnen und ihnen allein biete ich meine Entschuldigung an.» Deneuve hatte mit rund 100 weiteren Frauen einen Artikel unterzeichnet, der kritisiert, die #MeToo-Debatte um sexuelle Belästigung habe eine «Kampagne der Denunziation» nach sich gezogen. Paris - Filmstar Catherine Deneuve hat sich nach ihrer umstrittenen Kritik an Folgen der #MeToo-Debatte bei den Opfern sexueller Gewalt persönlich entschuldigt. (Politik, 15.01.2018 - 04:26) weiterlesen...