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Film, Auszeichnungen

Sieben Regisseurinnen und Regisseure machen sich Hoffnung, für Deutschland ins Oscar-Rennen zu gehen.

08.08.2019 - 12:47:43

Vorauswahl - Caroline Link im Rennen um Oscar-Kandidatur. Eine von ihnen hat es schon einmal auf den Hollywood-Olymp geschafft.

  • Der Junge muss an die frische Luft  - Foto: Ursula Düren

    Hauptdarsteller Julius Weckauf und Regisseurin Caroline Link auf dem Münchner Filmfest. Foto: Ursula Düren

  • Der Junge muss an die frische Luft  - Foto: Warner Bros. Entertainment

    Julius Weckauf als Hans-Peter in einer Szene des Films "Der Junge muss an die frische Luft". Foto: Warner Bros. Entertainment

Der Junge muss an die frische Luft  - Foto: Ursula DürenDer Junge muss an die frische Luft  - Foto: Warner Bros. Entertainment

DÜSSELDORF - Höhere Kosten für CO2-Zertifikate und der Wegfall positiver Sondereffekte haben den Kraftwerksbetreiber Uniper im ersten Halbjahr belastet. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) des Konzerns halbierte sich in den ersten sechs Monaten im Vergleich zum Vorjahr auf 308 Millionen Euro, wie Uniper am Donnerstag mitteilte. Es ist die erste Bilanz, die der neue Vorstandsvorsitzende Andreas Schierenbeck vorlegt. Dieser dämpfte zudem in einer Telefonkonferenz Hoffnungen auf eine schnelle Lösung im Streit mit Großaktionär Fortum.

Der neue Uniper-Chef erklärte, dass er mit dem Großaktionär seit seinem Amtsantritt vor zwei Monaten bereits mehrere Gespräche geführt habe. Das Klima sei offen und konstruktiv. Man sei aber noch nicht "wesentlich weiter gekommen". Zwischenzeitlich hatte nach der Hauptversammlung Funkstille zwischen den beiden Unternehmen geherrscht. Zuvor hatte Fortum dem vorherigen Management des Düsseldorfer Konzerns vorgeworfen, in Russland aktiv gegen eine Übernahme durch Fortum gearbeitet zu haben. Schierenbeck betonte allerdings, Uniper habe Fortum rechtzeitig auf rechtliche Hürden aus Russland hingewiesen.

Nach Differenzen mit dem finnischen Großaktionär war es zu einem Austausch des Vorstands gekommen. Als letzte verlassen die beiden Vorstände Eckhardt Rümmler und Keith Martin das Unternehmen zum 30. November. Die Führungsmannschaft von Uniper stand seit Längerem über Kreuz mit Fortum, die knapp unter 50 Prozent an Uniper besitzen. Auf der Hauptversammlung Ende Mai war die Entlastung der Vorstände auf Betreiben Fortums vertagt worden.

Keinen Rückenwind verspürte Uniper durch die operative Entwicklung im ersten Halbjahr. Negativ entwickelten sich vor allem die Sparten Europäische Erzeugung und Globaler Handel. Diese profitierten im vergangenen Jahr noch von Veräußerungsgeschäften und der Auflösung von Rückstellungen. Zusätzlich sanken die Produktionsmengen wegen Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten und Streiks in Frankreich. Das russische Stromerzeugungsgeschäft konnte dank höherer Strompreise und gestiegener Erzeugermengen zwar zulegen, den Rückgang aus den anderen Sparten allerdings nicht ausgleichen.

RBC-Analyst John Musk sprach in einer ersten Einschätzung von einzelnen positiven Entwicklungen in den Sparten - er beließ die Einstufung des Papiers dennoch auf "Underperform". Jefferies-Analyst Ahmed Farman bezeichnete die Ergebnisse seinerseits als "durchwachsen". Und JPMorgan-Analyst Vincent Ayral schätzt, dass das Zahlenwerk im Tagesverlauf insgesamt für eher wenig Bewegung beim Aktienkurs sorgen dürfte. Das im MDax notierte Papier legte in einem freundlichen Umfeld zuletzt nur leicht zu.

Für das zweite Halbjahr erwartet der Konzern eine Reihe von Effekten, die das operative Ergebnis stützen könnten. Daher hält das Unternehmen auch am bisherigen Ergebnis- und Dividendenausblick für 2019 fest. Vor allem das Russland- und das Gasgeschäft zeigten jetzt bereits deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorjahr, erklärte der ebenfalls neue Finanzvorstand Sascha Bibert. Höhere Erwartungen habe er in der zweiten Jahreshälfte auch an das Geschäft mit Wasser- und Kernkaftwerken.

Der Umsatz stieg im ersten Halbjahr um 2 Prozent auf 36,72 Milliarden Euro. Der Konzernüberschuss lag mit 925 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahr. In den ersten sechs Monaten 2018 waren die Düsseldorfer mit 546 Millionen Euro in die Verlustzone gerutscht. Grund waren negative Bewertungseffekte aus Rohstoff-Derivaten, mit denen Uniper das Strom- und Gasgeschäft gegen Preisschwankungen absichert.

Die Nettoverschuldung des Konzerns stieg in Folge hoher Gasfüllstände und gestiegener Pensionsrückstellungen um 674 Millionen Euro auf knapp 3,2 Milliarden Euro. Die Pensionsrückstellungen mussten wegen weiter gesunkener Zinsen erhöht werden. Der bereinigte Funds from Operations (FFO), die für die Bemessung des Ausschüttungspotenzials für Uniper-Aktionäre relevante Kennzahl, ging in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 124 Millionen Euro zurück. Im Vorjahreszeitraum waren es noch 589 Millionen Euro.

@ dpa.de