Deutschland, Fernsehen

RTL schaut zurück auf 2022 - und zum ersten Mal ist es nicht Günther Jauch, der für den Sender die Momente des Jahres präsentiert.

12.12.2022 - 02:25:52

Ukraine ist Hauptthema im RTL-Jahresrückblick. Das neue Moderatoren-Duo widmet sich vor allem dem Krieg in der Ukraine.

  • Moderator Karl-Theodor zu Guttenberg spricht beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022» per Videoschalte mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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  • Amelia (M) erhält beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022» ein Geschenk von Moderator Thomas Gottschalk, daneben steht ihre Mutter. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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  • Karl-Theodor zu Guttenberg (l) spricht beim RTL-Jahresrückblick mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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  • Sahra Wagenknecht (Die Linke) beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022». - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

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Moderator Karl-Theodor zu Guttenberg spricht beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022» per Videoschalte mit Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpaAmelia (M) erhält beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022» ein Geschenk von Moderator Thomas Gottschalk, daneben steht ihre Mutter. - Foto: Rolf Vennenbernd/dpaKarl-Theodor zu Guttenberg (l) spricht beim RTL-Jahresrückblick mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP). - Foto: Rolf Vennenbernd/dpaSahra Wagenknecht (Die Linke) beim RTL-Jahresrückblick «Menschen, Bilder, Emotionen 2022». - Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Entertainer Thomas Gottschalk und der frühere Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) haben erstmals gemeinsam durch den RTL-Jahresrückblick geführt. Bestimmendes Thema im Format «Menschen, Bilder, Emotionen» war am Sonntagabend der Krieg Russlands gegen die Ukraine. Das ungewöhnliche Moderatoren-Gespann thematisierte außerdem unter anderem die Proteste im Iran, das Neun-Euro-Ticket und verschiedene persönliche Schicksalsgeschichten.

Zur aktuellen Lage in der Ukraine interviewte zu Guttenberg Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko, der per Video ins Studio nach Hürth geschaltet war. Der 51-Jährige bedankte sich für die humanitäre Hilfe und Waffenlieferungen, die sein Land bisher erhalten habe, sagte aber auch: «Das ist nicht genug.»

Amelia als jüngster Studiogast

Vom Krieg berichtete im Studio auch die Ukrainerin Olga Okara, die mit ihrem Sohn aus Mariupol nach Leipzig geflüchtet war. Weitere Eindrücke schilderten die Reporter Kavita Sharma (RTL) und Paul Ronzheimer («Bild»), die in den vergangenen Monaten beide direkt aus der Ukraine berichteten. Als jüngster Studiogast trat außerdem die achtjährige Amelia auf. Das Mädchen war mit einem millionenfach geklickten Clip berühmt geworden, in dem sie in der beklemmenden Atmosphäre eines ukrainischen Bunkers das Lied «Let It Go» aus dem Disney-Film «Frozen» (Die Eiskönigin – Völlig unverfroren) sang.

Als prominente Gäste waren in der rund dreistündigen Sendung unter anderem Marius Müller-Westernhagen, Wotan Wilke Möhring und die Fußballerinnen Alexandra Popp und Lena Oberdorf zu sehen. Auf politische Entwicklungen blickten Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) und Sahra Wagenknecht (Linke) zurück. Die Gespräche mit seinen ehemaligen Kollegen führte dabei der frühere Minister zu Guttenberg, während Gottschalk überwiegend die Interviews mit den Promis und Alltagshelden übernahm.

Sarah Connor über Gottschalk: «Alte weiße Männer»

Wie gewohnt ging der Entertainer seine Gäste dabei mitunter forsch an. Dass Popsängerin Sarah Connor ihren Auftritt wegen einer Erkältung kurzfristig absagen musste und nur telefonisch ins Studio geschaltet wurde, bezeichnete er flapsig als «gute Nachrichten». Die 42-Jährige nahm das in der Sendung zunächst höflich hin, äußerte sich kurz darauf jedoch verärgert auf ihrem Instagram-Account. «Alte weiße Männer», schrieb die Musikerin und: «Muss ich mir nicht gefallen lassen.»

Das Duo hatte die Sendung in diesem Jahr von Günther Jauch übernommen, der den Jahresrückblick zuvor 25 Jahre lang präsentiert hatte. Gleich zu Beginn der Show nahmen die Moderatoren selbst auf die ungewohnte Kombination Bezug - zu Guttenberg bezeichnete Gottschalk als «Silberrücken der deutschen Fernsehlandschaft» und sich selbst im Vergleich dazu als «früheren politischen Lackaffen».

Dass die Reaktionen des Publikums auf die neue Moderation zumindest beim Kurznachrichtendienst Twitter gemischt ausfielen, ging offenbar nicht an den Gastgebern vorbei. «Wenn es nach Twitter geht, haben wir es verkackt», frotzelte Gottschalk am Ende der Sendung. Zu Guttenberg hielt dagegen fest, der Abend habe «Freude gemacht».

@ dpa.de

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