Film, Auszeichnungen

Oscar-Nominierung, Europäischer Filmpreis und jetzt die wichtigste deutsche Filmauszeichnung - «Toni Erdmann» ist der große Sieger bei der Lola-Gala.

29.04.2017 - 10:36:05

Sechs Lolas - «Toni Erdmann» räumt beim Deutschen Filmpreis ab. Und ein prominenter Regisseur schaltet sich aus den USA zu.

  • Verleihung Deutscher Filmpreis - Dani Levy +  Peter Lohmeyer - Foto: Jens Kalaene

    Dani Levy (l) und Peter Lohmeyer beim «Stierkampf» auf dem roten Teppich. Foto: Jens Kalaene

  • Verleihung Deutscher Filmpreis - Heike Makatsch - Foto: Jens Kalaene

    Heike Makatsch und die Fotografen. Foto: Jens Kalaene

  • Deutscher Filmpreis - Peter Simonischek - Foto: Jörg Carstensen

    Peter Simonischek bedankte sich per Viodeoschalte für seine Lola. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Iris Berben - Foto: Jörg Carstensen

    Die Verleihung des Deutschen Filmpreises beginnt mit einer sehr politischen Rede von Iris Berben. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Verhoeven + Schweiger - Foto: Britta Pedersen

    Til Schweiger hielt die Laudatio, Simon Verhoeven bekam den Preis. Foto: Britta Pedersen

  • Deutscher Filmpreis - Ruby O. Fee - Foto: Jens Kalaene

    Ruby O. Fee trägt das - mit Abstand - durchsichtigste Kleid des Abends. Foto: Jens Kalaene

  • Deutscher Filmpreis - Foto: Jens Kalaene

    Schauspielerpaare auf dem roten Teppich: Kai Wiesinger (l-r) und Bettina Zimmermann, Alexandra Maria Lara und Sam Riley. Foto: Jens Kalaene

  • Deutscher Filmpreis - Wörner + Maas - Foto: Britta Pedersen

    Bundesjustizminister Heiko Maas und Natalie Wörner kommen zur Verleihung des Deutschen Filmpreises. Foto: Britta Pedersen

  • Deutscher Filmpreis - Maren Ade - Foto: Jörg Carstensen

    Bei der Oscar-Verleihung in Hollywood ging Maren Ade leer aus - beim Deutschen Filmpreis sieht das anders aus. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Sandra Hüller - Foto: Jörg Carstensen

    Beste Schauspieler: Erst Peter Simonischek, dann Sandra Hüller. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Katja Riemann - Foto: Jörg Carstensen

    Katja Riemann und ihre Golden Boys. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Toni Erdmann - Foto: Jörg Carstensen

    Maren Ade (l) und Sandra Hüller gelang mit «Toni Erdmann» ein großer Erfolg. Foto: Jörg Carstensen

  • Deutscher Filmpreis - Dresen + Schindler - Foto: Jörg Carstensen

    Ein großer emotionaler Moment: Regisseur Andreas Dresen umarmt die Gewinnerin des Ehrenpreises, Schnittmeisterin Monika Schindler. Foto: Jörg Carstensen

Verleihung Deutscher Filmpreis - Dani Levy +  Peter Lohmeyer - Foto: Jens KalaeneVerleihung Deutscher Filmpreis - Heike Makatsch - Foto: Jens KalaeneDeutscher Filmpreis - Peter Simonischek - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Iris Berben - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Verhoeven + Schweiger - Foto: Britta PedersenDeutscher Filmpreis - Ruby O. Fee - Foto: Jens KalaeneDeutscher Filmpreis - Foto: Jens KalaeneDeutscher Filmpreis - Wörner + Maas - Foto: Britta PedersenDeutscher Filmpreis - Maren Ade - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Sandra Hüller - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Katja Riemann - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Toni Erdmann - Foto: Jörg CarstensenDeutscher Filmpreis - Dresen + Schindler - Foto: Jörg Carstensen

Berlin - Die Tragikomödie «Toni Erdmann» ist bei der Lola-Gala in Berlin als bester Spielfilm ausgezeichnet worden. Das oscarnominierte Vater-Tochter-Drama von Maren Ade gewann am Freitagabend bei der Verleihung des 57. Deutschen Filmpreises neben dem Hauptpreis weitere fünf Lolas.

Sandra Hüller und Peter Simonischek wurden für ihre Rollen in «Toni Erdmann» von der Deutschen Filmakademie zu den besten Schauspielern gekürt. Preise gab es außerdem für Regie, Drehbuch und Schnitt.

In der Königskategorie Bester Spielfilm setzten sich zwei weitere Regisseurinnen durch: Die Silber-Lola erhielt Anne Zohra Berrached mit dem Abtreibungsdrama «24 Wochen». Bronze holte Nicolette Krebitz mit dem Wolfs-Film «Wild».

Der mit acht Nominierungen als Favorit ins Rennen gegangene Film «Die Blumen von gestern» (Regie: Chris Kraus) mit Lars Eidinger als Holocaust-Forscher ging überraschend leer aus.

Die vom ZDF zeitversetzt zu später Stunde ab 22.50 Uhr ausgestrahlte Gala sahen im Schnitt rund eine Million Fernsehzuschauer (7,1 Prozent Marktanteil).

Preise in der Kategorie Beste Nebenrolle gab es für Fritzi Haberlandt («Nebel im August») und Georg Friedrich («Wild»). Bester Kinderfilm wurde «Auf Augenhöhe» von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf über einen Jungen mit einem kleinwüchsigen Vater.

US-Regisseur Michael Moore («Bowling for Columbine») wurde bei der Vorstellung der Dokumentationen per Video zugeschaltet. Er bedankte sich im Namen der Amerikaner bei den Deutschen für Donald Trump - eine ironische Anspielung auf die deutschen Wurzeln der Familie des US-Präsidenten.

«Wir brauchen die Wahrheit», sagte Moore und warb damit für die Kraft von Dokumentarfilmen. Im Doku-Gewinner «Cahier Africain» geht es um das Schicksal misshandelter Frauen in der Zentralafrikanischen Republik.

Simon Verhoeven bekam die Lola für den besucherstärksten deutschen Film. Die Flüchtlingskomödie «Willkommen bei den Hartmanns» sahen mehr als 3,6 Millionen Zuschauer im Kino. Schnittmeisterin Monika Schindler («Freier Fall», «Nachtgestalten») wurde für ihr Lebenswerk geehrt.

Die werden von den knapp 1900 Mitgliedern der Deutschen Filmakademie gewählt. Der Filmpreis ist mit insgesamt knapp drei Millionen Euro Preisgeldern der höchstdotierte deutsche Kulturpreis.

Von Til Schweiger bis Senta Berger war fast die komplette deutschsprachige Filmprominenz bei der Show im Palais am Funkturm dabei. Durch die Gala führte die Schauspielerin Jasmin Tabatabai, eine parodistische Gesangseinlage im Schmetterlingskostüm kam von Katja Riemann.

@ dpa.de

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