Beach-Volleyball, Walkenhorst

Nach dem Rücktritt von Kira Walkenhorst hat Laura Ludwig eine neue Partnerin gefunden.

07.01.2019 - 13:18:05

Beachvolleyball - Neues Traum-Duo: Ludwig will mit Kozuch zu Olympia. Mit dem früheren Hallenstar Margareta Kozuch will die Beach-Olympiasiegerin wieder angreifen. Für den Verband bergen die personellen Rochaden auch Unsicherheiten.

Berlin - Olympiasiegerin Laura Ludwig will mit dem früheren Hallen-Star Margareta Kozuch ein neues goldenes Beach-Duo bilden.

Nach dem Aus der «Golden Girls» durch den Rücktritt ihrer bisherigen sportlichen Partnerin Kira Walkenhorst wird Ludwig den Weg zu Olympia 2020 in Tokio mit der ebenfalls 32 Jahre alten Ex-Nationalspielerin in Angriff nehmen. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Montag. Zuvor hatte die «Bild»-Zeitung über die Personalie berichtet.

Nach ihrer Babypause wollte Ludwig eigentlich im Februar im amerikanischen Fort Lauderdale ihr Comeback auf der Beach-Volleyball-Welttour feiern. Die Veranstaltung ist inzwischen abgesagt, nun wird voraussichtlich das Turnier vom 24. bis 28. April im chinesischen Xiamen für das Debüt mit Kozuch angepeilt.

«Ich bin Karla sehr dankbar für die gemeinsame Zeit und dass ich an ihrer Seite zum Beach-Volleyball gefunden habe. Jetzt freue ich mich auf neue Herausforderungen im Beach-Volleyball», sagte Kozuch in einer Mitteilung ihres Managements zur Trennung des Teams mit Borger. Offiziell wurde darin noch offen gelassen, welche neue Partnerinnen beide zukünftig haben werden.

Die 28 Jahre alte Walkenhorst bestätigte am Montag nach anhaltenden körperlichen Problemen das Ende ihrer internationalen Laufbahn. «Ich würde nichts lieber tun, als mit Laura und meinem großartigen Team dort weitermachen, wo wir 2017 aufgehört haben», sagte Walkenhorst. Sie habe vielleicht die Warnsignale ihres Körpers «in den letzten Jahren zu sehr in den Hintergrund gedrängt, jedenfalls erlaubt mir mein Körper keinen Leistungssport mehr». Alles andere als ihrer Teamkollegin nahezulegen, sich eine andere Partnerin zu suchen, «mit der sie ihre Ziele erreichen kann, erschien mir unfair».

Der Deutsche Volleyball-Verband würdigte die Verdienste der Ausnahme-Blockspielerin. «Es war ein kurzer Schock. Aber es bringt relativ wenig, einen geschundenen Körper an die Leistungsgrenze zu bringen», sagte Niclas Hildebrand, Sportdirektor Beach im Deutschen Volleyball-Verband, der Deutschen Presse-Agentur. «Kira selbst tat es unglaublich leid, weil wir alle auf dieses Team gesetzt haben. Aber wir sind einfach nur dankbar und glücklich über ihre Karriere.»

Für Olympia in anderthalb Jahren peilt der DVV eine Medaille an und will ein weiteres Beach-Team unter die besten Fünf bringen. «Ob das noch realistische Ziele sind, muss man sehen», sagte Hildebrand. «Ich mache mir keine großen Sorgen, dass wir weiter an der Weltspitze schnuppern können. Es ist jetzt aber unsicherer.» Seit 2013 spielte Walkenhorst an der Seite der vier Jahre älteren Ludwig. Gemeinsam gewannen sie unter anderem 2016 an der Copacabana Olympiagold, wurden ein Jahr später Weltmeisterinnen und zweimal als Mannschaft des Jahres in Deutschland ausgezeichnet.

Blockspezialistin Kozuch hatte 2016 nach 336 Länderspielen ihre Hallen-Karriere beendet und wagte an der Seite von Borger den Neustart im Sand. Das Duo erarbeitete sich den Status als Nationalteam, auf der Welttour standen sie vergangenes Jahr in Ostrava als Dritte auf dem Treppchen und beendeten die Saison auf Rang drei der deutschen Rangliste. Schon 2017 liefen Ludwig und Kozuch im kroatischen Porec einmal gemeinsam auf und wurden Neunte. Schon damals musste Walkenhorst wegen Schulterprobleme passen.

@ dpa.de