Raumfahrt, Russland

Keiner war länger im Weltraum, nun zieht sich der russische Kosmonaut Gennadi Padalka aus dem aktiven Dienst zurück.

23.04.2017 - 12:48:05

Jahre im All - Rekord-Kosmonaut Padalka beendet Karriere. Frust ist ihm anzumerken - gern wäre er noch einmal geflogen. Ein anderer Raumfahrt-Rekord steht schon kurz bevor.

Moskau im Dienst bleiben. Padalka habe eine entsprechende Erklärung eingereicht, bestätigte der Chef des russischen Trainingszentrums für Kosmonauten, Juri Lontschakow.

Padalka hat bei fünf Raumflügen insgesamt 878 Tage, 11 Stunden, 29 Minuten und 24 Sekunden im Weltraum verbracht. Kein Mensch hat die Erde für einen längeren Zeitraum verlassen.

Padalka betonte, er sei bereit zu einem sechsten Start ins All. Gerne hätte er seinen Rekord auf 1000 Tage im Weltraum ausgeweitet. «Ich bin zum Rückzug gezwungen», sagte Padalka. «Ich bin es leid zu faulenzen. Es gibt keine Perspektive für einen Flug. Arbeit im Kosmonautenzentrum gibt es für mich auch nicht», meinte er.

Geboren am 21. Juni 1958 im südrussischen Krasnodar, wurde Padalka 1991 ins Kosmonautenkorps aufgenommen. Seinen ersten Raumflug absolvierte er am 13. August 1998 zur russischen Raumstation Mir. Für seine letzte Mission war Padalka vom 27. März bis 12. September 2015 auf der Internationalen Raumstation (ISS) im Einsatz.

Den vorherigen Rekord hatte Padalka am 29. Juni 2015 gebrochen. Rekordhalter war bis dahin ebenfalls ein Russe: der Kosmonaut Sergej Krikaljow mit 803 Tagen. Krikaljow bedauerte Padalkas Entscheidung. «Wenn ein kompetenter, erfahrener und so motivierter Mensch mit einer glänzenden Fliegerkarriere aus dem Kader austritt, löst das bei mir ein Gefühl des Bedauerns aus», sagte er der Agentur Ria Nowosti.

An diesem Montag ist auch ein aktuelles Besatzungsmitglied der ISS auf Rekordkurs: Die Astronautin Peggy Whitson wird dann länger als jeder ihrer US-Kollegen im All gewesen sein und die bisherige Marke von Jeff Williams mit 534 Tagen überholen. Whitson ist eine der erfahrensten US-Astronautinnen und bereits weltweit die Frau mit den meisten Außeneinsätzen im All - acht an der Zahl. Sie soll noch bis September als Kommandantin auf der ISS im Einsatz bleiben.

Der russische Trainingsleiter Lontschakow sagte, Padalkas Rücktritt solle im Laufe der kommenden zwei Wochen geprüft werden. Er sehe darin aber kein Problem für die russische Raumfahrt, da es noch einige Kosmonauten gebe, die noch nicht ins All geflogen seien.

Die Raumfahrtbehörde Roskosmos hatte im März mit der Suche nach Kosmonauten-Nachwuchs begonnen. Bis Ende des Jahres sollen demnach sechs bis acht Kandidaten für die mehrjährige Ausbildung zum Kosmonauten ausgewählt werden.

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

China startet Satelliten für erste Landung auf Rückseite des Mondes. Eine Rakete vom Typ «Langer Marsch 4C» hob vom Raumfahrtzentrum in Xichang in der Provinz Sichuan in Südwestchina ab. Rund 25 Minuten nach dem Start wurde der Satellit ausgesetzt und auf den Weg zum Mond gebracht, wie Chinas Raumfahrtbehörde berichtet. Die Sonnensegel und Kommunikationsantennen seien erfolgreich ausgeklappt worden. Als erste Nation will China in etwa sechs Monaten auf der Rückseite des Mondes landen. Xichang - Zur Vorbereitung der ersten Landung auf der Rückseite des Mondes hat China einen Übertragungssatelliten gestartet. (Politik, 21.05.2018 - 01:54) weiterlesen...

Astronaut Gerst vor Start in Baikonur angekommen. Baikonur - Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist gut zwei Wochen vor dem Start zur Internationalen Raumstation am russischen Weltraumbahnhof Baikonur angekommen. Die frühere sowjetische Raumfahrerin Valentina Tereschkowa habe ihn und seine Kollegen, den Russen Sergej Prokopjew und die US-Amerikanerin Serena Auñón-Chancellor, verabschiedet, twitterte der 42-Jährige. Gerst muss routinemäßig in Baikonur die letzten Tage vor dem Start am 6. Juni in Quarantäne verbringen. So soll vermieden werden, dass die Raumfahrer Infektionen mit auf die Station nehmen. Astronaut Gerst vor Start in Baikonur angekommen (Politik, 19.05.2018 - 17:10) weiterlesen...

Start von Raumfrachter «Cygnus» zur ISS verschoben. So könnten weitere Inspektionen durchgeführt und auf besseres Wetter gehofft werden, teilte die US-Raumfahrtbehörde Nasa mit. Es ist bereits der neunte Versorgungsflug des Frachters. Unter anderem hat er das «Cold Atom Laboratory» (CAL) an Bord, mit dem der kälteste Punkt im Universum geschaffen werden soll. Washington - Der ursprünglich fürmorgen geplante Start des Raumfrachters «Cygnus» zur Internationalen Raumstation ISS ist auf Montag verschoben worden. (Politik, 19.05.2018 - 04:46) weiterlesen...

«Cold Atom Laboratory» - Raumfrachter soll «kältesten Punkt des Alls» zur ISS bringen. An Bord ist wie immer Nachschub, aber diesmal auch ein ganz besonderes Experiment: Mit dem «CAL»-Labor soll der kälteste Punkt im ganzen Universum geschaffen werden. Bereits zum neunten Mal soll am Sonntag der private Raumfrachter «Cygnus» zur ISS starten. (Wissenschaft, 18.05.2018 - 07:46) weiterlesen...

Raumfrachter soll «kältesten Punkt des Alls» zur ISS bringen. Das «Cold Atom Laboratory» soll am Sonntag an Bord des Raumfrachters «Cygnus» vom US-Bundesstaat Virginia aus zur Internationalen Raumstation ISS starten. In dem Labor befinden sich Laser, eine Vakuum-Kammer und eine Art elektromagnetisches Messer. Damit sollen Gas-Partikel auf ein milliardstel Grad über dem absoluten Nullpunkt bei rund -273 Grad Celsius heruntergefroren werden. Das ist kälter als in den Tiefen des Universums. Washington - Kalt, kälter, «CAL»: Mit einem Eisschrank-großen Labor will die US-Raumfahrtbehörde Nasa den «kältesten Punkt des Universums» schaffen. (Politik, 18.05.2018 - 06:52) weiterlesen...

«Wir sind bereit» - Alexander Gerst freut sich auf Quarantäne vor Flug zur ISS. Der deutsche Astronaut Alexander Gerst beendet das Training für seine Mission auf der Raumstation ISS in blendender Laune. Im All freut sich «Commander Gerst» aber nicht nur auf Experimente und Arbeit. Die Ausbildung ist bestanden, die Koffer sind gepackt. (Unterhaltung, 14.05.2018 - 14:14) weiterlesen...