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Fußball, Gesundheit

Keine Fußballspiele, kaum Einnahmen: Die Corona-Krise wird für die Bundesliga-Clubs zur wirtschaftlichen Herausforderung.

24.03.2020 - 15:14:15

Coronavirus - Solidarisch in Krise: Bundesliga-Stars verzichten auf Geld. Betroffen sind in erster Linie die Mitarbeiter der Clubs außerhalb des Platzes. Doch die Profis zeigen sich mit ihrem Gehaltsverzicht solidarisch.

Düsseldorf - Auch die großen Stars der Fußball-Bundesliga verzichten in Folge der Corona-Krise auf Teile ihres Gehalts.

Beim FC Bayern München sind die Spieler und Verantwortlichen nach dpa-Informationen damit einverstanden, dass ihre Bezüge um 20 Prozent reduziert werden. In schwierigen Zeiten will auch der Rekordmeister damit ein Zeichen der Solidarität setzen und drohende Nachteile für Club-Mitarbeiter vermeiden. Bei Borussia Dortmund sollen die Profis ebenfalls auf 20 Prozent ihres Grundgehaltes verzichten, wenn keine Fußballspiele stattfinden. Ein Abschlag von zehn Prozent wäre dem Vernehmen nach bei Spielen ohne Zuschauer fällig.

Zuletzt hatte schon die Dortmunder Führung um Clubchef Hans-Joachim Watzke freiwillig auf einen Teil ihres Gehaltes verzichtet. Neben Sportchef Michael Zorc soll auch Trainer Lucien Favre dazu bereit gewesen sein. Ebenso wie Lizenzspielerchef Sebastian Kehl, der 2003 noch Profi war, als der damalige BVB-Kader in großer wirtschaftlicher Not des Clubs schon einmal auf 20 Prozent des Gehalts verzichtete.

Die Bayern-Profis Joshua Kimmich und Leon Goretzka hatten bereits mit ihrer Initiative «We kick Corona» den Start-Betrag von einer Million Euro gespendet. Nach wenigen Tagen schlossen sich viele Fußballprofis und Privatspender den Nationalspielern an und spendeten insgesamt mehr als drei Millionen Euro.

Den Anfang des Gehaltsverzichts in der Bundesliga hatte in der vergangenen Woche Borussia Mönchengladbach gemacht. «Ich bin sehr stolz auf die Jungs», erklärte Manager Max Eberl. Trainerstab sowie Direktoren und Geschäftsführer hätten sich dem Beispiel der Spieler angeschlossen. Gleiches gilt für den FSV Mainz 05, wo sogar Betreuer und Zeugwart Gehaltsreduzierungen freiwillig hinnehmen.

Bei anderen Clubs wie beispielsweise RB Leipzig, 1. FC Köln, Werder Bremen und dem FC Schalke 04 seien Spieler, Trainer und Manager auch bereit, auf einen Teil ihrer Bezüge zu verzichten. Auch bei Hertha BSC wurden dazu intern Gespräche geführt, sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz und kündigte an: «Letztlich wird sicher jeder bei Hertha BSC einen Beitrag leisten, damit wir als Verein und Gemeinschaft geschlossen durch diese Krise kommen.»

In der finanziell deutlich schwächer aufgestellten 2. Liga gibt es ebenfalls eine große Bereitschaft der Spieler und Manager, zum Wohle ihres Vereins und deren Mitarbeiter auf die volle Auszahlung der monatlichen Bezüge zu verzichten. Beim VfL Bochum und beim Karlsruher SC werden beispielsweise die Gehälter auf Wunsch der Mannschaften bis zum 30. Juni 2020 gekürzt.

@ dpa.de

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