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Film, Leute

In sechs Wochen beginnen die Internationalen Filmfestspiele in Berlin.

09.01.2020 - 16:12:06

Filmfestival - Jeremy Irons wird Jurypräsident der Berlinale. Die neue Leitung hält noch manches Detail geheim - eine wichtige Personalie aber hat sie nun verraten.

Berlin - Der britische Schauspieler Jeremy Irons (71) wird Jurypräsident der Berlinale. Der Oscar-Preisträger ist damit einer der wichtigen Köpfe der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele in Berlin. Der künstlerische Leiter Carlo Chatrian erklärte, er schätze Irons als Menschen wie als Künstler.

«Die ikonischen Figuren, die Jeremy Irons verkörpert hat, und sein unverwechselbarer Stil haben mich auf meiner cineastischen Reise begleitet und mir die Komplexität der menschlichen Natur vor Augen geführt», erklärte Chatrian am Donnerstag.

Die Berlinale gehört neben Cannes und Venedig zu den wichtigsten Filmfestivals der Welt. Die nächste Ausgabe findet vom 20. Februar bis 1. März statt. Im Vorjahr hatte die Französin Juliette Binoche die internationale Jury geleitet, nun übernimmt Irons den Posten. Das Gremium vergibt die Silbernen und Goldenen Bären.

Irons zähle zu den bedeutendsten Charakterdarstellern der Film- und Theaterwelt, lobte die Berlinale. Für seine Rolle als Claus von Bülow in «Die Affäre der Sunny von B.» gewann er einen Oscar, bekannt ist er auch aus «Eine Liebe von Swann» und «Das Geisterhaus».

Seinen Durchbruch schaffte Irons in den 1980ern. Damals bekam er nicht nur die Hauptrolle in der britischen Fernsehserie «Wiedersehen mit Brideshead», sondern er spielte auch im Kinofilm «Die Geliebte des französischen Leutnants» an der Seite von Meryl Streep. Zuletzt drehte er etwa die Serie «Watchmen».

Die Berlinale findet zum 70. Mal statt. Nach vielen Jahren mit Dieter Kosslick als Direktor hat nun ein Duo die Leitung übernommen: Der künstlerische Leiter Carlo Chatrian und die Geschäftsführerin Mariette Rissenbeek führen erstmals durch das Festival.

Einige Details sind bereits bekannt. Oscar-Preisträgerin Helen Mirren («The Queen») wird in diesem Jahr mit dem Ehren-Bären ausgezeichnet. Regisseur Matteo Garrone («Dogman») soll eine Pinocchio-Neuverfilmung mit Roberto Benigni vorstellen. Welche Filme aber im Wettbewerb laufen, will Chatrian erst am 29. Januar bekanntgeben.

@ dpa.de

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