Gesellschaft, Adel

In Großbritannien steigt die Spannung mit Blick auf die Hochzeit in Windsor: Kommt Meghans Vater nun oder nicht? Viele Menschen in Deutschland schauen laut einer Umfrage mit Faszination auf das Geschehen - tauschen mit den Briten wollen aber nur wenige.

16.05.2018 - 14:48:05

Hin und Her - Meghans Vater verpasst wahrscheinlich die Hochzeit

London/Berlin/Rosarito - Die Teilnahme von Brautvater Thomas Markle an der Hochzeit des Jahres wird immer unwahrscheinlicher. Nach einem Herzinfarkt muss Markle laut einem Medienbericht operiert werden - und droht deshalb die Hochzeit seiner Tochter endgültig zu verpassen.

Der Eingriff sollte noch am Mittwoch stattfinden, wie das US-Promi-Portal «TMZ» berichtete. Die Ärzte müssten bei der Operation einen Gefäßverschluss behandeln und möglicherweise einen Stent einsetzen, teilte der 73-Jährige demnach mit. Damit würde seine Reise nach England zu Meghans Hochzeit mit Prinz Harry am Samstag platzen, hieß es. Thomas Markle lebt zurückgezogen im mexikanischen Rosarito und in den USA.

Markle soll den Herzinfarkt erst vor etwa einer Woche erlitten haben. Am Montag habe er wieder Schmerzen gehabt und ein Krankenhaus aufgesucht, schreibt «TMZ». «Ich hasse den Gedanken, einen der größten Momente der Geschichte zu verpassen und meine Tochter nicht zum Altar zu führen», sagte Markle. Voraussetzung für die Anreise sei aber, dass er gesundheitlich dazu in der Lage sei und seine Ärzte zustimmten. Dies ist nun wohl ausgeschlossen.

Trotz all des Trubels und Glamours der bevorstehenden royalen Hochzeit wünscht sich in Deutschland kaum jemand eine Monarchie. 76 Prozent der Erwachsenen wollen weder ein Königshaus noch einen Kaiser in Deutschland. Doch immerhin jeder Neunte (11 Prozent) spricht sich für eine Monarchie aus, wie eine repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur ergab.

Der Umfrage zufolge wollen 14 Prozent der Deutschen die Hochzeit von Prinz Harry und Meghan am Samstag live im Fernsehen anschauen. 23 Prozent interessieren sich zwar für die Trauung in Windsor, wollen sie aber nicht live verfolgen. 59 Prozent geben an, dass ihnen die Hochzeit egal ist. Insgesamt zeigen sich die Frauen in der Umfrage deutlich begeisterter als die Männer. Von den bekanntesten europäischen Adels- und Königshäusern sind die Schweden und die Briten mit jeweils 14 Prozent die beliebtesten.

Mehr als 100 000 Besucher werden am Samstag in Windsor westlich von London erwartet. Prinzessin Charlotte (3) und Prinz George (4) werden als Blumenkinder bei der Hochzeit ihres Onkels Prinz Harry mit Meghan auftreten. Insgesamt zehn Kinder sollen die 36-jährige Braut auf ihrem Weg zum Altar und später aus der Kirche hinaus begleiten, wie der Kensington-Palast mitteilte.

Britische Medien spekulierten, wer Meghan anstelle ihres Vaters zum Altar führen könnte. Die meisten tippen auf Meghans Mutter Doria Ragland (61). Mit der Sozialarbeiterin und Yogalehrerin versteht sich Meghan blendend. Ragland hatte sich am Mittwoch auf den Weg von Kalifornien nach London gemacht.

Erst am Montag hatte ihr Ex-Mann für einen Eklat gesorgt, als er seine Teilnahme an dem Fest zunächst absagte. Als Grund dafür nannte er aber nicht seine Gesundheit, vielmehr wolle er weder seine Tochter noch die Königsfamilie in Verlegenheit bringen. Er reagierte damit auf Vorwürfe, er habe gegen Geld gestellte Paparazzi-Fotos von sich machen lassen. Meghan habe ihm aber inzwischen versichert, dass sie ihm den Fehltritt nicht übelnehme, berichtete «TMZ».

Der Vater, früher Lichtexperte beim Fernsehen, bezeichnete seine Absprache mit den Fotografen inzwischen als «dumm». Begründet hatte er die inszenierten Bilder damit, dass er über frühere Schnappschüsse verärgert gewesen sei, die ihn in ein schlechtes Licht gerückt hätten. Es sei ihm nicht in erster Linie um Geld gegangen.

@ dpa.de