Verbraucher, Verbände

Essen - Am Donnerstag (11.10.2021) wird vielerorts an den heiligen Martin von Tours erinnert.

10.11.2021 - 12:32:07

St. Martin - Die berühmteste Kleiderspende der Geschichte / Der Dachverband FairWertung ruft zu gemeinnützigen Kleiderspenden auf!. Der Überlieferung nach teilte der römische Soldat einst seinen Mantel mit einem Bettler. Jedes Kind in Deutschland kennt die wohl berühmteste Kleiderspende der Geschichte. Und so unterstützt bis heute ein großer Teil der Deutschen mit ihren aussortierten Textilien gemeinnützige Kleidersammlungen.

Anlässlich des St-Martins-Tag ruft der Dachverband FairWertung e.V. zu gemeinnützigen Kleiderspenden auf. "Nachdem im letzten Jahr das Aufkommen in Sammlung sehr hoch war, sind mittlerweile die Läger und Container leer." darauf weist Thomas Ahlmann, Geschäftsführer des Dachverbandes FairWertung e.V., hin.

Nach der Flut in den Sammlungen nun Ebbe

Von Beginn an trafen die Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung der COVID19-Pandemie die Geschäftsmodelle der gemeinnützigen Sammler: Shops und Läden wurden geschlossen, Kirchen- und Straßensammlungen wurden abgesagt während die Sammelbehälter überliefen. Bald staute sich die Sammelware in den Lagern der Sortierbetriebe. In der Folge wurde bundesweit eine nicht unerhebliche Anzahl an Sammelbehältern abgezogen. Kurzzeitig war der Markt für Sammelware faktisch zusammengebrochen.

Mittlerweile sind die Menge in den Sammlungen drastisch zurückgegangen, Den Organisationen, die Läden oder Kleiderkammern unterhalten, fehlt gut erhaltene Winterbekleidung und festes Schuhwerk. Auch Containersammler müssen mit einem deutlich geringeren Anteil an Sammelware umgehen, Dadurch wird es schwieriger zum einen ein Angebot an gut erhaltener Secondhand-Bekleidung für Menschen mit geringem Einkommen aufrechtzuerhalten und zum anderen soziale Projekte und Arbeit durch Erlöse aus Kleidersammlungen mitzufinanzieren,

Worauf achten bei Kleidersammlungen?

Wer Kleidung "für einen guten Zweck" abgeben möchte, kann also böse Überraschungen erleben und unbeabsichtigt dubiose Sammlungen unterstützen. Deshalb sollten Verbraucher*innen Sammelaufrufe und Containerbeschriftungen genau lesen und deren Aussagen kritisch hinterfragen.

Seriöse Sammler geben vollständige Kontaktdaten an und stehen Verbraucher*innen oder Behörden für Rückfragen zur Verfügung. Wenn aber ein nachprüfbarer Kontakt fehlt, sollte man in

jedem Fall von einer Abgabe absehen. Ist lediglich eine Handynummer angegeben, ist ebenfalls Misstrauen angebracht, denn oftmals ist unter dieser Nummer niemand zu erreichen. Wer Zweifel an der Rechtmäßigkeit einer Sammlung hat, kann sich bei der zuständigen Abfallbehörde erkundigen, ob die Sammlung angemeldet und genehmigt wurde. Ist dies nicht der Fall, ist die Sammlung illegal und die Behörde damit in der Pflicht, die Sammlung zu unterbinden.

Gewissheit bringt das Zeichen FairWertung

Kleidersammlungen mit dem Zeichen FairWertung verfolgen dagegen in jedem Fall soziale und gemeinnützige Ziele. Alle FairWertung-Organisationen haben sich auf verbindliche Standards beim Sammeln und Verwerten der Textilien verpflichtet. Vielerorts wird ein Teil der Kleidung über Kleiderläden und Gebrauchtkaufhäuser preisgünstig weiter gegeben. Überschüssige Textilien gehen an Textilverwerter, die regelmäßig auf ökologische und soziale Standards überprüft werden. Unter www.altkleiderspenden.de können Verbraucher*innen gemeinnützige Kleidersammlungen von FairWertung Partnern in ihrer Nähe erfragen

Sammelaufkommen in Deutschland

Normalerweise werden in jedem Jahr in Deutschland ca. eine Million Tonnen Textilien in Altkleidersammlungen gegeben. Das ist ein Vielfaches von dem, was in Deutschland für soziale Zwecke benötigt wird. Gemeinnützige Sammler geben gespendete Kleidung und Schuhe entweder direkt weiter oder verkaufen überschüssige Textilien an gewerbliche Sortierbetriebe, um mit den Erlösen Projekte und soziale Arbeit zu finanzieren. Für viele gemeinnützige Organisationen sind Kleidersammlungen eine wichtige Säule zur Finanzierung ihrer sozialen Arbeit.

Pressekontakt:

Thomas Ahlmann
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