Darts, PDC

Zwei WM-Titel oder mehr: Das haben in der Darts-Geschichte der PDC erst sechs Spieler geschafft.

04.01.2022 - 07:32:08

Weltmeisterschaft in London - Schotte Peter Wright zum zweiten Mal Darts-Weltmeister. Peter Wright ist einer davon. Der schottische Paradiesvogel hat nun ein weiteres Ziel.

  • Sieger - Foto: John Walton/PA Wire/dpa

    Peter Wright setzte sich im Finale gegen Michael Smith mit 7:5 durch. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

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    Michael Smith bejubelt den Gewinn eines Legs. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

  • Peter Wright - Foto: John Walton/PA Wire/dpa

    Peter Wright kommt vor der Partie auf die B?hne. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

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    Kost?mierte Fans feiern einen geworfenen 180er. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

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    Peter Wright feiert mit der Sid Waddell Trophy nach seinem Sieg. Foto: John Walton/PA Wire/dpa

Sieger - Foto: John Walton/PA Wire/dpaMichael Smith - Foto: John Walton/PA Wire/dpaPeter Wright - Foto: John Walton/PA Wire/dpaFans - Foto: John Walton/PA Wire/dpaPeter Wright - Foto: John Walton/PA Wire/dpa

London - Nach einem hochemotionalen und turbulenten WM-Turnier sorgten Darts-Weltmeister Peter Wright und der besiegte Michael Smith für die passenden Schlussbilder.

«Snakebite» Wright reckte nach dem packenden 7:5 erst mehrmals die riesige Sid Waddell Trophy in die Höhe, dann hüpfte der 51 Jahre alte Schotte zu seiner Einlaufmusik «Don't stop the party» von Pitbull von rechts nach links und wieder zurück. Der bitter enttäuschte Engländer Smith musste gleich mehrere Male auf der größten Darts-Bühne weinen. Das Warten auf den ersten bedeutenden Titel geht für ihn weiter.

Wright hingegen gesellt sich in eine illustre Reihe. Zwei WM-Titel oder mehr haben beim Weltverband PDC nur sechs Spieler erreicht. Vor dem bunt frisierten Schotten waren dies der Engländer Phil Taylor (14 Titel), der Niederländer Michael van Gerwen (drei) sowie Gary Anderson (Schottland), Adrian Lewis (England) und John Part aus Kanada (jeweils zwei). «Ich bin überglücklich. Ich habe es geschafft», sagte Wright, der in der Weltrangliste ganz nah an Primus Gerwyn Price aus Wales heranrückt und diesen 2022 überholen könnte. Platz eins ist seit längerer Zeit ein erklärtes Ziel von ihm.

500.000 Pfund Preisgeld

«The Flying Scotsman», wie Gary Anderson genannt wird, gratulierte direkt via Twitter. Am Abend zuvor hatte er das direkte Duell gegen seinen Landsmann mit 4:6 verloren. Wright hatte gegen Englands Callan Rydz (5:4), Anderson und Smith an drei aufeinanderfolgenden Abenden schwierige Spiele gewonnen. An eine große Feier anlässlich des Triumphs und eines Preisgelds von 500.000 Pfund (rund 595.000 Euro) dachte der Routinier aber nicht. «Es gibt keine Party, aber ein oder zwei Tassen Tee», sagte Wright bei DAZN. Für mehr sei er zu alt.

Das zwischenzeitlich ins Corona-Chaos abgedriftete WM-Turnier fand am Ende ein versöhnliches Ende. Ein halbes Dutzend positiver Tests bei Spielern sorgte für Ärger und mehrere Spielausfälle. Prominentestes Opfer war der Niederländer Michael van Gerwen, der nach einem positiven Test kampflos ausschied. Auch an der Zuschauersituation änderte sich bis zum Schluss nichts. Der «Ally Pally» im Londoner Norden durfte über die drei Wochen voll ausgelastet werden.

Anders als sonst verzichtete der Weltverband PDC diesmal darauf, nach dem WM-Finale die zehn Starter für die Premier League zu verkünden. Weltmeister Wright, Primus Price sowie van Gerwen und der Engländer James Wade sind über die Rangliste gesetzt. Am untröstlichen WM-Finalisten Smith dürfte ebenso wenig ein Weg vorbeiführen wie an Anderson und dem Waliser Jonny Clayton, der im Jahr 2021 vier Major-Turniere gewann. Das nächste große Darts-Turnier ist das Masters (28. bis 30. Januar).

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