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Schwimmen, Freiwasser

Viel fehlt dem Deutschen Schwimm-Verband beim WM-Start nicht zu einer Medaille.

14.07.2019 - 12:24:06

Schwimm-WM in Gwangju - Zwei Olympia-Tickets nach Freiwasserkrimi. Als Vierter und Fünfter zeigt sich Rekordeuropameister Patrick Hausding gut in Form. Die erste große Titelkampf-Mission erfüllen zwei Frauen. Nach längerer Abstinenz folgt eine WM-Rückkehr.

  • Finnia Wunram - Foto: /AP

    Freiwasserschwimmerin Finnia Wunram (r) beim Wettbewerb über zehn Kilometer in Aktion. Foto: /AP

  • Im Finale - Foto: Bernd Thissen

    Die Wasserspringerinnen Christina Wassen und Tina Punzel aus Deutschland in Aktion. Foto: Bernd Thissen

  • Fünfter - Foto: Wurde Fünfter vom Ein-Meter-Brett: Wasserspringer Patrick Hausding in Aktion. Foto: Bernd Thissen

    Wurde Fünfter vom Ein-Meter-Brett: Wasserspringer Patrick Hausding in Aktion. Foto: Bernd Thissen

Finnia Wunram - Foto: /APIm Finale - Foto: Bernd ThissenFünfter - Foto: Wurde Fünfter vom Ein-Meter-Brett: Wasserspringer Patrick Hausding in Aktion. Foto: Bernd Thissen

Gwangju - Zwei Olympia-Tickets im Freiwasser, drei Finalplätze für die Wasserspringer - der Deutsche Schwimm-Verband ist auch ohne die von Patrick Hausding zweimal nur knapp verpasste Medaille hoffnungsvoll in die WM gestartet.

Kurz vor dem Start von Goldkandidat Florian Wellbrock und dem ersehnten WM-Comeback der Wasserballer schnupperte Rekordeuropameister Hausding zusammen mit Lars Rüdiger und im Einzel in Gwangju zweimal an Bronze. Freudentränen gab es in Südkorea nach dem Rennen der Langstreckenschwimmerinnen Finnia Wunram und Leonie Beck und der gemeisterten Olympia-Qualifikation.

Wellbrock schaute sich den Freiwasserkrimi im Hafen des sonnigen Expo Ocean Parks in Yeosu noch lässig durch seine coole Sonnenbrille an. Vor allem der 21-Jährige soll dafür sorgen, dass die noch zwei Wochen dauernden Weltmeisterschaften für den DSV glanzvoll enden. Ihm und Teamkollege Rob Muffels vermittelte das wilde Gegeneinander bei den Frauen schon einmal einen ersten Eindruck, wie hart es bei 75 Teilnehmern am Dienstag im Männer-Wettbewerb beim Run auf zehn Tokio-Tickets zugehen dürfte.

«Wenn die Jungs das als Motivation ansehen, und da bin ich überzeugt von, dann war das wirklich ganz, ganz toll», sagte Bundestrainer Stefan Lurz nach dem erreichten «Riesenziel» mit den Plätzen acht für Wunram und neun für Beck. Letztere musste gar 20 Minuten warten, ehe es nach dem intensiven Videostudium der Jury das erlösende «Ja» für Olympia gab. «Diese 20 Minuten waren fast aufregender als das Rennen», sagte Lurz. Weinend vor Glück fiel Beck dem Trainer und ihrem Papa, einem Teamarzt, in die Arme.

Sehr eng ging es auch im anderthalb Stunden entfernten Nambu University Aquatics Center zu. Hausding und Rüdiger fehlte auf Rang vier im Synchronspringen vom Drei-Meter-Brett nicht viel zu Bronze und dem Olympia-Ticket. Die Qualifikation wollen die beiden Berliner Clubkollgen im nächsten Jahr beim Weltcup in Tokio nachholen. Noch in Südkorea will sich Hausding im Kunstspringen vom Drei-Meter-Brett das Startrecht für das Sportspektakel im Zeichen der fünf Ringe sichern. Und vielleicht geht es nach den Plätzen fünf und vier nun in der olympischen Disziplin noch ein Stück weiter nach vorne.

«Keine Ahnung», sagte der nach dem WM-Start erleichterte Hausding, der in dieser Saison nach einem schweren Trainingssturz erst langsam in Schwung kam. «Mein Primärziel ist es, dass ich ins Finale komme. Ich hoffe, dass ich die Form vom Synchron und vom Ein-Meter-Brett auch vom Drei-Meter-Brett zeigen kann.»

Den dritten Finalplatz verbuchten Tina Punzel und Christina Wassen im Synchronspringen vom Turm. «Wir haben eine gute Stimmung in der Mannschaft. Die Ausgangsposition im Wasserspringen ist erstmal sehr schön», sagte Wassersprung-Bundestrainer Lutz Buschkow, der das Ausbleiben von Live-Bildern im deutschen TV bedauerte. Viermal Gold ging in vier Sprung-Wettbewerben an China, das durch Xin Xin auch das Freiwasserrennen über zehn Kilometer gewann und aktuell die beste WM-Nation ist.

Die deutschen Synchronschwimmerinnen haben sich auf dem Weg zum Ende einer langen olympischen Durststrecke bei der WM bislang gut geschlagen. Die Münchnerinnen Marlene Bojer und Nadine Reinhardt beendeten die Technische Kür auf Platz 20, im Solo erreichte Bojer mit der ungünstigen Startnummer 1 Rang 14.

«Mit der Duett-Leistung bin ich zufrieden, da sich beide im Vergleich zu den vorangegangenen Wettkämpfen gesteigert haben», sagte Bundestrainerin Doris Ramadan am Wochenende. «Das Feld der Konkurrenten ist sehr stark und wir müssen in den nächsten Monaten die Trainingsintensität stark erhöhen.» Vor zwei Jahren bei der WM in Budapest hatte das Duett Rang 21 belegt.

Bei einem Qualifikations-Wettkampf im kommenden Jahr in Tokio wollen sich Bojer/Reinhardt für die Sommerspiele qualifizieren. Dann werden die letzten sieben Olympia-Tickets für das Starterfeld mit 22 Duetten vergeben. Bei der WM in Gwangju steht noch die Freie Kür an, sowohl im Solo für Bojer am Montag als auch für das Duett am Dienstag.

Am Montag dürfen dann endlich auch Deutschlands Wasserballer wieder bei einer Weltmeisterschaft mitkämpfen. Nach dem Auftakt gegen Japan sind Brasilien und der Olympia-Dritte Italien die weiteren Gruppengegner.

«Wir haben ja zuletzt bei Olympia und bei der WM Abstinenz lernen müssen. Deswegen ist die Motivation für junge Spieler, die noch nie bei einer WM waren, auf jeden Fall zu merken», sagte Wasserball-Bundestrainer Hagen Stamm, der sein Team im kommenden Jahr bei einem Qualifikationsturnier auch wieder zu Olympia führen will. Die Zwischenetappe heißt WM - mit dem Ziel Viertelfinale. «Die Chancen sind gar nicht so schlecht, dass wir vielleicht sogar eine sensationelle Rückkehr unter die Top-8 schaffen können», sagte Stamm.

@ dpa.de