Ski alpin, Weltcup

Val d'Isère - Stefan Luitz droht wegen eines Regelverstoßes die nachträgliche Disqualifikation für den Riesenslalom in Beaver Creek und damit auch der Verlust seines ersten Weltcupsieges.

07.12.2018 - 17:42:06

Riesenslalom in Beaver Creek - Erster Weltcup-Sieg in Gefahr: Luitz droht Disqualifikation

Der 26 Jahre alte Skirennfahrer hatte zwischen den beiden Durchgängen am vergangenen Sonntag Sauerstoff durch eine Maske eingeatmet und damit gegen das Reglement des Skiweltverbandes FIS verstoßen.

Die FIS bestätigte am Freitagabend beim Treffen der Trainer vor dem Weltcup-Rennen im französischen Val d'Isère eine Untersuchung, machte zu möglichen Konsequenzen aber keine Angaben. Der betroffene Fahrer dürfe bis zu einer Entscheidung an allen Wettkämpfen teilnehmen, sagte FIS-Rennchef Markus Waldner. Einem Start von Luitz im Riesenslalom am Samstag (10.00/13.00 Uhr) steht damit nichts im Wege.

In den Anti-Doping-Regeln der FIS mit Stand Juli 2016 steht auf Seite 13, dass ein Verstoß gegen diese Regeln automatisch eine Disqualifikation zur Folge hat. Allerdings erlaubt die Welt-Anti- Doping-Agentur WADA in ihrer Liste der verbotenen Substanzen und Methoden aus diesem Jahr das Einatmen von Sauerstoff. Denkbar ist daher wohl auch nur eine Verwarnung. Ob eine Entscheidung noch am Wochenende fallen wird, war am Freitagabend unklar.

«Wir haben einen Fehler gemacht, da stehen wir auch dazu. Weil wir nicht wussten, dass die FIS ihr Reglement an den internationalen WADA-Code nicht angepasst hat», sagte der deutsche Alpinchef Wolfgang Maier der Deutschen Presse-Agentur. «Wir akzeptieren, wenn man sagt, wir haben einen Regelverstoß gemacht. Aber nicht, dass wir gedopt haben. Wir betrügen nicht.»

Beim Riesenslalom am Samstag will auch Felix Neureuther antreten. Der 34-Jährige musste sein Comeback nach überstandenem Kreuzbandriss zuletzt zwei Mal verschieben. Zuletzt brach er sich den Daumen. In Frankreich fährt er mit einer Spezialschiene.

@ dpa.de

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