Eisschnelllauf, Sprint-WM

Nico Ihle hat gute Chancen, 46 Jahre nach Erhard Keller zweiter deutscher Sprint-Weltmeister im Eisschnelllauf zu werden.

26.02.2017 - 11:08:05

Sprint-WM in Calgary - Nico Ihle greift nach der WM-Krone: «Da geht was». Am ersten Tag der WM in Calgary pulverisierte der Sachse die deutschen Rekorde und liegt in Lauerposition.

Calgary - Nach zwei deutschen Rekorden sammelte Nico Ihle beim Ausrollen auf dem Fahrrad seine Kräfte und schaltete danach sogleich in den Kampfmodus.

«Es gibt kein Taktieren, volle Kanne auf Angriff», sagte er der Deutschen Presse-Agentur nach dem ersten Tag der Sprint-Weltmeisterschaft der Eisschnellläufer auf dem «Blitzeis» von Calgary.

15 Tage nach seinem historischen zweiten Silberrang bei den Einzelstrecken-WM in Gangneung hat sich der 31-Jährige bei Halbzeit der Titelkämpfe im Olympic Oval eine glänzende Ausgangsposition verschafft. Auf Platz zwei hinter Europameister Kai Verbij (Niederlande) hat der Chemnitzer nur den Wimpernschlag von elf Hundertstel-Sekunden Rückstand.

Einmal erst hat ein Deutscher ganz oben auf dem WM-Podium gestanden. 46 Jahre ist es her, als Erhard Keller beim zweiten Championat 1971 auf der Freiluftbahn von Inzell zu Titelehren kam. Ihle ist sich der Riesenchance bewusst. «Da geht was. Ich bin über 500 Meter zu verhalten in die Innenkurve gegangen. Das sind hier Geschwindigkeiten, die man sonst nirgends erlebt, da geht man mit Respekt in die Kurve», meinte er und räumte damit Reserven ein.

Kraft zieht der EM-Dritte daraus, dass er in der Entscheidung zweimal über die Außenkurve in die Zielgerade einbiegen kann. «Da kann ich noch einiges rausholen. Mein Ziel ist es, beide Rekorde noch einmal zu pushen.» Schon eine Medaille wäre ein Riesenerfolg für Ihle, der im Vorjahr als Vierter am Podest vorbei gesprintet war.

Das schnelle Eis wurde seinem Ruf voll gerecht. 20 nationale Rekorde purzelten am ersten WM-Tag. Ihle verbesserte über 500 Meter als Fünfter in 34,37 Sekunden seine vier Jahre alte deutschen Bestmarke um 0,27 Sekunden. Auf der doppelten Distanz sprintete er als gleichfalls Fünfter in 1:07,17 Minuten gleich 0,68 Sekunden schneller als der Berliner Samuel Schwarz im Jahr 2013.

Der große Vorteil Ihles ist seine Ausgeglichenheit auf beiden Strecken. 500-Meter-Sieger Ronald Mulder (34,18 Sekunden) wurde auf der langen Distanz nur Zehnter. Sein niederländischer Landsmann, Doppel-Weltmeister Kjeld Nuis, verpasste in 1:06,61 Minuten nur um 0,19 Sekunden den Weltrekord über 1000 Meter, war aber auf der Kurzstrecke auf Platz 18 abgeschlagen.

Lob vom Coach Danny Leger bekamen die Inzeller Dufter-Zwillinge. «Superrennen von beiden», kommentierte er den Auftritt von Joel und Roxanne als jeweils Siebte auf den 1000 Metern. Joel Dufter lag 1:07,88 Minuten nur drei Hundertstel über dem alten deutschen Rekord, seine Schwester drückte ihre persönliche Bestmarke gleich um 0,84 Sekunden auf die Weltklassezeit von 1:14,61 Minuten.

Da beide aber über 500 Meter nicht Weltspitze sind, müssen sie auf Platz 19 (Roxanne) und 20 (Joel) des Klassements zufrieden sein. Beste des deutschen Damen-Terzetts ist somit ihre Vereinskameradin Gabi Hirschbichler auf Platz 16. Ihr gelang auf dem schnellen Eis eine Bestleistung über 500 Meter in 38,39 Sekunden. Die deutsche Meisterin Judith Dannhauer aus Erfurt enttäuschte nach Atemluft-Problemen auf Rang 22.

Auf Titelkurs liegt die Japanerin Nao Kodaira, die in 36,75 Sekunden und 1:12,51 Minuten jeweils die Schnellste war. Vor dem zweiten Tag besitzt die 500-Meter-Weltmeisterin schon einen beruhigenden Vorsprung von 0,69 Sekunden.

@ dpa.de

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