Olympia, Doping

Kurz vor Olympia haben Berichte über angebliche Doping-Manipulationen im Ski-Langlauf Besorgnis ausgelöst.

04.02.2018 - 10:56:05

Bei Olympia und WM - Gewinner von 300 Langlauf-Medaillen unter Dopingverdacht. Von 2001 bis 2017 sollen über 300 Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften von Athleten mit verdächtigen Blutwerten gewonnen worden sein.

Pyeongchang - Kurz vor den Winterspielen in Pyeongchang haben Enthüllungen über dopingverdächtige Blutwerte von Ski-Langläufern, die in den vergangenen 16 Jahren insgesamt 313 Medaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften gewonnen haben, für Unruhe gesorgt.

Dies ist fast die Hälfte aller Langlauf-Medaillen, die bei diesen Titelkämpfen zwischen 2001 und 2017 vergeben wurden. Das berichteten die ARD-Dopingredaktion, die «Sunday Times», das schwedische Fernsehen SVT und das Schweizer Digitalmagazin republik.ch am Sonntag.

Dem Rechercheverbund war von einem Whistleblower eine Datenbank mit rund 10 000 Bluttests von fast 2000 Wintersportlern zugespielt worden, die diese ungewöhnliche Häufigkeit verdächtiger Blutwerte dokumentieren soll. Experten zufolge liegt laut einer ARD-Mitteilung die Wahrscheinlichkeit einer anderen Ursache als Doping für derartige Werte unter Topathleten bei lediglich einem Prozent.

Die Daten zeigten zudem, dass mehr als 50 Ski-Langläufer auf der Qualifikationsliste für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang bei Bluttests auffällige Werte aufwiesen, die nahelegten, dass sie in der Vergangenheit betrogen haben könnten und ohne Sanktion davongekommen seien.

Die größte Anzahl an Athleten mit verdächtigen Werten stamme aus Russland. Darunter sollen Langläufer des Landes sein, die allein 60 Medaillen holten. Loipen-Stars aus Norwegen, Deutschland, Schweden und Italien, die mutmaßlich manipuliert haben, werden mehr als 100 Medaillengewinne zugeschrieben.

Der Deutsche Olympische Sportbund wollte zunächst keine Stellungnahme dazu abgeben. «Wir brauchen noch mehr Informationen», sagte DOSB-Sprecherin Ulrike Spitz.

«Es gibt eine beachtliche Zahl von Medaillengewinnern mit ungewöhnlichen oder höchst ungewöhnlichen Blutprofilen», sagte der US-Arzt James Stray-Gunderson der ARD. «Das deutet auf beachtliche Verbreitung von Doping im Ski-Langlauf hin.»

@ dpa.de

Amazon wird sich schwarzärgern, aber …

… wir schenken Ihnen den Report „Börsenpsychologie - Markttechnik für Trader“ heute trotzdem kostenfrei. Normalerweise kostet der Report im Onlinehandel 39,99 Euro.

Sie können sich den genialen Report heute jedoch absolut kostenfrei sichern. Wir senden Ihnen den Report vollkommen KOSTENFREI zu.

Jetzt HIER klicken und dank richtigen Timing reich an der Börse werden!

Weitere Meldungen

Kurz vor IOC-Entscheidung - Weiterer Dopingverdacht gegen Russen: Bobpilotin positiv. Eine Zulassung der Russen unter eigener Fahne bei der Schlussfeier der Winterspiele erscheint fast unmöglich. Nach einem weiteren Dopingverdacht gegen einen russischen Sportler bei Olympia hat das IOC ein schweres Problem. (Sport, 23.02.2018 - 12:56) weiterlesen...

Substanz noch unbekannt - Weiterer Dopingverdacht gegen Russen: Bobpilotin positiv Pyeongchang - Bei den Olympischen Winterspielen von Pyeongchang steht ein zweiter russischer Athlet unter Dopingverdacht. (Sport, 23.02.2018 - 11:00) weiterlesen...

Bronzemedaille zurückgegeben - Dopingfall: Russen lenken ein - CAS spricht Curler schuldig. Und der Curler Kruschelnizki hat seine Bronzemedaille zurückgegeben. Die Russen haben nach eigenen Angaben eine Millionen-Strafe ans IOC gezahlt. (Sport, 22.02.2018 - 15:22) weiterlesen...

Sportgerichtshof - Russischer Dopingfall: CAS spricht Russen-Curler schuldig Pyeongchang - Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den russischen Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings mit dem Mittel Meldonium für schuldig gesprochen, teilte der CAS am Donnerstag in Pyeongchang mit. (Sport, 22.02.2018 - 10:19) weiterlesen...

Russischer Dopingfall: CAS spricht Curler schuldig. Das teilte der CAS in Pyeongchang mit. Der Athlet habe einen Verstoß gegen die Anti-Doping-Regeln eingeräumt. Kruschelnizki wird von den Olympischen Winterspielen ausgeschlossen. Ob er seine Bronzemedaille verliert, müssen Curling-Weltverband und Internationales Olympisches Komitee entscheiden. Pyeongchang - Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat den russischen Olympia-Curler Alexander Kruschelnizki des Dopings mit dem Mittel Meldonium für schuldig gesprochen. (Politik, 22.02.2018 - 09:20) weiterlesen...

Sportgerichtshof - CAS will auch ohne russischen Curler verhandeln Pyeongchang - Der Internationale Sportgerichtshof CAS will den Fall des russischen Curlers Alexander Kruschelnizki verhandeln, auch wenn der Bronzemedaillengewinner auf seine Anhörung verzichten will. (Sport, 22.02.2018 - 07:28) weiterlesen...